Montag, 20. Mai 2013

Syrien: Assad sieht Lügen über C-Waffen-Einsatz als Vorbereitung für militärisches Eingreifen an


Baschar al-Assad hat die Beschuldigungen, seine Regierung habe Chemiewaffen eingesetzt, vehement zurückgewiesen. Laut dem syrischen Präsidenten könnten derartige Lügen als Vorbereitung für ein militärisches Eingreifen dienen.
„Der Westen lügt und fälscht die Tatsachen, um Kriege zu entfesseln. Das ist seine gewöhnliche Taktik“, sagte Assad in einem am Samstag erschienenen Interview für argentinische Medien. Auch Syrien könne vor einer Invasion nicht sicher sein.
Im Gespräch mit der Tageszeitung „Clarín“ und der Nachrichtenagentur Télam sagte Assad, dass die „von westlichen Quellen verbreitete Desinformation“ dem Ziel diene, die öffentliche Meinung für einen Militäreinsatz zu gewinnen.
Dabei erläuterte der syrische Präsident, warum die Vorwürfe eines C-Waffen-Einsatzes unglaubwürdig seien. „Bei den chemischen Waffen handelt es sich um Massenvernichtungswaffen. Wenn diese Waffen in einer Stadt oder einem Viertel eingesetzt worden wären, ist es glaubwürdig, dass es nur zehn oder 20 Todesopfer gibt?", fragte Assad. „Nein, Ihr Einsatz würde den Tod von tausenden oder zehntausenden Menschen binnen weniger Minuten zur Folge haben. Wie könnte so etwas verheimlicht werden?“
Die terroristischen "Oppositionellen" hatten im Dezember die Regierungstruppen beschuldigt, in Homs chemische Waffen eingesetzt zu haben. Nach Angaben der syrischen Regierung setzten die Terroristen Kampfstoffe im März in Aleppo und im April in Sarakeb (Provinz Idlib) ein. 
Unterdessen lehnt Präsident Assad einen Rücktritt ab. Die Forderung, der syrische Präsident solle zurücktreten, weil die USA, andere Staaten oder Terroristen es wollten, seien unakzeptabel, sagte der syrische Präsident in einem am Samstag erschienenen Interview für argentinische Medien. „Mich hat das Volk gewählt und es liegt am syrischen Volk, zu entscheiden, ob ich an der Macht bleiben soll.“ Laut Assad wird das syrische Volk bei den Wahlen 2014 seine Entscheidung treffen.

Der weitere Grund, warum er nicht zurücktreten will, ist die andauernde Krise in Syrien. „Wenn das Schiff mitten im Sturm ist, darf der Kapitän nicht fliehen. Und Rücktritt bedeutet Flucht.“  
Schwere Kämpfe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Terroristen - die vom zionistischen Westen und den Golfdiktaturen (Saudi Arabien, Katar) eingesetzte Söldner sind - dauern seit März 2011 in Syrien an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten mehr als 80 000 Menschen getötet worden. Die ausländische Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Präsident Baschar al-Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der Regierung und den unzähligen Beweisen, die von unabhängigen Bloggern seit nun über zwei Jahren im Netz publiziert werden, kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen. Dabei lehnt die angebliche Opposition Friedensverhandlungen mit Assad und seiner Regierung ab.

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