Freitag, 10. Oktober 2014

Das Kennedy Gerücht um die Execute Order Nummer 11110

In den sozialen Netzwerken kursiert seit langem ein Zitat, das Kennedy angeblich zehn Tage (oder sieben Tage) vor seiner Ermordung in der Columbia Universität gesagt haben soll. Sie lautet: "Das hohe Amt des Präsidenten wurde benutzt, um ein Komplott zur Zerstörung der Freiheit der Amerikaner zu schüren, und ehe ich mein Amt verlasse, muß ich die Bürger über diese unerfreuliche Lage informieren."  Eine andere Version lautet: "Es gibt einen plan in diesem Land, alle Männer, Frauen und Kinder zu versklaven. Bevor ich dieses hohe und ehrenwerte Amt verlasse, werde ich diesen Plan bloßstellen." Was leider von vielen Infokriegern unhinterfragt fleißig geteilt wird. Doch laut dem Autor G. Edward Griffin, war Kennedy niemals in der Columbia Universität, dies wurde auf Anfrage von dieser Universität bestätigt. Vielmehr befand sich Kennedy an diesem Tag im Weißen Haus und hatte andere Termine wahrgenommen.


Wenn wir, die  Aufgewachten, ständig von der Wahrheit reden und den Schlafschafen sie unter die Nase reiben, sollten wir auch damit ankommen und nicht irgendwelche Mythen nachplappern, wenn wir nicht als Spinner diffamiert werden wollen!

Dieser Umstand ändert natürlich nichts an der Tatsache, daß Kennedy in März 1961 in New York vor Pressenutten, die Menschen vor einer "monolithischen Verschwörung" gewarnt hatte. Denn das eine hat nichts mit dem anderen zutun. 

Desweiteren wird empfohlen, die Lektüre Die Kreatur von Jekyll Island, das mit vielen zitierten Passagen aus diversen Büchern und Dokumenten gefüllt ist zu lesen. Die Kreatur von Jekyll Island ist eine hervorragende Forschungsarbeit von G. Edward Griffin, mit vielen Hintergrundinformationen wie Beispielsweise, daß die Demokratische Partei zu Beginn des 19. Jahrhundert Ursprünglich gegründet wurde, um damals einen privaten Zentralbank zu verhindern. Paradoxerweise war es ein Jahrhundert später - nämlich 1913 - der Demokratische Präsident Woodrow Wilson, der den privaten Zentralbank Federal Reserve legitimiert hatte. Diese und viele weitere Hintergrundinformationen kann man aus dem 672 Seiten dicke Buch entnehmen.
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Auszug aus dem Buch "Die Kreatur von Jekyll Island | Die US-Notenbank Federal Reserve" von G. Edward Griffin

Kapitel 26 - Ein realistisches Szenario (S. 631-633)

Das Kennedy Gerücht

Im Jahre 1981 machte das Gerücht die Runde, Präsident Kennedy sei von Agenten einer Geldmafia umgebracht worden, weil er die Durchführungsverordnung 11110 unterzeichnet hatte, die das Finanzministerium anwies, mehr als vier Milliarden US-Banknoten drucken zu lassen. Das ist genau die Art von Geld, über die wir sprechen, nämlich von der Regierung und nicht der Federal Reserve herausgegebenes Papiergeld der Regierung ohne Gold- oder Silberdeckung. Dem Gerücht zufolge waren die Banker wütend, weil sie für dieses Geld keine Zinsen einnehmen konnten. Doch als die Verordnung genauer untersucht wurde, stellte sich heraus, daß es sich dabei um Silberzertifikate gehandelt hatte und nicht um Banknoten. Silberzertifikate werden von silber gedeckt, sie sind also echtes Geld. Das Gerücht war an dieser Stelle einfach falsch. Doch auf diese Zertifikate werden tatsächlich keine Zinsen fällig, so daß hier das Gerücht korrekt war. Jedoch gab es noch einen dritten Punkt, der offensichtlich übersehen wurde. die Durchführungsverordnung wies das Ministerium nicht an, Silberzertifikate auszugeben. Es wurde lediglich ermächtigt dies zu tun, sollte dies nötig sein. Dieser Fall trat niemals ein. Die letzte Ausgabe von Silberzertifikaten geschah 1957, also sechs Jahre vorher, 1987 wurde sie von der Durchführungsverordnung Nummer 126080 aufgehoben, unterschrieben von Präsident Reagan.

Die Regierung ließ einige US-Banknoten 1963 drucken, doch damit reagierte sie auf eine Verordnung des Kongresses aus dem Jahr 1868, welche das Ministerium anwies, eine bestimmte Menge von US-Banknoten einzuhalten. Damit sollten nur abgenutzte oder beschädigte alte Banknoten durch neue ersetzt werden. Einige dieser neuen Noten gelangten tatsächlich in Umlauf, wurden aber rasch von Sammlern aus dem Verkehr gezogen. Sie wurden niemals ein wesentlicher Teil des Geldvorrates und sollten dies auch niemals sein. Die Herstellung war von Kennedy nicht befohlen worden, und tatsächlich gab es nicht einmal einen Grund, weshalb er damit hätte beschäftigt sein sollen.

Die unausrottbaren Gerüchte über die Rolle der Banker bei Kennedys Tod wurden von mehreren Büchern bekräftigt, die in konservativen Kreisen zirkulieren. Sie enthielten eine unheilvolle Passage aus Kennedys Rede in der Columbia Universität, gerade zehn Tage vor seiner Ermordung. Er wird zitiert: "Das hohe Amt des Präsidenten wurde benutzt, um ein Komplott zur Zerstörung der Freiheit der Amerikaner zu schüren, und ehe ich mein Amt verlasse, muß ich die Bürger über diese unerfreuliche Lage informieren."(2) Als man jedoch die Columbia Universität um eine Abschrift der Rede bat, stellte sich heraus, daß Kennedy dort niemals gesprochen hatte..., weder zehn Tage vor seiner Ermordung, noch irgendwann sonst! Der Bibliothekar Ronald Whealan von der Jon Fitzgerald Kennedy Library in Boston steuert folgende Information bei: "Zehn Tage vor der Ermordung war er im Weißen Haus, wo er sich unter anderem mit dem amerikanischen Botschafter in Portugal traf."(3)

Es ist möglich, daß der Präsident die ihm zugeschriebenen Worte an einem anderen Datum vor einer anderen Hörerschaft geäußert hat. Wie dem auch sei, es ist eine rätselhafte Botschaft, die mehrere Deutungen zuläßt. Daß er das Federal Reserve bloßstellen wollte, scheint die unwahrscheinlichste Möglichkeit. Kennedy war ein lebenslanger Sozialist und Internationalist gewesen. Er hatte die London School of Economics der Fabier besucht und bei der Zerstörung amerikanischen Geldvorrates ebenso mitgeholfen wie bei der Übertragung des amerikanischen Wohlstands auf andere Nationen (siehe Kapitel 9). Es gibt eigentlich keinen Grund anzunehmen, er habe plötzlich "das Licht gesehen" und seinen lebenslangen Überzeugungen und Verpflichtungen entsagt.(4)

(2) Lindsay Williams, To Seduce A Nation (Kasilof, Arkansas: Worth Publishing. 1984), S. 26.
(3) Letter to Hollee Haswell, Curator at the Low Memorial Library, Columbia University, 13. Oktober 1987, S. 26.
(4) Mehr Informationen unter realityzone.com

Kommentare:

  1. Es ist doch bekannt, und nachzulesen, das John F. Kennedy die Fed. per Gesetz abschaffen, resp. das Finanzsystem wieder zu verstaatlichen. Oder etwa nicht?

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    1. Das Buch: "Die Kreatur von Jekyll Island | Die US-Notenbank Federal Reserve" von G. Edward Griffin

      Kapitel 26 - Ein realistisches Szenario (S. 631-633)

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