Samstag, 17. August 2013

Politischer Aktivismus ist schlimmer als nutzlos – Larken Rose


Hi, hier ist Larken Rose, „Warum es Hoffnung gibt“ – so sollte dieses Video eigentlich heißen und es geht tatsächlich um viele Dinge, die Hoffnung geben. Aber zuerst muss ich viele Leute erst mal beleidigen und beschimpfen. Es wird noch besser: Die Menschen, die ich beleidigen und beschimpfen werde, sind sehr gute Menschen, mit sehr guten Absichten, die sich stark für das einsetzen, woran sie glauben. Ich bin sicher, dass ich mir jetzt einen Haufen Freunde mache. Es gibt jemanden da draußen, wegen dem ich dieses Video heute mache – du weißt, wen ich meine …



Ich komme zum Punkt: Aktivismus führt meistens zu nichts. Tatsächlich ist Aktivismus schlimmer als einfach nur nutzlos. Er schadet sogar mehr, als zu nutzen. Nochmal: Ich unterscheide zwischen guten Absichten und guten Ergebnissen. Es gibt viele Dinge, die als Aktivismus bezeichnet werden, aber sie richten am Ende mehr Schaden an, als einfach nur gar nichts zu bewirken – ich meine nicht jeden Aktivismus, aber das meiste davon.
Ich spreche aus Erfahrung. Vor vielen Jahren habe ich selbst noch an den Etatismus geglaubt, ich war politisch aktiv, bin in den Wahlkampf gezogen und habe die Spiele mitgespielt, ich habe meinem Kongressabgeordneten geschrieben und habe viel gemacht, was mir heute peinlich ist. Ja, ich hab das auch gemacht und damals habe ich wirklich geglaubt, für das richtige zu kämpfen, gegen das Biest, und viele Jahre später habe ich gemerkt, dass ich das Biest nur weiter gefüttert habe.
Ich will hiermit andere nicht einfach nur beschimpfen, ich möchte nur nicht, dass die positive Energie der Menschen für etwas verschwendet wird, das schlimmere Auswirkungen hat, als gar nichts zu bewirken. Und ich wünschte, es hätte jemanden gegeben, der mich damals von meinen Illusionen befreit hätte oder der das zumindest versucht hätte und gesagt hätte: „Die Wahlen und Petitionen und dieser ganze Quatsch – das alles bewirkt überhaupt nichts. Schau dir die Geschichte der Protestler und Demonstranten und Wähler und politischen Kandidaten nur an. Was haben sie erreicht? So gut wie gar nichts. Es gibt Ausnahmen, aber die sind sehr selten. Die meisten haben gar nichts erreicht.
Die Mächtigen machen weiter ihr Ding und die Menschen protestieren dagegen, schreiben Petitionen und heulen herum und verschwenden unglaublich viel Zeit und Energie und Geld und erreichen damit so gut wie gar nichts.
Eine wirklich ernstgemeinte Frage an die Aktivisten: Glaubt ihr wirklich, dass ihr auch nur die leiseste Chance habt, das Spiel, das ihr spielt, zu gewinnen?
Schaut euch den Aktivismus an – nehmt als Beispiel die Proteste gegen den Krieg: Hundertausende, vielleicht Millionen gehen auf die Straße und rufen: „Wir sind gegen den Krieg! Wir finden Krieg abscheulich!“ – Wie lange machen die Leute das schon? So ziemlich schon … ewig.
Und gibt es immer noch Kriegshetze? – Ja.
Sterben immer noch unschuldige Menschen? – Ja.
Werden immer noch unschuldige Zivilisten am anderen Ende der Welt durch amerikanische Soldaten umgebracht? – Ja.
Wird das auch in Zukunft so sein, auch wenn die Leute protestieren? – Ja.
Wieviele Aktivisten gibt es da draußen, die glauben, dass sie nur noch einen einzigen Protest davon entfernt sind, dass die Regierung sagt: „Ja, ihr habt recht! Tut uns Leid, wir holen unsere Soldaten zurück.“?
Denkt ihr, dass ihr dieses Spiel gewinnen könnt und dass sich die Kontrollfreaks durch einen weiteren Protest in weise und ehrenvolle Leute verwandeln? Keine Chance.
Wenn ihr aber denkt, dass es trotz der Proteste für immer so weitergehen wird, also ihr beschwert euch – völlig zurecht – und es geht einfach so weiter – die Kriegsmaschinerie läuft weiter und fordert weitere unschuldige Opfer. Wenn ihr denkt, dass ihr nicht gewinnen könnt, warum macht ihr damit weiter?
Als ich politisch aktiv war, habe ich gedacht, dass es keine andere Wahl gibt. Das einzige, was ich tun konnte war, irgendjemand anderen zu wählen oder meinen Kongressabgeordneten anzurufen oder zu protestieren – das war alles, was mir eingefallen ist. Und das ist der Schlüssel!
Wenn die Leute an der Macht dich davon überzeugen können, dass die einzige zivilisierte Möglichkeit für dich darin besteht, zu betteln, Petitionen zu schreiben und herumzuheulen, dann hast du verloren. Wenn du denkst, dass das das die einzige Möglichkeit ist, dann wirst du überhaupt nichts erreichen. Deine Sklaventreiber lachen sich tot und du wirfst deine ganze Zeit, deine ganze Energie und dein Geld einfach für etwas weg, was nur zu einem einzigen Ergebnis führen wird: zu exakt gar nichts.
Ich will niemanden vor den Kopf stoßen. Nochmal: Ich will, dass Menschen mit guten Absichten auch etwas erreichen. Und durch Aktivismus lässt sich meistens überhaupt nichts erreichen. Nichts Positives, sondern im Gegenteil. Damals, als ich Aktivist war, habe ich auch noch nicht gemerkt, dass ich Öl in genau das Feuer gegossen habe, das ich eigentlich löschen wollte.
Das Problem bei den meisten Aktivisten ist, dass sie nicht wissen, was das Problem ist. Das Problem ist, dass sie das Problem nicht kennen.
Thoreau hat einmal gesagt: „Auf tausend, die an den Blättern des Bösen zupfen, kommt einer, der an der Wurzel hackt.“ Das ist absolut richtig und man kann auf der ganzen Welt und in der gesamten Geschichte sehen. Wir sehen Symptome des Problems überall – und dafür gibt es unzählige Beispiele. Egal ob es um die Kriege geht oder um Bradley Manning oder Snowden, der Krieg gegen die Drogen, die willkürlichen Durchsuchungen – das alles sind nur Symptome des Problems – und die Liste dieser Symptome ist unendlich lang. Es absolut richtig, wütend zu werden und zu sagen: „Wir müssen was dagegen tun.“
Das Problem ist nur, dass die meisten Aktivisten die Ursache nicht sehen. Sie sehen das Symptom und sagen: „Schau dir das schreckliche Symptom an!“ Und wer die Ursache nicht kennt, wird das Symptom nicht los. Wenn es einen großen Protest gäbe: „Lasst Bradley Manning frei!“ usw., denkt ihr – erst mal: denkt ihr, dass das jemals passieren wird? – wenn das so wäre, denkt ihr, dass ab dann die Regierung sagen würde: „Ja, wenn die Leute merken, dass wir bösartige Psychos sind, dann lassen wir es halt sein.“ – Kommt schon, das wird niemals passieren. Kein Protest, keine Wahl und keine Petition wird jemals dazu führen, dass das passiert. Ich hoffe, dass sogar die Aktivisten ehrlich genug zu sich selbst sind, um zuzugeben, dass das niemals passieren wird.
Also wenn ihr das Symptom behandelt, ohne zu wissen, was die Ursache ist, dann kommt da nichts Gutes dabei raus. Und wenn ihr die Ursache auch noch verstärkt, dann ist das schlimmer als „nicht gut“. Die meisten politischen Aktivisten verstärken das Problem, indem sie gegen die Symptome vorgehen wollen.
Sie sagen, dass sie zumindest rausgehen müssen, um auf die Probleme aufmerksam zu machen. Okay. Gibt es da irgendjemanden, dem noch nicht klar ist, dass die Regierung Schlechtes tut? Ich bin ziemlich sicher, dass das schon fast jeder kapiert hat. Die Einzelheiten darüber zu verbreiten und andere zu informieren, das ist gut, ich finde das gut, das ist erstrebenswert.
Aber gut, jetzt wissen viele, dass die Regierung aus bösartigen gewaltätigen Mördern besteht. Ihr macht darauf aufmerksam und was dann? Die Leute wissen es. Machmal wäre es besser, wenn sie es nicht wüssten. Dann wären sie in ihrer Rolle als Sklaven zumindest glücklicher.
Wenn es das Ziel ist, Bewusstsein zu schaffen und weiter nichts, dann führt das zu nichts. Diese Leute haben wirklich gute Absichten und ich hasse es, sie aus ihrem Traum aufzuwecken, aber ich höre dann immer wieder: „Das ist die letzte Chance, die Republik zu retten!“
Erst einmal: Nein! Die Republik war in der gleichen Sekunde, als die Verfassung geschrieben war, zum Scheitern verurteilt. Es gab eine autoritäre Herrschaftsklasse, theoretisch limitiert, aber zum Scheitern verurteilt. Und wenn ihr lest, was die Anti-Bundesstaatler geschrieben haben – sie wussten es. Sie sagten es perfekt vorher, sie haben es sogar unterschätzt, wie sehr alles zu einer Tyrannei verkommen wird, sie wussten es. Die Republik war eine Totgeburt.
Aber es heißt „das ist unsere letzte Chance, wenn wir dieses Ding nur verabschieden, wenn wir nur die richtige Person ins Amt wählen, dann können wir die Republik retten“.
Erstens: Nein, das können wir nicht. Zweitens: Nein, das sollten wir nicht. Zum Teufel mit der Republik. Lasst sie vor die Wand fahren. Sie sollte nicht existieren. Die Republik ist eine herrschende Klasse, es ist eine parasitäre Verbrecherbande aus Schlägern und Dieben, das ist alles. Und ich weiß dass es immer noch einen Haufen Leute gibt, die die Verfassung als irgendwas Magisches und Aufrichtiges bewundern, aber die Republik ist nur eine etwas anders organisierte Form eines bösartigen, parasitären, unmoralischen Monsters aus Kontrollfreaks. Es macht keinen Unterschied.
Wenn ihr mir nicht glaubt und ein paar Beispiele für „Republiken“ aus der Geschichte braucht, „demokratische Republiken“, „repräsentative demokratische Republiken“, versucht es mal mit der Volksrepublik China, die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die Demokratische Volksrepublik Korea – also Nordkorea –, die Weimarer Republik, aus dem das Nazi-Imperium entstanden ist. Sieht es wirklich so aus, als würden Republiken zu Glückseeligkeit, Frieden und Gerechtigkeit führen?
Also wenn ihr eine Republik zurückhaben wollt, wollt ihr das Problem zurückhaben. Versucht nicht, etwas zurückzuholen, das einfach nicht weiterhilft. Und das führt mich nochmal zurück zur Tatsache, dass die Aktivisten nicht verstehen, worin das Problem besteht. Sie verstehen nicht, dass Autoritarismus das Problem ist. Das Problem ist nicht und es war es auch nie, wer auf dem Thron sitzt. Das Problem war und ist und wird es so lange sein, bis die Menschen aufwachen, dass es einen Thron gibt, der besetzt wird.
Solange ihr euch nur fragt, was eine Regierung tun soll, wer sie bilden soll und welche Form sie haben soll, beschäftigt ihr euch nur mit den Kleinigkeiten und ignoriert den Kern des Problems: den Glauben an eine Regierung und an Autoritarismus. Jeder Aktivismus, der sich nicht auf diesen Glauben konzentriert, der sich nicht gegen diese Wurzel richtet ist schlimmer als nutzlos.
Er richtet sich nicht nur auf Symptome, die sich sowieso nicht ändern werden, sondern er verstärkt im Geist der Zuhörer und Zuschauer, dass dieser Kern nicht angetastet werden darf – die angebliche Selbstverständlichkeit, dass wir eine Regierung brauchen. Viele Leute sagen komischerweise: „Ich bin total gegen die Regierung, ich bin 100% gegen die Regierung, weil die Regierung an sich unmoralisch, bösartig und zerstörerisch ist; der Glaube daran ist das Gegenteil von Menschlichkeit, also ich bin gegen die Regierung.“
Und ich finde es lustig, dass andere Gruppen damit beschuldigt werden, die nur eine andere Geschmacksrichtung der herrschenden Klasse haben wollen und beide Gruppen sagen: „Wir sind nicht gegen die Regierung. Wir wollen nur, dass die richtigen …“ und ich denke mir „Okay, also seid ihr nicht für Freiheit, für Moral, ihr habt keine Ahnung, worin das eigentliche Problem besteht und deshalb habt ihr auch keine Chance, es in Ordnung zu bringen.“
Und viele Leute sagen: „Wir haben die gleichen Ziele und die gleichen Feinde. Also können wir die kleinen Details einfach ignorieren, bei denen wir nicht übereinstimmen?“ Das ist kein Detail einer fehlenden Übereinstimmung! Das ist das einzige, worauf es ankommt! Gehörst du dir selbst oder bist du das Eigentum einer herrschenden Klasse? Es ist mir egal, ob es eine begrenzte herrschende Klasse ist, oder eine demokratische oder eine republikanische oder eine verfassungsmäßige. Wenn es da irgendwas gibt, was das Recht dazu hat, dir dein Geld wegzunehmen und dich herumzukommandieren, dann bist du dessen Eigentum. Dann bist du nicht frei und du gehörst nicht dir selbst.
Und wenn du das nachvollziehen kannst, warum glaubst du dann immer noch, dass du frei bist? Du bist nicht einmal in deinem eigenen Kopf frei. Also wenn die Leute sagen: „Na die kleinen Unterschiede …“ Das sind keine kleinen Unterschiede. Entweder du glaubst, dass es jemanden geben kann, der das Recht hat, dich zu beherrschen oder du hast verstanden, dass es so etwas nicht geben kann. Du hast das Konzept des Eigentums an dir selbst und das Nichtaggressionsprinzip verstanden und auch die logischen Konsequenzen daraus – also dass eine legitime Regierung jeder Logik widerspricht. So etwas kann nicht existieren.
Es ist nicht nur unmöglich so etwas zu erhalten, es ist auch aus theoretischen und konzeptionellen Gründen geisteskrank zu glauben, dass es eine moralische und rechtschaffene Verbrecherbande aus Schlägern und Dieben gibt, die das Recht dazu hat, andere herumzukommandieren und deren Geld wegzunehmen. Es funktioniert einfach nicht. Weder philosophisch, noch moralisch oder logisch.
Also alle Aktivisten, die an den Symptomen herumdoktern – ich kann euch verstehen, aber es führt zu nichts Gutem. Wenn ihr nicht versteht, was das Kernproblem ist, dann werdet ihr genau das erreichen, was viele Aktivisten und Protestler auf der Welt seit hunderten von Jahren erreicht haben – nämlich gar nichts. Mit dem Kopf gegen die Wand rennen und schreien und herumheulen und nichts erreichen.
Okay, ich habe gesagt, dass ich das ganze „Warum es Hoffnung gibt“ nennen wollte. Bis jetzt hatten wir nicht gerade viel Hoffnung in diesem Video.
Ich sage euch, warum es Hoffnung gibt. Es gibt richtig viele Leute, die das eigentliche Problem erkannt haben. Sie erkennen die Ursache für die ganzen Symptome. Die Kriegstreiberei, die faschistischen Polizeikontrollen, der Krieg gegen die Drogen, die Verhaftungen, alle die kleinen Symptome, auf die die Leute mit dem Finger zeigen und sagen: „Das ist schlecht, das ist schlecht, das ist schlecht,“ Polizeigewalt und das alles.
Es gibt sehr viele Menschen, tausende und abertausende, die das eigentliche Problem erkennen. Und das ist der Glaube an die Regierung und an eine Autorität. Wenn ihr das nicht in Ordnung bringt, bringt ihr gar nichts in Ordnung. Wenn ihr nur darüber streitet, was ihr hofft, das euch eure Herren erzählen werden oder wer eure Herren sein werden, seid ihr verloren.
Aber es gibt einen Haufen Leute, die aufwachen. Und viele von ihnen erzählen mir: „Naja, es ist mir etwas peinlich, das ich bis jetzt so viel Zeit und Energie für Aktivismus verschwendet habe“ – und das trifft auch für mich zu, ich schaue zurück und denke mir „Was zum Teufel habe ich da gemacht?“ So naiv, zu glauben, dass es darauf ankommt. Und das alles nur, weil ich das eigentliche Problem nicht erkannt habe. Ich habe die Symptome gesehen, ich wollte was dagegen tun, aber ich habe mir nicht die Zeit genommen, zu verstehen, was die Ursache war. Es ist der Aberglaube des Etatismus.
Die Gute Nachricht ist, dass es viele viele Leute gibt, die aufwachen und beginnen, das eigentliche Problem zu verstehen. Fast jeden Tag bekomme ich E-Mails und die Leute schreiben mir: „Ich war jahrelang ein Konstitutionalist“ oder andere sagen auch Sozialist, Demokrat, Republikaner oder was auch immer und sie sagen: „Wow, ich habe endlich verstanden, wie betrügerisch das gesamte politische Spiel eigentlich ist!“ Nur nebenbei: Viele Menschen schicken mir solche Mails, nachdem sie mein Buch „The Most Dangerous Superstition“ gelesen haben. Sie sagen: „Ich wusste das irgendwie schon, es war schon immer in meinem Kopf, aber es war noch nicht richtig klar.“
Genau das ist der Grund ist, warum ich das Buch geschrieben habe. Weil ich selbst diese Entwicklung durchgemacht habe und langsam dem Etatismus entkommen bin. Wenn ihr das Konzept des Selbsteigentums zu verstehen beginnt, schaut ihr zurück und denkt: „Wie kann es sein, dass ich das nicht wusste? Irgendwie musste ich das doch wissen, das ist doch alles so offensichtlich!“
Fast täglich bekomme ich E-Mails von Leuten, die Absatz für Absatz lesen und verstehen und sagen: „Verdammt nochmal, auf einmal sehe ich die Welt aus einer ganz anderen Perspektive und auf einmal erkenne ich, dass die ganzen politischen Spielchen nicht nur vollkommen bedeutungslos sind, sondern die Lüge in meinem eigenen Kopf und in den Köpfen anderer „politischer Aktivisten“ auch noch verstärken.“
Die Menschen wachen massenweise auf und für mich ist es das Schönste auf der Welt, E-Mails von diesen Menschen zu bekommen. Also wenn dir das passiert, dann schreibe mir eine E-Mail. Ich antworte nicht auf alles, aber ich liebe es, Mails zu lesen, in denen steht: „Verdammte Axt, so etwas wie eine Regierung oder Autorität gibt es nicht. Wir gehören alle uns selbst. Vielleicht sollten wir damit anfangen, uns auch entsprechend zu verhalten.“ Und das passiert überall.
Das Schöne daran ist, dass wenn ein bestimmter Punkt erreicht ist, kommt die Lösung ganz von selbst. Das klingt komisch, aber wenn jeder in diesem Land, außer die Regierung und ihre Söldner, die Regierung so sehen würde, wie sie ist, würde sie am nächsten Tag nicht mehr existieren. Dazu bräuchte es keine Revolution und keinen Umsturz. Wenn 300 Millionen Menschen sagen: „Wir geben euch unser Geld nicht mehr und wir gehorchen euch nicht mehr, weil wir kapiert haben, dass dieses Spiel totaler Blödsinn ist. Dieses riesige hinterhältige Spiel, das ihr mit uns treibt nur dazu dient, euch scheinbar das Recht zu geben, uns zu beherrschen. Wir haben verstanden, dass ihr alle nur Psychos seid, irgendwelche soziopathischen Parasiten, wir wollen einfach nichts mehr mit euch zu tun haben. Wir haben es nicht nötig, einen Umsturz zu veranstalten oder zu wählen oder Wahlkampf zu machen. Wir ignorieren euch einfach. Wer seid ihr schon?“
Und wenn die Leute das merken, dann kapieren sie, dass die Tatsache, dass wir sie für bedeutend halten, der einzige Grund dafür ist, dass diese Banditen in D.C. bedeutend sind. In unserer Vorstellung ist die Autorität real. Darum geht es in meinem Video „Der winzige Punkt“. Wenn ihr die Zahlenverhältnisse anschaut, dann wird klar, dass ihre gesamte Macht nur von der Wahrnehmung ihrer Opfer kommt. Wenn die Opfer damit aufhören, sich vorzustellen, dass sie vor diesem winzigen kleinen Punkt aus Lügnern und Verbrechern auf die Knie fallen müssen, haben wir es geschafft. Keine Revolution nötig, keine Gewalt, Plopp und wir haben es geschafft. Es ist vorbei.
Und ich denke, dass wir in diese Richtung marschieren, weil ich tausende von Menschen sehe, die aufwachen und sagen: „Wow, jetzt endlich verstehe ich das. Bisher habe ich das nur ansatzweise verstanden. Und jetzt habe ich es wirklich verstanden.“ Und das ist unumkehrbar. Menschen, die das erkennen, sagen nicht eine Woche später: „Najaa, ich glaube doch an die Regierung.“ Das passiert einfach nicht.
Meistens wenn ich Nachrichten bekomme, in denen die Leute sagen: „Wow, ich verstehe jetzt endlich, was Freiheit wirklich ist und was Selbsteigentum bedeutet!“ Dann erzählen sie es danach fast immer anderen Leuten. Das ist was, was nicht aufzuhalten ist. Ich kann kein exaktes Datum nennen, aber das wird sich verbreiten bis die Sekte der Etatisten umfällt und für immer verschwindet.
Also an alle Aktivisten: Ich flehe euch an, nehmt euch eine kurze Auszeit von eurem Protest oder eurer Veranstaltung oder was auch immer ihr als nächstes vorhabt, um euer eigenes Glaubenssystem sorgfältig zu prüfen. Also was ihr über die Regierung, über Autorität, über die Gesetze und diesen ganzen Quatsch denkt. Weil ihr möglicherweise herausfinden werdet – so wie es bereits tausende von Menschen herausgefunden haben, die ich getroffen habe -, dass euer unvollständiges Verständnis von der Realität dazu führt, dass ihr haufenweise Zeit und Energie und Geld für etwas verschwendet, das zu nichts Gutem führt.
Und die gute Nachricht lautet: Wenn genug Menschen die Wahrheit verstehen, braucht es kaum Zeit und Energie und Geld, damit alles in Ordnung kommt. Ihr braucht auch nichts mit der herrschenden Klasse machen. Ihr müsst sie nicht abwählen, ihr müsst sie nicht absetzen, ihr müsst überhaupt nichts tun, außer sie einfach zu ignorieren.
Dass sich 300 Millionen Menschen dazu entschließen, etwas zu ignorieren, ist eine ziemlich einfache Sache. Sich einfach nicht mehr um die Parasiten in Washington zu kümmern, dafür braucht es keinerlei Anstrengung. Aber damit das passieren kann, dazu müssen die Menschen die Ursache des Problems kennen. Es werden immer mehr und ich wünsche mir für jeden, der für Gerechtigkeit kämpft, dass er eine Pause einlegt, um herauszufinden, ob das, wogegen er kämpft, nur ein Symptom ist oder die tatsächliche Ursache und ob er aus Versehen das Monster unterstützt, gegen das er kämpfen will.

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