Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rede von Alex Jones am Rande der Bilderberger Konferenz 2013

Weltleitwährung US-Dollar: 100 Jahre Federal Reserve Act

Von Michael Morris
1913 wurde in einer beispiellosen Nacht- und Nebelaktion der Federal Reserve Act erlassen, ein Gesetz, das die Macht über den US-Dollar (der eigentlich dem US-amerikanischen Volk gehören sollte) in die Hände der mächtigsten Privatbankiers der Welt legte. Dadurch kam es zur Gründung einer privaten Zentralbank in den USA, der Federal Reserve Bank, kurz »Fed«genannt. Dadurch wurde das Geld dem Staat entzogen und in private Hände gelegt. Wenn also die USA mehr Geld brauchen – und sie brauchen sehr, sehr viel Geld! − dann müssen sie, dank des Federal Reserve Act, die Fed um dieses Geld bitten und es dann in Form eines Kredits samt Zinsen von ihr leihen!

Es gibt also überhaupt keine US-amerikanische Währung, sondern nur eine Fed-Währung, die nicht nur alle US-Amerikaner verwenden müssen, sondern seit dem Abkommen von Bretton Woods auch der Rest der Welt. Der Federal Reserve Act war und ist eine der größten Gaunereien der Menschheitsgeschichte, und er wird am 23. Dezember 2013 100 Jahre alt! Wenn das kein Grund zum Feiern ist?

Sicher ist, dass der Federal Reserve Act in den USA 1913 von allen 50 Bundesstaaten einzeln hätte genehmigt werden müssen. Fest steht auch, dass dies bis heute nicht geschehen ist. Die Fed besteht aus einem Board von Gouverneuren, zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken und einer Vielzahl von weiteren privaten Mitgliedsbanken und anderen Institutionen. Somit ist sie alles andere als eine »föderale (staatliche) Zentralbank«!

Zwar darf der Präsident der USA offiziell den Notenbankchef der Fed ernennen, da es aber wenig Sinn machen würde, einen Vorsitzenden zu ernennen, dem die Eigentümer der Bank nicht zustimmen würden, bleibt ihm nichts anderes übrig, als jene Person zu ernennen, die ihm die mächtigen Bankiers zuvor (inoffiziell) nahe legen. Derzeit ist das noch Ben Shalom Bernanke, der 2006 Alan Greenspan als US-Notenbankchef beerbte, ab kommendem Jahr soll es Janet Yellen sein, eine Yale-Absolventin, die bereits lange in der Fed tätig war und die beste politische Verbindungen hat. Unter anderem ist sie Mitglied im Council on Foreign Relations (CFR), einem Machtinstrument des Bankenkartells, das (gemeinsam mit dem Round Table, den Bilderbergern, demIWF und der Weltbank) die Geschicke der westlichen Welt nachhaltig beeinflusst, wie ich in meinem ersten Buch ausführlich beschrieben habe.

Die Gründung der Fed war ein Husarenstück, das jedes Hollywood-Drehbuch über dunkle Machenschaften zum Micky-Maus-Heft verkommen lässt, dennoch wurde die wahre Geschichte nie verfilmt. G. Edward Griffin aber schildert den Coup sehr anschaulich in seinem Buch Die Kreatur von Jekyll Island. Diese Intrige wird jedoch nur selten so blumig und literarisch beschrieben wie in seinem Werk. Die meisten Berichte, die sich über die Fed finden, sind entweder trocken und nichtssagend oder sie sind zornig und wütend. Aber woher kommt all die Wut über diese Institution?

Alles begann im November 1910 mit einem geheimen Treffen der westlichen Bankenelite auf der Insel Jekyll Island im Südosten der USA. Dort trafen sich Senator Nelson Aldrich (Teilhaber der J.P. Morgan Bank) und die Direktoren der J.P. Morgan Bank und der City Bank mit den Abgesandten von Kuhn-Loeb, Rockefeller und Rothschild. Ein Hauptakteur dabei war der Deutsche Paul M. Warburg, einflussreicher Spross einer deutschen Bankendynastie, die bis heute Bestand hat. Alle Beteiligten waren unter falschen Namen angereist. Paul M. Warburg prophezeite danach: »Wir werden eine Weltregierung haben, ob wir es wollen oder nicht. Die einzige Frage lautet: ›Wird sie erreicht durch Eroberung oder durch Zustimmung?‹«

Im Jekyll Island Club, einem Clubhaus, das J. P. Morgan auf seinem Landsitz hatte erbauen lassen, führten sieben amerikanische und europäische Spitzenbanker neun Tage lang in völliger Abgeschiedenheit Gespräche darüber, wie sie das internationale Finanzwesen neu ordnen könnten. Es ging um die Frage, wie man die Konkurrenz ausschalten und das Geldwesen völlig in die Hände der Großbanken bringen konnte. Es galt, Regierungen und Monarchen zu stürzen und das Geldwesen aller westlichen Staaten in die eigenen Hände zu bekommen. 1910 gab es in den USA mehr als 20 000 Kleinbanken, vor allem im Süden und Westen des Landes, die den Mogulen in New York City die Suppe versalzten. Sie sollten vernichtet werden – und das wurden sie!

Man erdachte ein Gesetz, das dem US-amerikanischen Staat die Hoheit über das Geld entzog und in die eigenen Hände legte, den Federal Reserve Act. Da sich jedoch nicht genügend Abgeordnete fanden, die den Wahnsinn unterstützten, und da sich Präsident William Howard Taft den Bankern widersetzte, musste man einen eigenen Mann als Chef ins Weiße Haus setzen. Bei der nächsten Wahl finanzierten die Banker Woodrow Wilsons Wahlkampf. Es ist wenig überraschend, dass er gewann und im Frühjahr 1913 ins Amt vereidigt wurde.

Wilson hatte in seiner Präsidentschaftskampagne gegen das Bankenkartell und sein Schuldgeldsystem gewettert und offenbar nicht bemerkt, dass er genau davon finanziert wurde und sie ihn in der Hand hatten. 1913 erschien eine Sammlung seiner Wahlkampfreden unter dem Titel »The New Freedom«:
»Eine große industrielle Nation wird von ihrem Kreditwesen kontrolliert. Unser Kreditwesen ist vereinigt. Daher sind das Wachstum unserer Nation und alle unsere Tätigkeiten in den Händen einiger weniger. Wir sind eine der am schlechtesten regierten, meistkontrollierten und -beherrschten Regierungen der zivilisierten Welt. Nicht länger eine Regierung der freien Meinung, nicht länger eine Regierung der Überzeugung oder des Mehrheitsentscheids, sondern eine Regierung der Ansichten und Nötigungen einer kleinen Gruppe herrschender Männer.«
Er hatte das Problem erkannt, aber er war dazu verdammt, es noch wesentlich zu verschlimmern. Am 23. Dezember 1913, als fast alle Abgeordneten bereits in den Weihnachtsferien waren und es keinen Widerspruch geben konnte, verabschiedete Wilson, der 28. Präsident der Vereinigten Staaten − gegen seinen eigenen Willen − ein Gesetz, das sein Volk endgültig zu Sklaven der Bankenelite machte. Zusätzlich wurde dem Volk in der Vorweihnachtspause noch etwas anderes aufgezwungen, das die Amerikaner bis dahin nicht kannten: die Einkommensteuer!

1913 war die Stimmung in Europa sehr aufgeheizt. Veränderung lag in der Luft. Der europäische Teil des Bankenkartells heizte diese Stimmung noch weiter an und stellte mehreren Herrschern gleichzeitig große Mengen Geldes zur Verfügung, was einen großen Krieg ermöglichte. Aus ihm entstanden Leid, Elend, Hunger, Zerstörung und eine Neuordnung der Landkarte. Aber auch Börsenbooms und -crashs, Hyperinflationen, neue Währungen und neue private Zentralbanken. Die Bevölkerungen waren wütend, was Raum schuf für Diktatoren und für einen zweiten großen Krieg, den wieder dieselben Banken finanzierten. Der Goldstandard wurde mit dem Ersten Weltkrieg abgeschafft, was den Weg freigab zur unbegrenzten Ausweitung der Geldmengen und zur grenzenlosen Verschuldung von Staaten, Kommunen und privaten Haushalten. Bis heute steuern sie so die Finanzmärkte, über Zinspolitik, Inflation, Börsen- und Immobilienbooms und anschließende Zusammenbrüche. Sie vergeben irrwitzige Kredite, schaffen Schuldenberge, die von vornherein uneinbringbar sind, mit dem Wissen, dass sie die Politik steuern. Wenn ihre Bilanzen nicht mehr geschönt werden können, dann zwingen die so genannten »systemrelevanten Banken« die Politik, diese Fehlbeträge mit Steuergeldern auszugleichen, während kleine Banken pleite gehen und von den großen geschluckt werden.

Wir alle, Staaten, Kommunen, Betriebe, Privathaushalte, haben Schulden bei einigen wenigen Bankiersfamilien – ob uns das bewusst ist oder nicht. Nahezu alle Banken dieser Welt gehören über komplizierte Verschachtelungen den Nachkommen der Jekyll-Island-Gang. Daher tanzen wir alle nach deren Pfeife – so lange, bis wir aufwachen und etwas verändern! Wir denken, wir wären frei, dabei sind wir Sklaven eines privaten Währungssystems! Es gibt da übrigens wenig Unterschied zwischen der Fed und der EZB, die den einzelnen staatlichen Notenbanken gehört, die zum größten Teil privat, ansonsten mit Personal der großen Privatbanken besetzt sind.

Etwa die Hälfte all dessen, was wir alle erwirtschaften, geht drauf für Zinsen. Diese Zinsen sind in allen Produkten enthalten. Sie entstehen durch die Kredite, über die sich die meisten Betriebe finanzieren – etwa um neue Maschinen oder Rohstoffe einzukaufen. Im Miet- ebenso wie im Kaufpreis einer Wohnung sind etwa 80 Prozent Zinsen enthalten. Das bedeutet, dass der eigentliche Wert einer Immobilie nur 20 Prozent des Kaufpreises beträgt. Die anderen 80 Prozent sind eine versteckte Abgabe an die Banken und deren Besitzer. Wir arbeiten gut die Hälfte unseres Lebens für Zinszahlungen, die in den Produkten enthalten sind, die wir konsumieren!

Die Wahrheit über die Fed, die am 23. Dezember 2013 100 Jahre alt wird, steht der Weltöffentlichkeit ausgiebig zur Verfügung. Bücher zahlreiche Internetseiten und Dokumentationen informieren darüber, dennoch wird sie weder an Schulen, noch an Universitäten gelehrt. Bis heute wird offiziell so getan, als ob der Präsident der USA der mächtigste Mann auf Erden wäre und über den US-Dollar bestimmen könne. Bis heute wird öffentlich nie darüber gesprochen, dass mehrere US-Präsidenten, die sich dem Bankenkartell widersetzten, eines überraschenden,  unnatürlichen Todes starben.

Das berühmteste Beispiel ist wohl John F. Kennedy, der eine Alternative zum privaten Schuldgeld derFed suchte und deshalb am 4. Juni 1963 fast unbemerkt einen Präsidentenerlass (Executive Order 11110) unterschrieb. Sein Ziel war die Ausgabe von Banknoten, die durch die Silberreserven des US-Schatzamtes gedeckt waren. Kennedy hatte begriffen, was Politiker weltweit ignorierten: nämlich dass sie nichts als Marionetten einiger Banker waren. Vier Milliarden dieser zins- und schuldenfreien Banknoten, »Kennedy-Dollar« genannt, wurden in Umlauf gebracht. Dann, am 22. November 1963, wurde John Fitzgerald Kennedy ermordet. Ein Bauernopfer wurde gefunden, die Kennedy-Dollar wurden wieder eingezogen, und kein Präsident wagte es je wieder, sich dem Bankenkartell zu widersetzen. Wie sagte doch Mayer Amschel Rothschild (1744-1812) so treffend: »Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht!«
Doch 100 Jahre sollten und könnten genug sein – nicht nur meiner eigenen bescheidenen Meinung nach. Die Macht der Fed scheint zu bröckeln. Immer mehr Menschen erkennen die Wahrheit hinter der Charade und gehen dagegen vor. Dazu kommt, dass der Schuldenstand der USA (und zahlreicher europäischer Staaten) bei den Bankiers so groß ist, dass künftig nicht einmal mehr die Zinsen getilgt werden können, die Kreditsumme ohnehin nicht. Wir haben das Ende eines großen Schuldgeldzyklus(boom and bust circle) erreicht. Man müsste also demnächst wieder alles zusammenbrechen lassen, um wieder alles von neuem aufbauen zu können. Man müsste die Menschen unter Schock setzen, um ihnen danach wieder ein wenig Hoffnung anzubieten, damit sie wieder Mut schöpfen, neue Schulden machen und sich wieder zum Wohle der Banken abrackern.

Doch dieses Mal ist die Situation eine andere, denn China braucht den Westen und einen funktionierenden Absatzmarkt, um weiter sein Niveau halten zu können. Eben erst hatten die USA erneut die selbst auferlegte Schuldenobergrenze erreicht, was beinahe zu einer faktischen Zahlungsunfähigkeit geführt hätte und der Welt erneut vor Augen führte, in welch schlechtem Zustand sich die US-Regierung und die US-Wirtschaft befinden. Immer lauter fordern China und Russland das Ende des Fed-Dollars als Weltleitwährung, was für die Banker einen gehörigen Machtverlust bedeuten würde. Derzeit wird – dank des Abkommens von Bretton Woods − der größte Teil des Welthandels in Dollar abgewickelt, und mehr als 60 Prozent der weltweiten Devisenreserven werden in Dollar gehalten. Dies verschafft den USA, die nur noch vom Konsum leben und fast nichts Sinnvolles mehr herstellen, einen erheblichen Vorteil gegenüber allen anderen Nationen, und immer mehr von ihnen haben die Nase voll. Sie wollen nicht länger für wertlose US-Schuldscheine (Staatsanleihen) arbeiten.

Das Abkommen von Bretton Woods war neben der Gründung der privaten Fed der größte Betrug, die größte Lüge der globalen Wirtschaftsgeschichte. Damit versklavte das amerikanische Bankenkartell mit einem simplen Trick nach den USA auch noch den Rest der Welt. Da die Alliierten USA, Großbritannien, Frankreich und Russland sich bereits 1944 als Sieger des Zweiten Weltkriegs wähnten, luden sie die Vertreter 40 weiterer Staaten ein, gemeinsam die Welt neu zu ordnen – natürlich nach den Vorstellungen der Banker, die beide großen Kriege finanziert und somit auch deren Ausgang beeinflusst hatten.

Vom 1. bis 23. Juli 1944 traf man sich also in Bretton Woods, einem Stadtteil der beschaulichen Kleinstadt Carroll in New Hampshire. Pro forma gab es einen internen Machtkampf zwischen Großbritannien und den USA um die Vorherrschaft der Neuen Welt. Die europäischen Banken um Rothschild und Warburg und die US-Banken um Rockefeller und Morgan hatten sich aber in Wahrheit ja bereits 1910 geeinigt. Man legte für die einzelnen nationalen Währungen fixe Wechselkurse fest. Das bedeutete, egal wie sehr die Wirtschaft eines bestimmten Landes in Zukunft auch wachsen würde, wie sehr sich dessen Bewohner auch anstrengen würden, ihre Währung würde international nicht mehr wert werden. Der Wechselkurs, der am 22. Juli 1944 festgesetzt wurde, sollte für immer gelten. Es gab aber immer noch einige störrische Nationen, die dem Dollar nicht vertrauten und die nicht ganz auf Gold als Regulativ verzichten wollten. Sie wollten gerne wieder zu einem Goldstandard zurückkehren, den sie für den Ersten Weltkrieg aufgegeben hatten. Also sicherte man den Teilnehmern der Konferenz zu, dass der Fed-Dollar durch die üppigen Goldreserven der USA gedeckt würde und jeder seine Dollar jederzeit gegen Gold eintauschen konnte.

Fortan musste jedes Land Fed-Dollar kaufen, wenn es handeln wollte, und bekam Fed-Dollar zurück, wenn es verkaufte. Alle wichtigen Rohstoffe mussten ab diesem Zeitpunkt in Dollar bezahlt werden, egal wo der Handel stattfand. Deswegen wird der Preis für Gold, Silber oder Öl bis heute in Dollar angegeben. Damit war der Dollar im Grunde die Weltwährung. Zur Durchsetzung und Überwachung des Abkommens wurden die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) und das CFR geschaffen. Diese Kontrolle war jedoch sehr einseitig, denn es wurde nur sichergestellt, dass sich alle anderen an den Vertrag hielten. Die USA (oder die Fed) selbst brachen den Vertrag 1971, indem sie sich weigerten, weiterhin Dollar gegen Gold zu tauschen. Danach wurden die Wechselkurse wieder frei gegeben, Rohstoffe mussten jedoch weiter in Fed-Dollar gehandelt werden – dafür sorgten nicht nur der IWF und die Weltbank, sondern auch das US-Militär.

Gegen Nationen, die versuchten, sich gegen den Fed-Dollar aufzulehnen, gingen die USA mit allen Mitteln vor – wenn nötig, auch militärisch. Aber immer mehr Länder begehren heute gegen die Fed auf. Das Zünglein an der Waage wird letztlich das Verhalten Chinas in der Angelegenheit sein. Die Chinesen – größter Gläubiger der USA − halten angeblich 3,4 Billionen US-Dollar an Devisenreserven. Würden sie diese auf einmal auf den Markt werfen, dann wäre der Dollar innerhalb weniger Minuten Geschichte, gleichzeitig würden sie aber auch selbst sehr viel dabeiverlieren. Deshalb müssen sie das Ende des Fed-Dollars langsam und sehr geschickt einläuten. Seit drei Jahren kauft China alles Gold auf, das man auf dem Weltmarkt bekommen kann, außerdem kaufen sie rund um die Welt Firmen und Immobilien, um für ihre im Grunde wertlosen US-Staatsanleihen echte Gegenwerte zu schaffen. Seit Juni 2013 werden riesige Mengen US-Staatsanleihen (Devisenreserven) auf den Markt geworfen, was die Fed immer weiter unter Druck setzt.

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Fed-Dollar als Weltwährung ausgedient hat. Es ist schwer zu sagen, ob es dem westlichen Bankenkartell gelingen wird, seinen Traum von der bargeldlosen Weltwährung, und somit von der absoluten Weltherrschaft, zu verwirklichen oder ob sich China, Russland und die Schwellenländer mit einer neuen Weltwährung und einem völlig neuen Währungssystem – vielleicht wieder durch Gold gedeckt − durchsetzen werden. Es steht jedoch fest, dass immer mehr Menschen rund um den Globus aufwachen und sich der Tyrannei einer kleinen, selbst ernannten Geldelite widersetzen. Es gibt viele neue Initiativen und Bestrebungen, unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft transparenter, ehrlicher und gerechter zu machen, und jeder von uns kann zu einem globalen Wandel beitragen und eine dieser Initiativen unterstützen. Es zeigen sich viele deutliche Parallelen zwischen den Jahren 1913 und 2013, etwa die Ausweitung der Geldmenge und ein Hoch an den Börsen, der Kampf der Banken gegen das Gold, Wirtschaftswachstum bei steigender Armut und zunehmende Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Veränderung lag damals wie heute in der Luft. Sie ist zum Greifen nahe. Ich hoffe, dass die Veränderung diesmal ohne großen Krieg stattfinden wird!

Die Fed wird 100. Das reicht! Man sollte immer wissen, wann Schluss ist!

Montag, 28. Oktober 2013

Kriegsverbrecher mit Friedensnobelpreis - Der Fall Henry Kissinger


Zwölf Jahre lang leitete der mit allen diplomatischen Wassern gewaschene Kissinger die Geschicke der amerikanischen Außenpolitik. Doch der Journalist Christopher Hitchens fordert, ihn als Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen. Gleichzeitig versucht eine Gruppe von Juristen, den Fall Kissinger vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu bringen. 

Der Film erläutert die Vorwürfe Hitchens gegen Kissinger anhand reichhaltigen Archivmaterials aus Vietnam, Kambodscha, Chile und Osttimor, das zum Teil spektakuläre neue Beweise für die Verantwortung eines Mannes für eine ganze Reihe illegaler Machenschaften und Menschenrechtsverletzungen erbringt. Und der Film zeigt den geistreichen Kämpfer Kissinger -- nach wie vor graue Eminenz der amerikanischen Außenpolitik -, wie er mit prominenten Gästen auf Galaempfängen scherzt und sich mit dem UNO-Generalsekretär Kofi Annan über Moral unterhält.

Dokumentation - Der Fall Henry Kissinger:



Sonntag, 27. Oktober 2013

Info-TV TimeToDo vom 25.10.2013: NSA, FEMA, NWO - Wohin soll das führen?


timetodo.ch, ist die Informations-Plattform zur gleichnamigen TV-Sendung. Sendezeit ist Montag bis Freitag von 20.00 bis 21.00 Uhr live im TV auf dem Schweizer Privatsender Schweiz 5 und Internet Stream.

Thema der Sendung: Ist die Verschwörungstheorie NWO immer noch eine Theorie, oder hat uns die Realität eingeholt. Lager für 14. Mio. Menschen, Millionen Plastiksärge und Gesetze die sich über alle Menschenrechte hinwegsetzen. Wo sind die ganzen Organisationen - UNO, Unicef, Amnesty Int. - und andere. Wissen die das nicht?

1988: Eine wissenschaftliche Sensation - Der Schleier wird gelüftet


Ausgestrahlt am 5.10.1992, um 21.00 in der ARD Sendung "Report"
Südwestfunk Baden-Baden 
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Europapatent EP 0351 357 A1 

Anmelder: CIBA-GEIGY AG, Klybeckstr. 141 CH - 4002 Basel 

Erfinder: Dr. Guido Ebner, Bergstr. 5 CH - 5268 Eiken 
Heinz Schürch, Hörnliallee 135, CH - 4125 Riehen 

Anmeldetag: 15.06.1989

Musik: Abyss feat. Pase Stoned - Mach die Augen Auf

Wie die Lügen des "Nazijäger" Simon Wiesenthal aufflogen - Das Ende einer Legende


Er war ein weltbekannte Nazijäger: Simon Wiesenthal. Doch seinen Ruhm baute er auf Lügen auf, wie Panorama 1996 aufdeckte. Als Panorama 1996 den Mythos des weltbekanntesten Nazijägers Simon Wiesenthal entzauberte, brach in Deutschland eine Welle der Empörung los. Nicht gegen Simon Wiesenthal, der seinen Ruhm auf einer Lüge aufgebaut hatte ("Wie ich Eichmann suchte und fand"), sondern gegen Panorama, dass den Säulenheiligen Nummer eins im deutschsprachigen Raum entthront hatte. 

Auch die weiteren von Panorama aufgedeckten Märchen Wiesenthals konnte niemand widerlegen, trotzdem empörten sich über 100 Artikelschreiber damals abgrundtief über diese Art der vermeintlichen Gotteslästerung. In Ländern, wo seit dem Holocaust mehr Naziopfer als in Deutschland leben - etwa in Israel oder den USA -, blieb es schon damals merkwürdig ruhig. Denn die vielen Mogeleien des Simon Wiesenthal waren dort schon damals nicht ganz so geheim. Nun ist eine neue Wiesenthal-Biografie erschienen: "Simon Wiesenthal. Die Biografie" von Tom Segev. Dort wird Wiesenthal ganz selbstverständlich eine schädliche "Neigung zu Phantastereien" attestiert. "Der Spiegel" etwa beschreibt Wiesenthals Aufspüren des Nazis Anton Burger jetzt so: "Ein Irrtum. Ein glücklicher Beifang. Der Tippgeber Simon Wiesenthal feierte den Zufallstreffer kurz nach Kriegsende: Natürlich sei er dabei gewesen, malte Wiesenthal aus (..). Aufhebens um sich und seine Erfolge zu machen war die Masche des Nazi-Jägers, der darob weltberühmt wurde." 

Sicher hat Wiesenthal auch Verdienste erlangt - er hielt das Thema "Fahndung nach NS-Verbrechern" im deutschsprachigen Raum im Gespräch, als alle anderen vergessen wollten. Und selbst seine Märchen sind nur seine Schuld. Wiesenthal: das war in Deutschland der Rächer Nummer eins - ein einzelner Mensch, der die Mörder von über 20 Millionen Menschen suchen und bestrafen sollte. Wiesenthal war also auch eine Projektion dieser geschichtsblinden Öffentlichkeit, in diesem Sinne seiner eigenen Lügen und Märchen vermindert schuldig - die (deutschsprachige) Welt wollte es so. 

Politiker, die viel mehr im eigenen Umfeld zur Entnazifizierung hätten tun können wie etwa Helmut Kohl (NS-Politiker in CDU) , Kurt Waldheim (persönlich verstrickt), selbst Ronald Reagan (SS-Gräber Bitburg), sie erledigten ihr antifaschistisches Engagement mit ihrer Nibelungentreue zu Wiesenthal. Wiesenthal: Das war für viele jemand, der zu Unrecht nie den Nobelpreis bekommen hat. Ein israelisches Memorandum befand hingegen, er sei ein "renommeesüchtiger Schreihals, der nicht selten Dinge behauptet, die er hinterher nicht beweisen kann". "Der Spiegel" rehabilitiert nun den Panorama-Beitrag: "Der Chef der Sonderermittler gegen Nazi-Verbrecher im US-Justizministerium, Eli Rosenbaum, urteilte 1996 im deutschen Fernsehen über Wiesenthal: 'unbegabt, egomanisch, verbreitet unzutreffende Informationen, eine tragische Gestalt'."

ARD-Panorama Sendung vom 8. Februar 1996:

Samstag, 26. Oktober 2013

Wahrheiten von Muammar al Gaddafi: 2008 - Gipfeltreffen der Arabischen Liga in Damaskus


Wahrheiten von Oberst Muammar al Gaddafi, 2008 vor der Arabischen Liga in Damaskus/Syrien.

Mit deutschen und englischen Untertitel:

Mit westlicher Unterstützung: Al Qaida-Terroristen in Syrien morden alawitische Zivilisten - wegen ihres Glaubens!


Der Westen gibt vor, den islamistischen (wahabitisch-salafistische) Terrorismus, sprich Al Qaida zu bekämpfen. Dabei machen sie genau das Gegenteil. Über ihre Vasallen Türkei, Saudi Arabien, Katar usw. fördern sie den Terrorismus in Syrien und behaupten stets die Lüge, über ihre Propagandamedien, es seien "Rebellen" die für "Demokratie" kämpfen würden.

Das ist die Demokratie des Westens!


Al Qaida- Al Nusra-Terroristen richten drei Zivilisten hin, weil sie der alawitischen Glaubensrichtung angehören: 



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FSA-Al Nusra (Al Qaida) Terroristen in Syrien töten 12 Zivilisten wegen ihrer Religion

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Die vom Westen gegen Syrien eingesetzten, salafistisch-faschistischen Todesschwadronen exekutieren 12 Zivilisten, weil sie eine andere Religion haben.  

Journalistin packt aus: Westliche Medien betreiben Propaganda


CNN Kriegspropaganda - Journalistin Amber Lyon packt aus.

Syrien: Al-Qaida Terroristen richten öffentlich Alawiten hin


Eine salafistische Al-Qaida Terrorgruppe mit der Bezeichnung "Islamischer Staat im Irak und der Levante" ermordet drei Alawiten (Schiiten), als Racheaktion für die Niederlage der FSA-Terroristen in Homs und Banyas.

2012 - NATO Gipfeltreffen in Chicago: US Soldaten werfen ihre Orden weg!


Beim Nato Gipfeltreffen am 21.05.2012 in Chicago, findet draußen eine Demonstration statt, wo Ex US-Soldaten ihre Auszeichnungen wegwerfen und Reue für den Kriegseinsatz in Irak und Afghanistan zeigen.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Michael Jackson warnte uns vor Medienmanipulation und Geschichtslügen


Michael Jackson warnte vor mächtigen, elitären Verschwörern, die uns - nicht nur - über die Massenmedien (TV, Presse, Rundfunk, Hollywoodkino) manipulieren und belügen, sondern daß die Geschichte, so wie sie in den Geschichtsbüchern steht, auch gelogen und manipuliert ist!

Vermutlich wurde Er deshalb gestorben!

RIP Michael Jackson und danke für das Aussprechen der Wahrheit.

Montag, 14. Oktober 2013

2002 - "US Vizepräsident" Dick Cheney trifft seinen Boss: Zombie Rockefeller


Wenn der "Zweitmächtigste Mann der Welt" Dick Cheney, seinen Chef, den Menschheitsverbrecher Zombie (John D.) Rockefeller trifft...!

Frankreichs Ex-Außenminister Roland Dumas: Krieg gegen Syrien bereits zwei Jahre vor dem "Arabischen Frühling" geplant!



Der ehemalige französische Außenminister Roland Dumas hat in der TV-Sendung „ça vous regarde" („es betrifft Sie") auf LCP (dem Parlamentssender) am 10. Juni 2013 gesagt, er sei bereits zwei Jahre vor dem „Arabischen Frühling", also 2009, von hohen britischen Regierungsbeamten umworben worden, an der Vorbereitung eines Krieges gegen Syrien, im Interesse Israels mitzumachen. Zitat Dumas: 
„Ich sage Ihnen jetzt etwas. Zwei Jahre vor dem Ausbruch der Gewalttätigkeiten in Syrien war ich in England. Ich traf dort hochrangige Regierungsvertreter, die mir offenbarten, dass sie gerade etwas gegen Syrien vorbereiteten ... Es wurde dort eine Invasion von Rebellen in Syrien organisiert. Sie haben mich sogar gefragt, obwohl ich kein Außenminister mehr war, ob ich nicht an diesem Projekt mitarbeiten möchte. Natürlich habe ich abgelehnt. Ich sagte, dass ich Franzose sei, dass mich so etwas nicht interessiere. Der Krieg gegen Syrien geschieht im Auftrag Israels. Diese Operation reicht lange zurück. Der Angriff auf Syrien wurde vorbereitet und vorausgeplant. Man muss wissen, dass Syrien eine sehr anti-israelische Politik verfolgt. Da passt es ins Bild, dass Israel kontrolliert, was sich in der Region tut. Ich weiß das von einem ehemaligen israelischen Premierminister, der mir sagte: Wir versuchen mit unseren Nachbarn auszukommen, aber jene, die nicht mit unserer Politik übereinstimmen, vernichten wir." 

Obwohl Dumas sehr vorsichtig war, um keine Zusammenhänge mit Frankreich herzustellen was die Planung des Krieges mit Syrien angeht, macht seine Aussage deutlich, dass britische Regierungsbeamte alles unternahmen, mit französischen Regierungsmitgliedern dahingehend in Kontakt zu treten. Wie weit dies gelungen ist, kann man anhand der Intensität, mit der sich die französische Regierung für die militärische Vernichtung Syriens einsetzt, nur erahnen. Bestätigt werden jetzt allerdings all jene, die intuitiv spürten, dass die Gewaltausbrüche in Syrien seit 2011 systematisch im Ausland geplant und organisiert wurden." 

youtube.com/watch?v=SzJxH5i3pVc&feature=youtube_gdata_player

Freitag, 4. Oktober 2013

Israels Regierungschef hetzt gegen Iran und droht mit militärischem Alleingang


Von Knut Mellenthin 

Israel setzt seine Kampagne gegen einen politischen Dialog zwischen den USA und Iran fort. Nachdem Premier Benjamin Netanjahu am Dienstag vor der UN-Vollversammlung in New York gesprochen hatte, war er am Mittwoch und Donnerstag mit einem Trommelfeuer von Interviews bei allen bedeutenden US-amerikanischen Fernsehsendern präsent. Eingeleitet hatte Netanjahu diese bestens organisierte PR-Aktion am Mittwochmorgen mit einer Besprechung, zu der er die Präsidenten und Direktoren der führenden Medienunternehmen der USA eingeladen hatte. 

Neben den altbekannten Vorwürfen leistete sich der israelische Regierungschef am Mittwoch einen sogar für seine Verhältnisse außergewöhnlichen Eklat, indem er im Fernsehsender NBC die Religionsgemeinschaft der iranischen Schiiten als »messianischen, apokalyptischen, radikalen Kult« beschimpfte, der »wild in seinen Ambitionen und seiner Aggressivität« sei. Er verglich den Iran mit einem schwer angeschlagenen Boxer, »der in den Seilen hängt« und dem man jetzt durch eine Steigerung der Sanktionen pausenlos weiter zusetzen müsse. Netanjahu war mit dem pathetischen Gestus eines Erweckungspredigers nach New York gekommen, der als einziger bereit sei, einer begriffsstutzigen und vergeßlichen Welt »die Wahrheit« zu sagen. Was er der Vollversammlung am Dienstag vortrug, waren allerdings keine Fakten, sondern eine Ansammlung von Behauptungen, die entweder unbewiesen oder definitiv falsch waren. Da durfte die Lüge nicht fehlen, daß der Iran »Israel von der Landkarte fegen« wolle und nicht etwa nur den Libanon destabilisiere, sondern auch Bahrain und sogar den Jemen sowie »viele andere Länder des Nahen Ostens«. 

Der Vorwurf war selbstverständlich politisch gezielt. Gleichzeitig rühmte Netanjahu nämlich die immer wärmeren Beziehungen zwischen seinem Land und »vielen unserer arabischen Nachbarn«. Die hätten »endlich erkannt, daß Israel nicht ihr Feind ist«. Gemeint waren damit die autoritär und repressiv regierten Monarchien der arabischen Halbinsel, also die Länder, aus denen Waffen und Geld an fundamentalistische Terroristen strömen, die nicht nur in Syrien, sondern auch im Irak, in Pakistan und im Libanon gegen die Schiiten und andere nicht-sunnitische Minderheiten des Islam kämpfen. Jene Staaten also, die schon in den 1980er Jahren den Krieg des damaligen irakischen Regimes gegen den Iran in jeder Weise unterstützt hatten. Israelische Medien berichten in diesem Zusammenhang, daß es in den letzten Wochen »eine ganze Reihe von Treffen« israelischer Politiker »mit prominenten Persönlichkeiten aus mehreren Golfstaaten und anderen arabischen Ländern« gegeben habe, um eine Allianz gegen den Iran zu schmieden. Netanjahu habe diese Kontakte, unter denen auch der Geheimbesuch eines »hochrangigen Regierungspolitikers« aus einem nicht genannten arabischen Land gewesen sei, zur Chefsache erklärt. 

Über seine eigenen militärischen Pläne äußerte sich Netanjahu in der UN-Rede nur äußerst knapp: Israel behalte sich gegen Iran sein »Recht auf Selbstverteidigung« vor – gemeint ist ein Angriffskrieg. Israel werde diesen nötigenfalls auch im Alleingang führen – und damit zugleich »auch viele, viele andere verteidigen«. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif kommentierte diese Rede, indem er Netanjahu als gewohnheitsmäßigen Lügner bezeichnete. »Die letzten 26 Jahre lang hat Israel erzählt, daß Iran in sechs Monaten Atomwaffen haben wird. Die Fortsetzung dieses Spiels gründet auf Lügen, Betrug und Hetze.« Netanjahu sei »das am meisten isolierte Individuum« innerhalb der Vereinten Nationen. Das iranische Parlament hat sich derweil hinter die im Land nicht unumstrittene Versöhnungspolitik von Präsident Hassan Rohani gegenüber den USA gestellt. 230 von insgesamt 290 Abgeordneten unterschrieben am Dienstag eine entsprechende Stellungnahme, nachdem Rohani dem Plenum zuvor Bericht erstattet hatte.

Quelle: jungewelt.de/2013/10-04/035.php

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Al-Qaida droht Türkei

Islamistische Terrorgruppe aus Syrien bekennt sich zu Anschlag in Grenzstadt Reyhanli. Ultimatum an Regierung in Ankara, von der sie eigentlich unterstützt wird
Von Nick Brauns
Rund fünf Monate nach zwei Autobombenanschlägen in der türkisch-syrischen Grenzstadt Reyhanli, bei denen über 50 Menschen getötet worden waren, hat sich die zu Al-Qaida gehörende Gruppe »Islamischer Staat im Irak und Syrien« (ISIS) dazu bekannt. Das berichtete die Zeitung Zaman am Dienstag. Die türkische Regierung hatte nach den Anschlägen vom 11. Mai türkische Linksradikale und den syrischen Geheimdienst für den Terrorakt verantwortlich gemacht. Dokumente des Nachrichtendienstes der Militärpolizei, die von der linksradikalen Internetaktivistengruppe Red Hack veröffentlicht wurde, zeigten bereits damals, daß türkische Behörden von der Vorbereitung der Anschläge durch Al-Qaida in Syrien informiert waren (siehe jW vom 25. Mai und 26. August). Mit den dem syrischen Geheimdienst angelasteten Anschlägen im Vorfeld eines Treffens des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan mit US-Präsident Barak Obama sollte offenbar Stimmung für eine NATO-Militärintervention in Syrien geschaffen werden. 

ISIS droht nun mit Anschlägen in Istanbul und Ankara, sollte die türkische Regierung die von ihren Kämpfern besetzten syrisch-türkischen Grenzübergänge bei den Städten Kilis und Cilvegözü nicht bis zum 7. Oktober wieder öffnen. Am Dienstag abend hatte die Polizei in Bursa sechs Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, die Türkei als Umschlagplatz für Al-Qaida-Kämpfer aus Syrien und Afghanistan zu nutzen. Möglicherweise hängen die jüngsten Spannungen zwischen der islamisch-konservative AKP-Regierung und den dschihadistischen Aufständischen mit der Distanzierung von 13 syrischen Rebellengruppen von der vom Westen unterstützten syrischen Auslandsopposition zusammen. Die Al-Qaida-Verbände und Einheiten der »Freien Syrischen Armee« hatten vergangene Woche erklärt, für einen islamischen Staat in Syrien zu kämpfen. 

Bislang hatte die AKP die in Syrien kämpfenden Al-Qaida-Ableger ISIS und Al-Nusra-Front allerdings im Kampf gegen die unter Führung der Partei der Demokratischen Einheit (PYD) geschaffenen kurdischen Selbstverwaltungsstrukturen in Nordostsyrien unterstützt. Ende September veröffentlichte die prokurdische Tageszeitung Özgür Gündem einen ihr zugespielten Brief des türkischen Innenministers Muammer Güler an den Provinzgouverneur von Hatay, der wohl auch an die Gouverneure der Grenzprovinzen Mardin, Urfa und Antep ging. In dem Schreiben vom 15. März wies Güler die Behörden an, die aus verschiedenen Ländern stammenden und unter Kontrolle des Geheimdienstes MIT stehenden Al-Nusra-Kämpfer logistisch durch die Bereitstellung von Wohn- und Trainingsmöglichkeiten zu unterstützen. Die Kämpfer sollten in Gebäuden des staatlichen Religionsamtes und vom Geheimdienst ausgewählten Wohnheimen untergebracht werden. 

Die Türkei »unterstützt die Al-Nusra-Mudschaheddin gegen die PYD im Einklang mit ihren regionalen Interessen«, heißt es in dem Schreiben. Wie die kurdische Agentur Firat kürzlich meldete, dient das Gebäude des Landwirtschaftsamts in der Stadt Ceylanpinar in der Provinz Urfa als Stützpunkt der Al-Nusra-Front, die von dort aus Angriffe auf die von der PYD kontrollierte syrisch-kurdischen Stadt Serekaniye starten. Auch in den vergangenen Tagen kam es an mehreren Punkten der kurdischen Siedlungsgebiete in Nordostsyrien zu schweren Gefechten zwischen ISIS-Kämpfern und kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG, die mehrere Dörfer von den Dschihadisten befreien konnten. Auf kurdischer Seite waren dabei einige erbeutete Panzer im Einsatz. Die zum Schutz der Bevölkerung gebildeten YPG, denen mittlerweile bis zu 20000 Kämpfer angehören sollen, umfassen neben Kurden inzwischen auch arabische Syrier und Angehörige der christlichen Minderheiten der Region. Zudem wurden eigenständige Frauenbataillone organisiert.

Quelle: jungewelt.de/2013/10-04/055.php

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