Sonntag, 7. April 2013

Das faschistische Regime in Washington eskaliert die Intervention gegen Syrien


Von Bill Van Auken, 6. April 2013
Das amerikanische und das jordanische Militär haben ihr Ausbildungsprogramm für tausende von bewaffneten Kämpfern verstärkt, die nach Syrien geschickt werden sollen, um scheinbar im Süden des Landes eine Pufferzone einzurichten.
Die Washington Post schrieb am Mittwoch unter Berufung auf anonyme amerikanische und jordanische Informanten, Washington habe angeordnet, die Ausbildung von etwa 3000 Offizieren für die syrischen „Rebellen“ noch schneller abzuschließen als ursprünglich geplant. Das Ziel ist, das Programm bis Ende des Monats zu beenden, um die Vorstöße der regierungsfeindlichen Milizen an der 230 Kilometer langen Grenzen zwischen Syrien und Jordanien auszunutzen.
Am Mittwoch nahmen regimefeindliche Kräfte angeblich einen Luftabwehrstützpunkt außerhalb der südwestsyrischen Stadt Daraa ein, der nur wenige Kilometer von der jordanischen Grenze entfernt liegt. Zuvor hatten sie den wichtigsten Grenzübergang zwischen den beiden Ländern, sowie zwei Militärvorposten und ein Stück der Autobahn nach Damaskus eingenommen. Letzten Oktober war bekannt geworden, dass das Pentagon eine 150-köpfige Spezial-Einsatzgruppe nach Jordanien geschickt hatte. Damals schrieb die New York Times, die „Idee zur Einrichtung einer Pufferzone zwischen Syrien und Jordanien, die von jordanischen Kräften auf der syrischen Seite der Grenze gesichert würde, sei im Zusammenhang mit der Einrichtung eines amerikanischen Militärvorpostens nahe der syrischen Grenze diskutiert worden.“
Die jordanische Monarchie unterstützt die Forderung nach einer Pufferzone hauptsächlich aus Selbstschutz. Sie befürchtet, dass sich der Bürgerkrieg über die Grenze ausdehnen und ihr eigene Herrschaft gefährden könnte. Es sind bereits etwa 470.000 Syrer nach Jordanien geflohen, und innerhalb des jordanischen Regimes breitet sich die Befürchtung aus, dass die islamistischen Elemente, die gegen die Regierung von Bashar al-Assad mobilisiert wurden, auch in Jordanien einen Regimewechsel anstreben könnten.
Das ist Teil eines allgemeineren Phänomens: der vom Westen unterstützte religiös motivierte Bürgerkrieg überquert viele Grenzen. Laut einer Meldung aus dem Libanon vom Mittwoch hatte ein syrischer Hubschrauber eine Rakete in ein Gebiet geschossen, das als Lager für Kämpfer dient, die von der anderen Seite der Grenze ins Land geschickt werden. Auch in der zweitgrößten Stadt des Libanon, in Tripoli, sind sektiererische Kämpfe zwischen sunnitischen und schiitischen Fraktionen ausgebrochen.
Ein irakischer Regierungssprecher meldete, dass sich das Grenzgebiet seines Landes durch den Konflikt in Syrien in „ein Nest von Terrorzellen“ verwandelt habe. Die zunehmende Kampfaktivität in Syrien von Elementen, die mit Al-Qaida verbündet sind, geht mit einer Welle von Terroranschlägen in Bagdad und anderen irakischen Städten einher.

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