Dienstag, 9. August 2016

Geheimlehre zu Materie, Selbsterkenntnis, Gott, Satan, Bewusstsein und noch vieles mehr

Leseprobe aus der mystischen Autobiographie - die in Romanform verfasst ist - mit dem Titel Einweihung von Elisabeth Haich:


Kapitel: DIE FORM DER PYRAMIDEN

Ich stehe wieder vor Ptahhotep in seinem Experimentierraum. 
«Ich habe schon erörtert», sagt Er, «daß hinter allen Erscheinungen der sichtbaren Welt die Urkraft steckt, das Streben zurück, in die Einheit, das sich als Anziehungskraft zwischen einander ergänzenden positiven und negativen Hälften manifestiert. Du stehst jetzt vor mir, weil die Anziehungskraft der Erde deinen Körper hier hält. Wenn diese Kraft nicht wirken würde, wärest du und alles, was nicht festgewachsen ist, schon längst in den Weltraum hinausgefallen, sogar der ganze riesenhafte Körper der Erde wäre längst auseinandergebrochen. Die Kraft, die die Erde und alles, was in ihrer Atmosphäre Materie ist, zusammenhält, gehört nicht der Erde selbst an, sondern wirkt nur aus ihrem Mittelpunkt auf die Erde. Wenn die Materie keinen Widerstand hätte und dieser Kraft nachgäbe, würde die gewaltige Masse der Erde, samt allem, was auf ihr lebt, in ihrem Mittelpunkt verschwinden. Aber wohin? Denke nach! 
Mein Kind, komm näher, ich will es dir zeigen: Wenn ich verschiedene Dinge auf diese Tischplatte stelle und an jedes einen Faden binde, die Fäden durch das Loch in der Mitte dieser Platte hindurchziehe und dann an allen Fäden von unten ziehe, so werden alle Dinge gegen den Mittelpunkt gezogen und — sofern sie kleiner sind als das Loch — verschwinden. Wohin? Nicht wahr, dorthin, woher die Kraft wirkt! Woher stammt aber die Kraft im Mittelpunkt der Erde, die alles in sich hineinzieht? Kannst du mir antworten, mein Kind?» 
Ich denke nach und antworte: «Die Erde ist erkennbar. Wenn alles, was erkennbar ist, nur darum erkennbar sein kann, weil es sich vom ,NichtsAll' getrennt hat, die Trennung aber nur eine scheinbare ist, denn die Ergänzungshälfte ist im Ungeoffenbarten zurückgelassen worden, dann muß auch die Erde ihre Ergänzungshälfte im Ungeoffenbarten haben, und die Kraft, die die Erde mit allen ihren Wesen in den Mittelpunkt zieht, ist das Streben nach der Wiedervereinigung zwischen der Erde und ihrer ungeoffenbarten Ergänzungshälfte, die im Nichts als negatives Spiegelbild zurückgeblieben ist. Die Anziehungskraft der Erde zieht also die ganze Erde in das über Zeit und Raum stehende Nichts hinein, um die Wiedervereinigung zu vollbringen. Und wenn die Erde nachgeben würde, würde sie und alles im Mittelpunkt, im Nichts, verschwinden. Das wäre aber die Rückkehr in die paradiesische Einheit — in Gott — die Seligkeit! Warum kann das nicht geschehen, Vater?» 
«Mein Kind», antwortet Ptahhotep, «das Hindernis ist der Widerstand der Materie! Ohne Widerstand ist keine Schöpfung möglich! Der Widerstand der Materie läßt die Erde und die ganze Schöpfung nicht verschwinden und nicht vernichtet werden. Alles, was auf dieser erkennbaren Welt erschienen ist, ist aus einem Punkt des Weltalls herausgefallen, der dann sein eigener Mittelpunkt geworden ist. Durch den Fall wurde es Materie. Jetzt kann es nicht mehr zurück, weil sein eigener Widerstand als Materie es nicht mehr in die göttliche Einheit zurückkehren läßt. Eine Heimkehr in die verlassene göttliche, paradiesische Einheit — in Gott — ist nur dadurch möglich, daß die Materie vergeistigt wird, das heißt, sich wieder in Geist umwandelt! Die Materie könnte aber ohne geistige Hilfe, aus eigener Kraft und aus eigenem Können, nie Geist werden. Und darum steigt ein Aspekt Gottes in die Materie nieder, kleidet sich in Materie, nimmt ihre Eigenschaften an, belebt sie als das Selbst, damit die Vergeistigung, die Erlösung, ermöglicht werde. 
Die Wirkung, die das in Materie gekleidete Selbst vom Mittelpunkt jedes Geschaffenen auf die innerste Struktur der Materie ständig ausübt, entwickelte im Laufe von Äonen auf jeder Sprosse der Entwicklungsleiter die entsprechenden Lebensformen. So entstanden, angefangen vom Einzellwesen bis zur höchsten Offenbarung, die verschiedensten Lebewesen. 
Das höchste Lebewesen der Erde ist der Mensch. Seine Aufgabe ist es, die Vergeistigung der Erde, an der alle Lebewesen im Maße der eigenen Entwicklung mitwirken, zu vollenden. Und ein jeder Mensch, der sich aus einem mit dem Körper identisch gewesenen in ein im Geiste wiedererwachtes, göttliches Wesen wandelt und sein Bewußtsein mit dem göttlichen Selbst identifiziert, hat seine Aufgabe erfüllt! Er hat ein Stückchen der Erde vergeistigt. Er hat die Erlösung der Erde um einen Schritt gefördert. Dann kann er als Helfer auch bei der Erlösung anderer Wesen mitwirken. Und jetzt weißt du, warum du hier vor mir stehen kannst. Es ist so, daß das Selbst der Erde — das gleichzeitig auch unser Selbst ist — die Erde mit all ihren Lebewesen liebt und die ganze Erde in sich, in die göttliche Einheit, zieht wie ein Bräutigam, der sich mit seiner Braut vereinigen will. Dieser Wille, dieses Streben nach Vereinigung, wie es jede Liebe kennzeichnet, äußert sich in allem — also auch in unserem Körper — als Gewicht! In jeder Form der Natur wirkt diese Kraft, die wir Gewicht nennen, und wenn wir bauen, müssen wir mit dieser Kraft und nie gegen sie rechnen und arbeiten. Wenn wir sie einbeziehen, dann hilft sie unsere Gebäude auf lange Zeit zu erhalten. Wollten wir gegen die Gesetze dieser Kräfte bauen, so würde alles so Gebaute in kürzester Zeit zusammenstürzen.

Es genügt, wenn du verstehst, daß die Kraftresultante der Pyramidenform die günstigsten sind, um die Gebäude während vieler Jahrtausende zu erhalten, ohne daß die Naturkräfte sie zerstören können. Die Pyramiden — besonders die größte — sind nach verschiedenen mathematischen und astronomischen Gesetzen aufgebaut, so daß sie dem Volke auch als Uhr und Kalender dienen. Diese Gesetze wirst du ein anderes Mal lernen. Außerdem vermag die pyramidale Form dadurch, daß sich die Seitenflächen in einem Winkel von 51° zu ihrem Grund erheben, die Strahlen der Sonne weit ins Meer und tief in die Wüste hinausspiegeln. Auf diese Weise dienen die Pyramiden auch als Leuchttürme. Alle ihre Gesetze und auch die Geschichte derer, die sie erbaut haben, sind auf den keramischen Deckplatten der Pyramiden aufgezeichnet. Und wenn die Menschensöhne einmal das Geheimnis der Schrift kennen, werden sie alle diese Wahrheiten, die mathematischen und astronomischen Gesetze, die Geheimnisse der Pyramiden und unser ganzes Wissen, während langer Zeit von den Pyramiden ablesen. In den finstersten Zeiten der Erde werden aber diese schriftlichen Überlieferungen auch verschwinden, so daß die Menschensöhne später alle Wahrheiten selbst entdecken müssen. 
Du aber lerne das Gesetz der dreidimensionalen Welt, das aber ohne das Gesetz des Geistes nicht bestehen könnte, sondern auf diesem Gesetz beruht. Da die Urquelle aller Weisheiten, aller Offenbarungen, das ewige Sein — Gott — ist, Gott aber im Ungeoffenbarten über Zeit und Raum steht und in den dimensionalen Welten nur seine Offenbarungen projeziert erscheinen, müssen wir, um diese Gesetze richtig zu verstehen, bei Gott anfangen. Über Gott zu reden, hindert uns aber immer die Schwierigkeit, daß Gott über der erkennbaren Welt steht und jedes Lebewesen Gott nur in jenem Grade verstehen und auffassen kann, in dem es selbst fähig ist, Gott bewußt zu erleben, zu offenbaren und zu verwirklichen. Das heißt: bis zu welchem Grade es selbst Gott sein kann! In allem lebt Gott, und alles lebt in Gott, dennoch kann Ihn in seinem eigenen, vollkommenen Wesen nur derjenige ganz verstehen, der selbst Gott geworden — oder nie aus ihm herausgefallen ist. Gott verstehen kann nur Gott allein! . 

Die Tatsache, daß der primitivste Urmensch seinen Gottesbegriff hat, zeigt, daß das göttliche Selbstbewußtsein dennoch in ihm da ist, wenn auch nur im niedrigsten Grad und noch in einem Dämmerzustand. In Gott bewußt werden, Gott völlig verstehen und Gott sein bedeutet aber, mit seinem eigenen göttlichen Selbst — dem innewohnenden Gott — vollkommen eins zu werden. Das ist leicht gesagt, aber sehr schwer getan! Denn dadurch, daß der Mensch aus seinem göttlichen Selbstbewußtsein gefallen ist, kann er sich Gott nur seiner persönlichen Auffassungkraft gemäß vorstellen. Wie soll er wissen, was die wirkliche, lebendige Gottheit in ihrer Vollkommenheit ist, wenn seine Vorstellungskraft nur dem von der Einheit getrennten, abgesonderten, dem gefallenen persönlichen Grad entspricht? Wie könnte das Endliche das Unendliche begreifen, wie das Zeitliche das Ewige, wie das Sterbliche das Unsterbliche, wie das Scheinwesen das ewige, wahre Sein — Gott — verstehen, erleben und mit Ihm identisch werden? Und dennoch muß der Mensch Ihn erreichen! Der ewige Wunsch, die unauslöschliche Sehnsucht hilft ihm und treibt ihn in der Richtung seines göttlichen Selbst. Über die unüberbrückbar scheinende Kluft zwischen dem Persönlich-Sterblichen und dem Unpersönlich-Ewigen spannt der Verstand — das größte, aber gefährlichste Geschenk Gottes — eine Brücke. Durch den Verstand geriet er in Versuchung, mit seinem Bewußtsein aus der Einheit zu fallen, aber ebenso gibt ihm der Verstand die Möglichkeit, in die Einheit mit vollem Selbstbewußtsein zurückzukehren. Durch den Verstand ist er fähig, die Wahrheiten zu verstehen, und wenn er verstanden hat, wird er lange suchen und immer wieder ver-suchen, bis es ihm eines schönen Tages gelingt, den einzigen Weg zur Verwirklichung seines Selbst zu finden. 
Verwirklichung bedeutet: etwas zu sein. Denn solange man über etwas denkt oder spricht, ist man es nicht. Du kannst über eine Katze oder über einen Löwen nachdenken, das bedeutet bei weitem noch nicht, daß du sie verwirklicht hast: daß du eine Katze oder ein Löwe geworden bist. Du kannst ebenfalls über dich selbst nachdenken, ohne daß du selbst, dein göttliches, schöpferisches Selbst bist! Etwas denken ist Getrenntsein davon. Denn wenn du nur einen einzigen Gedanken aussendest, so bist du — der Denker — und der Gegenstand deines Denkens — das Gedachte — nur durch das Denken verbunden, aber nicht identisch mit ihm. Was in deinem Verstand ist, bist du noch nicht. Der Verstand gehört dir, es ist ein wunderbares Werkzeug, ein Spiegel, in welchen du alles projezieren und alles darin erkennen kannst, aber der Verstand ist nicht du! Der Verstand ist außerhalb deines Selbst, folglich, was du durch deinen Verstand vermagst, ist nicht du, ist keine Verwirklichung. Wenn der Mensch Gott außerhalb von sich selbst sucht, kann er oft, sogar ständig an Gott ,denken', er kann zu Gott ,beten', er kann Gott mit seinem ganzen Wesen ,lieben', aber er ist deshalb mit Gott noch immer nicht identisch geworden. Denn im Suchen nach außen kann der Mensch Gott nie finden! 
Der Schöpfer im Menschen ist das eigene Selbst, dessen letzte, von seinem eigenen Mittelpunkt entfernteste Manifestation das kleine ,Ich', das persönliche ,Ichbewußtsein' ist. Das persönliche ,Ich' in ihm ist das durch die Materie — im Körper — widerspiegelte Bild Gottes. Wenn der Mensch also aus dem Fernsein in die Identität mit Gott zurückgelangen will, muß er mit seinem Bewußtsein denselben Weg einschlagen: er muß sein Bewußtsein, von seinem persönlichen "Ich" ausgehend, immer tiefer und tiefer in sich zurückziehen und sich zu seinem wahren Selbst, zu seinem Schöpfer, hinwenden, bis er sich in Ihm bewußt erkennt. Das bedeutet aber, daß in diesem Zustand nicht das Geschöpf — die Person — sich selbst erkennt, da es keine wahre Existenz hat und als Scheinwesen kein rückwirkendes Bewußtsein, keine Selbstkenntnis haben kann, sondern der Schöpfer erkennt sich selbst im Geschöpf, in der Person. Dies ist die einzige Möglichkeit, in welcher das Getrenntsein aufhört, in welcher das Bewußtsein sich im Einheitszustand befindet, wenn das ,Sich-selbst-Denken' aufhört und zum ,Sich-selbst-Sein' — zur ,Selbsterkenntnis' — wird. In diesem Zustand sind der Erkenner, das Erkannte und die Erkenntnis ein und dasselbe Subjekt: das Selbst — der Schöpfer — erkennt sich selbst in sich! 

Der Mensch kann Gott nur so erleben, dies ist Auferstehung! In diesem Zustand erkennt er, daß ihn sein eigenes Selbst geschaffen hat und ständig schafft, daß also sein Selbst sein eigener Schöpfer ist, ebenso ist aber dasselbe einzige Selbst der Schöpfer des ganzen Alls! Demzufolge erlebt er in seiner göttlichen Selbsterkenntnis, in seinem Selbstbewußtsein, gleichzeitig auch das schöpferisch-kosmische All-Bewußtsein und wird mit der Selbsterkenntnis gleichzeitig all-erkennend: allwissend! 
Diesen göttlichen Zustand, in welchem der Schöpfer sich selbst erkennt, können auch Zahlen symbolisch ausdrücken: Gott in seinem in-sich-ruhenden Zustand ist eins in drei und drei in eins. Eins und drei sind noch eine ungetrennte Einheit. In der Ideenwelt der Geometrie ist die Form des gleichseitigen Dreiecks das symbolische Bild Gottes, in welchem der Erkenner, das Erkannte und die Erkenntnis ein einziges ist: eins in drei und drei in eins.
Jede Form ist die Offenbarung der Kraft, die sie aufgebaut hat, folglich ist jede Form auch das Bild der sie aufbauenden und ihr innewohnenden schöpferischen Kraft. Das Göttliche in seinem in-sichruhenden Urzustand offenbart sich immer in der Form des Dreiecks. Das Dreieck trägt in sich die vollkommene Harmonie und das vollkommene Gleichgewicht, da seine drei Eckpunkte in genau gleicher Entfernung voneinander liegen. Wenn dagegen der in-sich-ruh ende Aspekt Gottes aus dem Zustand der Zeit- und Raumlosigkeit, aus der Dimensionslosigkeit in die drei Dimensionen eintritt und zum schöpferischen Aspekt Gottes wird, dann offenbart er sich immer in der Zahl vier. Solange die Zahlen eins und drei in der Gottheit eine Einheit bilden, bleiben drei in eins und eins in drei. Wenn sie aber aus dem göttlichen Einheitszustand heraustreten, trennen sie sich, und aus dem «eins in drei» wird «eins und drei», und das gibt vier. Das gleichseitige Dreieck offenbart die in ihm verborgen liegenden vier gleichseitigen Dreiecke. In diesem Gesetz liegt auch das Geheimnis der Schlüsselzahl der dreidimensionalen Welt: die Zahl sieben. Versuche einmal, dir bildlich vorzustellen und zu verfolgen, wie die erste Offenbarungsenergie aus dem dimensionslosen Zustand in die drei Dimensionen heraustritt. Schließe die Augen, und ich werde diese Wahrheit in dein Bewußtsein projezieren.» Ich tue, wie Ptahhotep mir befiehlt, schließe meine Augen und richte meine Aufmerksamkeit nach innen. Da erscheint ein Punkt, und ich höre die Stimme Ptahhoteps: «Damit eine Kraft aus der Dimensionslosigkeit heraustreten und sich offenbaren kann, braucht sie einen Ausgangspunkt: dimensionslos, er ist aus der Einheit noch nicht herausgetreten, ist aber zur Offenbarung notwendig. Da der Punkt aus einem einzigen Faktor besteht, trägt er in sich die Zahl der Einheit, die Zahl eins. Wenn die Kraft, deren erste Erscheinung der Punkt war, aus der Dimensionslosigkeit heraustritt und eine Zeitlang wirkt, wird der Punkt sich bewegen, und es entsteht eine Linie: » Ich sehe in mir, wie der Punkt allmählich zur Linie wird und höre Ptahhotep: «Die erste Dimension — die Länge — ist geboren. Die Linie an sich ist unendlich, folglich ist sie als erste Offenbarung auch die Zahl eins. Sie hat aber in der Welt der Offenbarungen, wo Anfang und Ende ist, immer unbedingt drei Faktoren: den Ausgangspunkt, den Endpunkt und den Zwischenraum zwischen beiden. Die Linie trägt in sich also die Zahl drei, die Schlüsselzahl der eindimensionalen Welt. Nun muß es dir auffallen, daß es keine Möglichkeit gibt, die Zahl zwei in einer Einheit zu offenbaren und zu finden. Denn nach der ersten Offenbarung des Punktes, der nur einen einzigen Faktor in sich trägt, sind unmittelbar und ohne die Zahl zwei drei Faktoren entstanden. Wenn aus dem Punkt eine — wenn auch noch so kleine — Linie heraustritt, so ist mit ihren drei Faktoren schon die Zahl drei da. Die Linie in der Unendlichkeit ist und bleibt die Zahl eins; hat sie aber einen Anfang und ein Ende, so trägt sie unbedingt die Zahl drei in sich. Damit die Zahl zwei an sich entstehe, ist eine Spaltung der Einheit notwendig. Die Zahl zwei kann nur geboren werden, wenn zwei Einheiten nebeneinandergestellt werden. Da aber außerhalb der Einheit nichts existiert, muß die Einheit aus sich selbst ein Spiegelbild senden, hinausschleudern, und so entsteht eine Spaltung, eine Trennung, die den Tod der Einheit bedeutet. Darum nennt man auch solch einen tödlichen Zustand, eine Spaltung der Seele: Ver-zwei-flung. Jede Sprache drückt dies mit der Zahl zwei aus. 
Verfolgen wir aber, wie aus der ersten Dimension die zweite entsteht. Die Linie besteht aus einer Reihe von Punkten. Vorausgesetzt, daß die schöpferische Energie in jedem dieser Punkte mit derselben Kraft und während derselben Zeitdauer wirkt, so treten alle diese Punkte aus sich in die zweite Dimension hinaus, es wird aus jedem eine Linie, und aus der Gesamtheit dieser Linien entsteht eine Fläche: ein gleichseitiges Viereck.
Die zweite Dimension — die Breite — ist geboren.
Das Viereck ist vier in eins und eins in vier, besteht also aus fünf Faktoren: den vier geoffenbarten Linien: Ausgangslinie, Endlinie, rechte und linke Seitenlinie, und dem fünften Faktor: der zwischen den Linien liegenden nicht geoffenbarten Fläche. Die Schlüsselzahl der zweidimensionalen Welt ist die Zahl fünf. Die Schöpferkräfte wirken aber weiter. Auch die Fläche besteht aus Punkten, und wenn aus jedem dieser Punkte dieselbe Kraft während derselben Zeitdauer wirkt, treten alle diese Punkte in die dritte Dimension hinaus, und aus der Fläche entsteht der Würfel.
Die dritte Dimension ist geboren: die Höhe.
Der Würfel ist sechs in eins und eins in sechs, besteht also aus sieben Faktoren: aus den sechs geoffenbarten begrenzenden Flächen und dem siebenten, nicht geoffenbarten Faktor: dem Kubikinhalt. Die Schlüsselzahl der dreidimensionalen Welt ist also die Zahl sieben. Wie du siehst, ist die Grundform der Materie der Würfel. Die verschiedenen Kristalle bauen sich nach diesem Gesetz auf, und in den Kristallen findet man entweder die Würfelform selbst — wie zum Beispiel beim Salz — oder die Grundelemente des Würfels in verschiedenen Aspekten und Variationen. Wenn wir nun die Wesensart des Würfels untersuchen, wirst du auch die Gesetze der Varianten verstehen.

Versuche, von einem Eckpunkt des Würfels ausgehend, eine Fläche zu finden, in welcher alle drei Dimensionen des Würfels enthalten sind. Wenn du ihn nämlich quer durchschneidest, bekommst du nur eine Fläche, nur zwei Dimensionen. Um eine Fläche aller drei Dimensionen zu bekommen, müssen wir von einem Eckpunkt des Würfels schräg zu zwei gegenüberliegenden Eckpunkten durchschneiden. Damit wird eine Ecke des Würfels abgeschnitten. Wenn wir in derselben Weise fortfahren, so werden wir vier Ecken des Würfels abschneiden, und es bleibt vom Würfel eine Form übrig, die vom Würfel grundverschieden ist: ein Tetraeder, das von vier gleichseitigen Dreiecken begrenzt ist. Du siehst, daß im Würfel eine Form verborgen liegt von ganz anderen Gesetzen als der Würfel, denn sie besteht nicht aus Vierecken, sondern aus vier Dreiecken. Wenn wir diese vier Dreiecke in einer Fläche ausbreiten, bilden sie ein einziges gleichseitiges Dreieck, die symbolische Darstellung Gottes. Das Tetraeder ist, wie das seinen Mantel bildende gleichseitige Dreieck, die Verkörperung von Harmonie und Gleichgewicht. Denn jeder seiner Eckpunkte liegt gleich weit vom andern entfernt, folglich besteht im Tetraeder keine Spannung, sondern ein ausgeglichener Ruhezustand. Dagegen liegen die Eckpunkte des Würfels, wie die des Quadrates, in verscheidenen Entfernungen voneinander, also besteht sowohl im Quadrat als im Würfel eine ständige unüberbrückbare Spannung. Die Materie der dreidimensionalen Welt baut sich in Würfelform auf, aber sie verbirgt in sich das auf das göttliche Gleichgewicht aufgebaute Tetraeder. Die Materie kann ohne den göttlichen Inhalt nicht bestehen. Auf demselben Gesetz ist die ganze dreidimensionale Welt aufgebaut, ganz gleichgültig ob die aufgebaute Form ,tote' oder beseelte Materie, also ein Lebewesen, ist. Denn sei es eine Pflanze, ein Tier oder ein Mensch, sie weisen in ihrer Erscheinung einen Körper auf, der den Gesetzen der dreidimensionalen Welt unterworfen ist. In diesem Körper befindet sich aber verborgen und unsichtbar das höhere, göttliche Selbst — das Leben — das ewige Sein! Allein der Mensch ist fähig, sein höheres Selbst — also Gott — durch seine Gedanken, Worte und Taten zu offenbaren, wenn er sein Bewußtsein nicht mit seinem Körper, sondern mit dessen geistigem Inhalt — mit seinem Selbst — identifiziert. 
Solange der Mensch sich mit seinem materiellen Körper identifiziert, ist er wie ein undurchsichtiger Würfel, der nur die Eigenschaften der Materie zeigt und das Göttlich-Schöpferische in das Ungeoffenbarte, in einen latenten Zustand, verdrängt und nicht ahnen läßt, daß ihm das gänzlich verschiedene Tetraeder — das göttliche Selbst — innewohnt! Der Mensch aber, der seinen Körper nur zur Offenbarung des Göttlichen braucht und in Gedanken, Worten und Taten das Göttlich-Schöpferische manifestiert, dagegen die Eigenschaften seines körperlichen Daseins — seiner Person — im Ungeoffenbarten läßt, der ist ein behauener Würfel, dessen Ecken nach außen gedreht, dessen Inhalt nach außen gestülpt ist und auf diese Weise seine inneren Dreiecke — die gleichzeitig Dreiecke des göttlichen Tetraeders sind — zeigt. 
Die materielle, viereckige Form benützt er nur als die sichere Basis in der dreidimensionalen Welt und läßt sein Gewicht auf ihr ruhen. Die Form des ausgedrehten Würfels aber ist: die Pyramide. Die Pyramide ist also die symbolische Form des Gottmenschen, der seine göttliche, selbstlose Natur hervorscheinen läßt und Gott auf Erden völlig verwirklicht. In der Person des Gottmenschen ist die Erlösung der Erde, die Vergeistigung der Materie, vollbracht. Das göttliche Selbst — der Schöpfer — sitzt auf seinem Thron in voller Herrlichkeit und herrscht über die Materie, über den Körper. Die symbolische Darstellung des materiellen Menschen dagegen, der seinen Verstand dazu gebraucht, um seinem materiellen Wesen zu dienen, ist das aus den Vierecken der Oberfläche des Würfels gebildete Kreuz — oder das Tau, auf welchem das verborgen innewohnende göttliche Selbst gekreuzigt ist. In solchen Menschen ist das Göttliche seiner Macht beraubt, es kann sich nicht offenbaren, es muß sich in der Welt den materiellen Gesetzen unterwerfen, es ist auf den zwei großen Balken der dreidimensionalen Welt — auf Zeit und Raum — gekreuzigt und stirbt auf diesem Kreuz der Materie. Sein Tod ist aber kein endgültiger! Auch in dem auf die niedrigste Stufe gesunkenen Bewußtsein wird das göttlichschöpferische Selbst einmal auferstehen und den leidenden Menschen erlösen. Denn der materielle Mensch schafft sich in seiner Unwissenheit dadurch, daß er sein eigenes höheres Selbst — Gott in sich — kreuzigt, ständige Qualen und Leiden — er wird der Verbrecher, der neben dem gekreuzigten Göttlichen auch gekreuzigt hängt. Die Schmerzen erwecken ihn, sein höheres Bewußtsein erwacht, und er erlebt mit der Auferstehung seines göttlichen Selbst auch seine eigene Erlösung, da er sich in Ihm selbst erkennt! 

Diese symbolischen Darstellungen haben die geflüchteten Glieder der göttlichen Rasse überall auf Erden, wo sie hinkamen, mitgebracht und die in ihnen verborgenen Wahrheiten den Menschen verkündet. Überall in den verschiedenen Erdteilen wird man genau diese Darstellungen, in Stein, in Metall oder in gebrannter Erde ausgeführt, größer oder kleiner vorfinden. Man wird dann glauben, daß es das Bild einer gekreuzigten Person sei, und nur wenige werden erkennen, daß die Darstellung das göttlich-schöpferische Prinzip symbolisiert, auf die zwei Balken der Zeit und des Raumes gekreuzigt. 
Die Pyramiden werden noch Jahrtausende stehen und den Menschensöhnen die höchsten Wahrheiten, die in sie eingebaut sind, verkünden. Diejenigen, die Augen und Ohren haben, werden ihre erhabenen Wahrheiten, auch wenn sie nicht alle ihre mathematischen und astronomischen Gesetze erfassen können, in sich finden und erkennen, einige Hochentwickelte werden sie auch verwirklichen. Für den primitiven Menschen bleibt aber die Pyramide ein ewiges Rätsel, gleich wie die Sphinx, solange er sein eigenes Rätsel nicht gelöst hat. 

Kehren wir aber zum Würfel zurück! Du hast vorhin von einem Eckpunkt des Würfels ausgehend eine Fläche geschnitten, die alle drei Dimensionen in sich enthält. Du hast auf diese Weise vier Ecken des Würfels abschneiden können. Du könntest aber auch von den anderen Eckpunkten ausgehend vier weitere Schnitte machen und würdest finden, daß im Würfel nicht nur ein Tetraeder liegt, sondern zwei ineinander liegende Tetraeder, die einander genaue Spiegelbilder sind. Diese zwei ineinanderliegenden Tetraeder stellen das innerste Gesetz der erkennbaren Welt dar: den untrennbaren Zusammenhang zwischen den beiden Ergänzungshälften — der positiven und der negativen — die, ineinander liegend, ein vollkommenes Gleichgewicht bilden und als schöpferische Geister zur Rechten und Linken der Gottheit sitzen. In der Schöpfung walten sie als zwei einander entgegengesetzte Gesetze: das Gesetz des Geistes und das Gesetz der Materie.
Geist ist Leben, Materie ist Widerstand. Das Gesetz des Geistes ist Ausstrahlung, Geben, Selbstlosigkeit. Das Gesetz der Materie ist Zusammenziehung, Abkühlung, Erstarrung.
Es gibt nur ein einziges Lebewesen, das beide Gesetze bewußt verkörpern kann: den Menschen. Er bildet das Verbindungsglied zwischen der geistigen und der materiellen Welt. Er ist fähig, die Gesetze der beiden Welten gleichzeitig zu leben. Seine Gedanken, seine Worte, seine Taten können Selbstlosigkeit und universelle Liebe ausstrahlen, ein Geben sein. Sein Körper gehört aber der materiellen Welt an und verwirklicht die materiellen Gesetze. Jedes Gesetz an seinem eigenen Ort und zu seiner richtigen Zeit ist göttlich und das Umgekehrte satanisch. Ohne den Widerstand der Materie wäre Schöpfung unmöglich. In der nicht geoffenbarten Gottheit liegen alle schöpferischen Kräfte noch in der Einheit, in einem vollkommenen Gleichgewichts- und Ruhezustand, nur als Potenz, nur als Kraftmöglichkeiten. Die Schöpfung beginnt damit, daß sich aus der Einheit eine Kraft herauslöst und sich dem Schöpfer gegenüber als Widerstand aufrichtet. Das ist der ,erstgeborene Sohn' Gottes, der Geist des Widerstandes, den der Vater aussendet, um Äonen hindurch Ihm gegenüber den anderen — negativen — Pol zu bilden, um die Frequenzen der Schöpfung zu ertragen und also zu widerstehen, damit die Schöpfung überhaupt möglich werde. Dieser Widerstandsgeist, der den Gegenpol des sich offenbarenden Aspektes Gottes bildet, ist die Ursache, daß dank seiner zusammenziehenden, verhärtenden und abkühlenden Wirkung Verdichtung — Materie — entsteht. Dieser Geist wirkt als der Materie innewohnendes Gesetz der Abkühlung, Zusammenziehung, Erstarrung. 
Nimm einen Stein in deine Hand: die Kraft, die dieses Ding zu einem Stein macht und als Materie zusammenhält, ist das alles abkühlende, zusammenziehende, verhärtende Gesetz des Widerstandes. Solange dies Gesetz sich in der Materie als Materie offenbart, wirkt das Gesetz an seinem Platze, folglich göttlich. Aus der toten Materie wird aber belebte Materie, wenn der göttliche Geist — das Selbst — sich in die Materie kleidet und Fleisch wird. Das Selbst, das Leben, durchdringt die tote Materie, und aus dem Gesetz der Materie ersteht ein lebendiger Geist: das Spiegelbild des göttlichen Selbst. Dieses Spiegelbild, das nur dadurch lebendiger Geist werden konnte, daß Gott als das Selbst der Lebewesen sein eigenes Leben der Materie einflößte, ist Satan. Satan ist also das durch den göttlichen Geist lebendig gewordene Gesetz der Materie. Satan liegt tot in der Materie, als ihr Gesetz, bis der göttliche Geist ihn mit seinem eigenen Leben lebendig macht. 

Wenn das Bewußtsein sich mit dem Gesetz der Materie identifiziert und wenn das Denken, Worte und Taten nicht dem göttlichen Gesetz, sondern dem Gesetz der Materie dient, dann belebt der Mensch Satan: dadurch wird der Mensch selbst satanisch. Ohne den Menschen kann Satan nicht existieren, denn ohne das Selbst des Menschen ist Satan nur eine unbewußte Kraft, ein notwendiges Naturgesetz der Materie. Satan kann nur in dem Bewußtsein jenes Menschen lebendig werden, der das Gesetz der Materie, das Gesetz des Fleisches, im Geist offenbart, der sein Bewußtsein mit seiner Person, mit seiner niedrigen Natur, mit den seinem Fleische innewohnenden Trieben, mit dem Arterhaltungs- und Selbsterhaltungstrieb, identifiziert und die zusammenziehende, verhärtende Kraft der Materie als geistige Eigenschaften, wie Habgier, Neid, Eitelkeit, seelische Härte und Selbstsucht, offenbart. Satan an sich ist noch keinem Lebewesen begegnet, denn ohne den Menschen existiert auch Satan nicht. Ohne den Menschen ist Satan nur das Gesetz der Materie. Nur in einem Menschen kann man Satan lebendig begegnen, nur in einem menschlichen Antlitz kann man Satan als den Ausdruck dieses Antlitzes erkennen. Wenn das Selbst sich aus solch einem Menschen beim Tode des Körpers herauslöst, bleibt Satan wieder als das Gesetz der Materie im Leichnam zurück. Er wurde durch die belebende Kraft des Selbst im Bewußtsein lebendig, wurde Satan. Das Bewußtsein des Menschen aber, der sich mit dem Gesetz der Materie identifizierte und so selbst satanisch wurde, stirbt mit Satan und wird nach dem Tode unbewußt. Satan zieht ihn, seinen Sklaven, in die tote Materie, in die Finsternis, in die Bewußtlosigkeit, zu sich. 
Dagegen bleibt das Bewußtsein des Menschen, der sich mit dem Gesetz des göttlichen Geistes identifizierte und diesem diente, beim Abstreifen des Körpers wach, und — befreit von den Ketten, von der Isolation der Materie — schmilzt es in das ewige Licht, in Gott, ein. Die zwei ineinander liegenden Tetraeder zeigen die zwei Pole der Schöpfung im vollkommenen Gleichgewichtszustand. Die ganze Schöpfung — die Welt der Unruhe, der Bewegung — beruht auf diesem göttlichen Gleichgewicht. Es wirkt durch alle Formen als ihr innerstes Gesetz. So auch in den Kristallisationen der Materie. Wie du selbst erfahren hast, ist um das göttliche Tetraeder die Urform der Materie — der Würfel — aufgebaut. Die das Tetraeder bildenden Dreiecke sind mit den verbindenden inneren Flächen der Ecken des Würfels identisch. Auch der Mensch hat eine Berührungsfläche in seinem Inneren mit dem göttlichen Selbst. Eben deshalb kann er sein eigenes göttliches Wesen nur in seinem eigenen Innern finden, nie aber indem er seine Aufmerksamkeit nach außen richtet. Wenn der Mensch sich nach außen richtet, wird er, dem göttlichen Gesetz gemäß, in weitere seelische Kristallgitter hineingezwungen, bis er nach vielen Qualen und Schmerzen das Göttliche findet. Untersuchen wir, welche Kristallformen sich auf dem Würfel aufbauen. Nimm sechs hausdachförmige, geometrische Formen, deren Grundfläche genau dem Quadrat eines Würfels entspricht, und stelle diese sechs Formen auf den Quadraten dieses Würfels so auf, daß die Hausdachformen immer mit ihren verschiedenen Seiten aneinander liegen.
Dann bekommst du einen geometrischen Körper, den wir Pentagondodekaeder nennen und der aus zwölf gleichseitigen Fünfecken gebildet ist. Das Pentagondodekaeder trägt weitere Gesetze des langen Weges des Bewußtseins in sich. Wir wollen jetzt aber das Resultat betrachten, das sich in der letzten Kristallform dieser Reihe manifestiert: das ist das aus zwanzig gleichseitigen Dreiecken gebildete Ikosaeder. Aus dem Tetraeder lassen sich also weitere drei — mit dem Tetraeder selbst zusammen vier — aus gleichen Flächen gebildete, regelmäßige Kristallformen entwickeln: das Tetraeder, der Würfel, das Pentagondodekaeder und das Ikosaeder.
Regelmäßige Kristallformen zu bilden ist nur aus Dreiecken, Vierecken und Fünfecken möglich. Aus Dreiecken das Tetraeder, das Oktaeder und das Ikosaeder, aus Vierecken nur den Würfel, aus Fünfecken nur das Pentagondodekaeder. Das Oktaeder ausgenommen, kennst du alle diese geometrischen Körper. Das Oktaeder kannst du konstruieren, indem du drei gleich lange Linien je in eine der drei Dimensionen — also eine Linie in die Länge, eine in die Breite und eine in die Höhe — in einem Winkel von 45° führst, so daß die Mitte der drei Linien identisch ist. Wenn du die Endpunkte der drei Linien verbindest, bekommst du die acht Dreiecke, die das Oktaeder bilden. 
Das Oktaeder besteht also aus zwei mit ihren Grundflächen aufeinanderliegenden Pyramiden.
Jetzt paß aber gut auf: Wenn wir durch den Raum, in jeder Ebene der drei Dimensionen, in gleichem Abstand Schnittflächen legen, dann entstehen unzählige Oktaeder. Aber diese Oktaeder füllen den Raum dennoch nicht aus, sondern es bleiben zwischen den Oktaedern überall — genau wie im Innern des Würfels — Tetraeder, die außerhalb der Dreidimensionsflächen stehen! Du kannst den Raum in unendlich große oder unendlich kleine Oktaeder aufteilen, die Tetraeder außerhalb der Dreidimensionsebenen sind immer da. Der dreidimensionale Raum ruht also in jedem seiner Punkte auf dem göttlichen Tetraeder, das die absolute Harmonie und das absolute Gleichgewicht bedeutet. Genau so beruht die ganze offenbare Schöpfung in jedem ihrer Punkte auf der über aller Offenbarung stehenden, in sich ruhenden, nicht geoffenbarten Gottheit. Gott ist allgegenwärtig!
Kehren wir aber zurück zu den ineinander- und aufein anderliegenden geometrischen Körpern: Tetraeder, Würfel, Pentagondodekaeder und Ikosaeder. Ich will deine Aufmerksamkeit noch auf weitere Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge richten. Wenn wir die Quersumme der Verhältniszahlen, die zwischen den Flächenzahlen der ineinander verborgenen Kristallform — des Tetraeders, Würfels, Pentagondodekaeders und Ikosaeders — bestehen, also 2, 3, 6, 10 miteinander multiplizieren, so bekommen wir die Zahl 360, die Zahl der Grade des Kreises. Und wenn wir die Verhältniszahlen addieren, ergibt sich die Zahl 21, die Zahl der möglichen Verbindungen zwischen den sieben Faktoren der Schlüsselzahl der dreidimensionalen Welt, der Zahl sieben!»
Ptahhotep hört auf zu sprechen, und ich stehe stumm und wie betäubt vor Ihm. «Geh jetzt, mein Kind», sagt Ptahhotep, «es war genug für heute. Das nächste Mal sprechen wir noch über die vier Seiten der Pyramide. Weitere Wahrheiten sind in ihnen enthalten. Wenn du vollkommene Selbsterkenntnis erlangen willst, sind sie für dich von großer Wichtigkeit.» Ich verbeuge mich und gehe.

Kommentare:

  1. Hey bin gerade auf diese Seite gestoßen.Besten dank für das zur Verügunstellen der Texte,habe "Einweihung" von E.Haich letztes jahr gelesen und muss dieses Meisterwerk definitiv nochmal durcharbeiten!Baue gerade meinen ersten eigenen blog,bin aber noch in der Anfangsphase..hatte gerade auch mal den Beitrag:Die Pyramiden von Gizeh wurden nicht von Altägyptern erbaut in meinen blog übernommen,hoffe es ist ok für dich..
    Beste Grüsse

    www.der-hundertste-affe.de

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    1. Selbstverständlich ist es ok :) Du kannst alle Beiträge aus diesen Blog übernehmen!

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