Mittwoch, 29. Oktober 2014

Made in USA | Die "Regenschirm-Revolution" in Hongkong

Die Regenschirme in Hongkong sind »Made in USA« 

Von F. William Engdahl, 07.10.2014

Die Washingtoner Neokonservativen und ihre Verbündeten im US State Department und in der Obama-Regierung sind offensichtlich auf China genauso wütend wie auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Da beide Länder, Russland und China, in den vergangenen Jahren ihre eigenen nationalen Interessen stärker betonen, und da die beiden eurasischen Mächte auf allen strategischen Ebenen in eine engere Zusammenarbeit gedrängt werden, hat Washington jetzt entschieden, Chaos gegen Peking zu richten – wie zuvor den Aufstand in der Ukraine gegen Russland und russische Verbindungen in die EU geschürt wurden. 

Washington reagiert auf in jüngster Zeit abgeschlossene Verträge über eine engere Kooperation zwischen Moskau und Peking, die 400 Milliarden Dollar teure Gaspipeline, die Infrastrukturbank der BRICS-Staaten und den Handel in Rubel und Renminbi unter Umgehung des US-Dollars. In den großen Medien wird diese Reaktion als Hongkonger »Regenschirm-Revolution« bezeichnet. 

In der Ära der industriellen Globalisierung und Auslagerung der US-Industrie in Billiglohnländer, insbesondere China, sollte man sich an eine Sache erinnern, die die USA – genauer gesagt Washington D.C. und Langley, Virginia – produzieren und nach Hongkong exportieren. Die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong wird Ziel einer Farbenrevolution; die Medien haben sie die »Regenschirm-Revolution« getauft, da die Demonstranten zum Schutz vor dem Tränengas der Polizei Regenschirme aufspannen. 

Die »Regenschirme« für Hongkongs derzeitige Regenschirm-Revolution sind »Made in Washington«. Der Beweis liegt nicht nur in der überstürzten Unterstützung des Weißen Hauses für Occupy Central, schon wenige Stunden nach deren Beginn und nach demselben Muster, das wir bereits aus der Ukraine kennen. 

Das US State Department und von dort finanzierte NGOs haben diese Proteste seit Jahren in aller Stille vorbereitet. Betrachten Sie die Spitze von Washingtons Projekt »Demokratie« in Hongkong. 

Einige altbekannte schmutzige Darsteller … 

Mit allmählich langweilender Monotonie hat Washington erneut eine Farbenrevolution in Gang gesetzt. Von der US-Regierung gelenkte NGOs und US-trainierte Agenten steuern die gesamten Occupy Central-Demonstrationen in Hongkong; die angeblich aus Protest gegen die von Peking festgelegten Regeln für die Hongkonger Wahlen 2017 durchgeführt werden.

Nominell wird die Protestbewegung Occupy Central Hong Kong von dem 17-jährigen Studenten Joshua Wong angeführt, der wie eine Hongkonger Version von Harry Potter wirkt; ein Junge, der gerade geboren war, als England widerwillig seine 99-jährige Kolonialherrschaft beendete und die Stadt an die Volksrepublik China zurückgab. Bei Occupy Central stehen Wong Edward Chin, ein an der University of Minnesota ausgebildeter Hedge-Fonds-Mann, Chan Kin-man, ein an der Yale University ausgebildeter Soziologe, Chu Yiu-ming, ein Baptistenpfarrer und Veteran der CIA-Destabilisierung auf dem Tinanmen-Platz von 1989 und Benny Tai Yiu-ting oder kurz Benny Tai, ein Hongkonger Juraprofessor, zur Seite. 

Hinter diesen Hongkonger Frontmännern steuern das US State Department (Außenministerium) und dessen Lieblings-NGO, die vom US-Kongress finanzierte National Endowment for Democracy (NED) über ihren Ableger, das National Democratic Institute (NDI), die Occupy-Central-Operation. Werfen wir einen Blick hinter die hübsche Fassade des friedlichen, gewaltfreien Protests für Demokratie und wir entdecken einen höchst undemokratischen verdeckten Plan Washingtons.

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