Donnerstag, 30. Oktober 2014

Die USA haben zugegeben, dass sie auch "Occupy Central" in Hongkong finanzieren

Tony Cartalucci untersucht den US-Einfluss auf den "Arabischen Frühling" und die Bewegung "Occupy Central" in Hongkong. 

Von Tony Cartalucci, Land Destroyer Report, 01.10.2014

Kurz nachdem der so genannte "Arabische Frühling" begann, der (Nordafrika und) den Mittleren Osten ins Chaos stürzte, gaben die USA zu, dass sie die Anführer des Aufruhrs finanziert und die daran beteiligten Terroristen schon Jahre im Voraus auch mit schweren Waffen versorgt hatten; jetzt gestand das US-Außenministerium ein, mit Hilfe einer Vielzahl von Organisationen und NGOs auch die unter "Occupy Central" laufenden Proteste in Hongkong inszeniert zu haben.

Die Washington Post hat in einem Artikel mit der Überschrift "Hong Kong erupts even as China tightens screws on civil society" (Hongkong steht auf, obwohl China der Zivilgesellschaft die Daumenschrauben anzieht), Folgendes berichtet:
Die chinesische Führung hat – wegen der Proteste, zu denen es in diesem Jahr auch schon in anderen Ländern gekommen ist – die Kontrolle ziviler Organisationen auf dem chinesischen Festland zunehmend verschärft, weil sie diese verdächtigt, im Auftrag ausländischer Mächte zu handeln. 
Mit ihrer Kampagne will sie die Chinesen von subversiven westlichen Ideen wie Demo- kratie und Redefreiheit und besonders von der Beeinflussung durch US-Organisationen fernhalten, weil die versuchen könnten, diese westlichen Werte auch in China zu ver- breiten. Diese Kampagne läuft schon lange, der (chinesische) Staatspräsident Xi Jin- ping hat ihr nach den monatelangen Protesten auf den Straßen Kiews und dem Sturz des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowytsch, die beide dem Westen angelastet werden, aber neuen Schwung verliehen.
Die Washington Post schreibt dazu weiter: 
Ein Experte für Außenpolitik, der sich nur anonym zu diesem heiklen Thema äußern wollte, berichtete, Putin habe mit Xi telefoniert, um ihm seine Besorgnis über die Rolle des Westens in der Ukraine mitzuteilen. Als Putin China besuchte, wurde das Gespräch nach Angaben einer Bürgerrechtsgruppe bei mehreren Tassen Tee fortgesetzt.  
"Sie waren wegen der bunten Revolutionen und der Vorgänge in der Ukraine sehr besorgt," sagte der Manager einer internationalen NGO, die von der National Endowment for Democracy / NED (der Nationalstiftung für Demokratie) mitfinanziert wird und auch schon die Proteste auf dem Maidan in Kiew unterstützt hat. Die chinesische Regierung wirft den Protestierenden vor: "Ihr erhaltet euer Geld aus der gleichen Quelle, damit ihr einen Umsturz in China herbeiführt." 
Die vom Kongress finanzierte NED soll die Demokratie im Ausland fördern und wird schon lange von den chinesischen Behörden mit Argwohn betrachtet. Jetzt sind aber noch weitere US-Organisationen unter Verdacht geraten: die Ford Foundation, das Carter Center und die Asia Foundation.
Natürlich geht es der NED und ihren vielen Ablegern, zu denen auch das International Re- publican Institute und das National Democratic Institute gehören, nicht um die "Förderung der Demokratie"]; die US-Neokonservativen wollen nur ein globales imperialistisches Netzwerk aufbauen, das sie "Zivilgesellschaft" nennen und das sich mit den vielen so genannten "internationalen Institutionen des Westens", die nur den Interessen Washingtons, der Wall Street, Londons und Brüssels dienen, verzahnen soll.

Zu dem skandalösen US-Konzept zur "Förderung der Demokratie" gehören auch die rechtswidrige weltweite Überwachung und die ständig auf der ganzen Welt gegen den Willen der US-Bevölkerung angezettelten Kriege, die alle auf erwiesenen Lügen beruhen; dazu gehört auch die brutale Misshandlung von US-Bürgern durch eine militarisierte Polizei – zum Beispiel in der Stadt Ferguson in Missouri – die das Vorgehen der chinesischen Polizei gegen "Occupy Central" als harmlos erscheinen lässt. Die "Förderung der Demokratie" ist nichts anderes, als ein verdeckt umgesetzter Plan zur Ausweitung des US-Imperialismus auf Kosten der nationalen Souveränität der unterworfenen Staaten und der US-Bevölkerung.

Schon 2011 gab es ähnliche Enthüllungen über die Einmischung der USA in den so ge- nannten "Arabischen Frühling; die New York Times hat damals unter der Überschrift "U.S. Groups Helped Nurture Arab Uprisings" (US-Gruppen haben die arabischen Aufstände mit genährt) berichtet: 
Mehrere Gruppen und Personen, die direkt an Aufständen zur Durchsetzung von Refor- men beteiligt waren – wie die Jugendbewegung des 6. April in Ägypten, das Bahrein Centre for Human Rights  und der Graswurzel-Aktivist und Jugendführer Entsar Kadhim im Jemen – wurden von Gruppierungen wie dem International Republican Institute, dem National Democratic Institute und Freedom House, einer gemeinnützigen, in Washington ansässigen Menschenrechtsorganisation, finanziert und trainiert. 
Zur NED ist in dem Artikel zu lesen: 
Die den Republikanern und den Demokraten nahe stehenden Institute sind natürlich auch diesen Parteien verpflichtet. Sie wurden durch den Kongress geschaffen und wer- den von der National Endowment for Democracy / NED finanziert; diese wurde 1983 gegründet und stellt Gelder für die "Förderung der Demokratie" in Entwicklungsländern zur Verfügung. Die NED wird vom Kongress jährlich mit rund 100 Millionen Dollar aus- gestattet. Freedom House erhält den Großteil seines Geldes von der US-Regierung, vor allem vom US-Außenministerium. 
Der kriegstreiberische Interventionist und US-Senator John McCain hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Vorgänger des chinesischen Präsidenten Xi Jinping bereits 2011 angedroht, dass sich die von den USA inszenierten Unruhen im Mittleren Osten bald auch in den Machtbereich Moskaus und Pekings ausdehnen würden. Im Magazin The Atlantic erschien 2011 ein Artikel mit der Überschrift "The Arab Spring: ‘A Virus That Will Attack Moscow and Beijing’" (Der Arabische Frühling, ein Virus der auch Moskau und Peking befallen wird). Darin steht: 
Er [McCain] sagte: "Vor einem Jahr haben Ben-Ali und Gaddafi ihre Macht verloren. Assad wird im nächsten Jahr stürzen. Dieser Arabische Frühling ist ein Virus, der auch Moskau und Peking angreifen wird." Dann verließ er die Rednertribüne. 
In Anbetracht der offenen Finanzierung nicht nur des "Arabischen Frühlings", sondern auch der Bewegung "Occupy Central" durch die USA und in Anbetracht der Tatsache, dass die bisher von den USA inszenierten Staatsstreiche nur Chaos, Tod, Destabilisierung und Zerstörung gebracht haben, erscheint "Occupy Central" in einem neuen Licht – als ein Mob von Getäuschten, der sich dazu ausnutzen lässt, sein eigenes Haus einzureißen – im Namen der "Demokratie", der von einer heimtückischen, tyrannischen, ausländischen Macht missbraucht wird, um die globalen Interessen ihrer Konzerne und Finanzinstitute durchzusetzen; die fürchten die Konkurrenz und wollen alle Wettbewerber ausschalten. Der globale Hegemon (USA) versucht vor allem die Wiedererstarkung Russlands und den Aufstieg Chinas zur Weltmacht zu verhindern. 

Die rückwärts gewandte Agenda der US-finanzierten Führung von "Central Occupy", die trickreich und schamlos die guten Absichten vieler junger Menschen ausnutzt, stellt in Wirklichkeit eine viel größere Bedrohung für die Insel Hongkong und ihre Bevölkerung dar, als die Peking unterstellte. Hoffentlich durchschauen die Chinesen und die vielen Menschen rund um die Welt, die "Occupy Central" bejubeln, das grausame Spiel, das eine ausländische Macht mit ihnen treibt, bevor sie den Blutzoll bezahlen müssen, den vorher schon die Libyer, die Ägypter, die Syrer, die Ukrainer und viele andere bezahlen mussten und immer noch bezahlen.

Quelle: luftpost-kl.de

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