Sonntag, 29. September 2013

Algerische Imame organisieren sich gegen den wahhabitischen Salafismus aus Saudi Arabien

Viele algerische Imame mobilisieren sich gegen das, was sie als "gefährlicher Einfluss des wahhabitischen Salafismuses auf Moscheen" in Algerien bezeichnen. Nach mehreren Marathonsitzungen, die in den letzten Tagen stattfanden, konnten sie sich auf die letzten Vorbereitungen für die Einrichtung einer neuen nationalen Koordinierungsvereinigung der Imame (CNI) einigen, deren primäre Aufgabe ist es, "die algerischen Moscheen von dem salafistischen Oktopus und seinen Tentakeln auf die Gesellschaft zu reinigen", gab eine Quelle nahe bei der dieser Imambewegung bekannt.
Diese Koordinierungsvereinigung wird am kommenden Sonntag, den 17. März gegründet. Die Initiative wird von dem bedeutenden algerischen Sheikh Djelloul Hadjimi, der aktuelle Imam von Telemly in Algier geleitet, der seit vielen Jahren den Kampf gegen den Vormarsch des "wahhabitischen Salafismuses" in Algerien führt. Er ist der Meinung, dass der wahhabitische Salafismus eine "echte Bedrohung für den nationalen Zusammenhalt Algeriens und die Werte der algerischen Republik" ist.
"Diese Vereinigung ist das Ergebnis eines langen Prozesses, der vor mehr als zwei Jahren begann. Sheick Hadjimi und sein Team haben das ganze Land bereist und trafen sich mit einer großen Anzahl von algerischen Imamen, um ihr Bewusstsein über die Gefahren dieser, aus Katar und Saudi-Arabien importierten salafistischen Ideologie zu erhöhen", sagte die Quelle.
Als aktiver Mitglied innerhalb der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC), kennt der Imam Hadjimi ganz genau die Herkunft dieses Salafismus-Stroms, seinen Zweck und sein Ziel. "Bei seinem Versuch, die algerischen Imame in einer eigenen Organisation zu strukturieren, will Sheikh Hadjimi Nordafrika von den bösen Wind aus dem Nahen Osten schützen", hieß es weiter.
Die Initiatoren dieser Bewegung waren sich der schweren Situation und Aufgabe bewusst, bevor sie sich ein solches Projekt annehmen. Sie wollen in den kommenden Monaten eine Karte des Salafismuses in Algerien mit einer Namensliste aller salafistischen Imame erstellen, die Liste der sogenannten "irrécupérables" (nicht erreichbar/nicht herstellbar). Die Schöpfer dieser Bewegung haben sich bereits mit dem algerischen Minister für religiöse Angelegenheiten und mit dem Innenminister getroffen und die Bewegründe und die Ziele dieser Bewegung und ihren Ansatz zum Ausdruck gebracht.
Die Bewegung von Sheikh Hadjimi will den alarmierenden Anstieg der Salafisten-Imame in Algerien stoppen, die ganze Bereiche der algerischen Gesellschaft durch ihre extremistische Ideologie als Geiseln nehmen. Nach den neuesten verfügbaren Daten des algerischen Ministeriums für religiöse Angelegenheiten werden bereits fast 80% der Moscheen (mehr als 17.000) im ganzen Land von salafistischen Imamen kontrolliert.
"Wahre Bataillone von religiös indoktrinierten Kindern und Jugendlichen durch die Programme aus den Labors der wahhabitischen Katar und Saudi-Arabien werden erzeugt und aufgebaut", sagte weiter die Quelle. Die Salafisten sind für ihre stickte Ablehnung des algerischen religiösen Bezugs und ihre Weigerung, sich an die Gesetze des algerischen Staats zu halten und die empfohlenen Vorschriften zur Leitung von Moscheen aus dem algerischen Ministeriums für religiöse Angelegenheiten anzuwenden. Ihr einziges Ziel ist "die wahhabitischen Salafismus-Referenz zu propagieren, als ob es eine konstitutionelle Angelegenheit wäre", heißt es weiter. 
Diese Imamvereinigung wird somit gegen viele "Raubtiere" kämpfen müssen, die hinter dem Deckmantel "Religion" ihre Ideologien respektlos die Plattform Moschee ausnutzen. Der Salafismus gilt heute als eine große Gefahr für die ganze Welt und nicht nur in Algerien. Algeriepatriotique hat vor kurzem über einen Bericht des deutschen Geheimdienstes über den alarmierenden Anstieg und die explodierenden Zahlen der Salafisten in Deutschland berichtet. (algeriepatriotique.com)

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