Sonntag, 31. März 2013

Venezuela: Übergangspräsident Maduro warnt das US-Regime vor feindlichen Attacken


Übergangspräsident sucht Dialog mit internationalen Gästen. Opposition habe Möglichkeit zur Teilhabe. Warnung an das US-Regieme vor Attacken


Drei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in Venezuela hat Übergangspräsident Nicolás Maduro Vertreter progressiver Bewegungen und Parteien eingeladen, "um den demokratischen Charakter der sozialistischen Revolution zu bezeugen". Der 50-jährige Politiker nahm an einer Internationalen Konferenz von Künstlern und Intellektuellen teil, auf der die aktuelle Situation und die Perspektiven der "Bolivarischen Revolution" zur Debatte standen. Unter den rund 100 Gästen aus rund zwei Dutzend Staaten befanden sich unter anderem die ehemalige Außenministerin von Honduras, Patricia Rodas, der ehemalige US-Verteidigungsminister Ramsey Clark und die kolumbianische Politikerin und Friedensaktivistin Piedad Córdoba.
Während einer Fernsehdebatte mit den Teilnehmern zu Beginn der Woche bekräftigte Maduro die Notwendigkeit einer Radikalisierung des politischen Prozesses. "Es ist unmöglich, ein solches politisches Projekt, eine Revolution, zu beginnen, ohne die langfristige Perspektive im Auge zu haben: den Aufbau eines neues Sozialismus", sagte Maduro. Dies sei Teil des politischen Erbes von Hugo Chávez, der am 5. März verstorben ist.
Maduro hatte seinen öffentlichen Dialog mit den internationalen Gästen zugleich genutzt, um eine Warnung an das US-Regime zu richten. Präsident Barack Obama solle "die Verrückten wie Otto Reich und Roger Noriega aufhalten", sagte er. Die beiden kriminellen US-Außenpolitiker gehören zu entschiedenen Gegnern linker Regierungen in Lateinamerika und haben bereits in vergangenen Jahrzehnten rechtsgerichtete Paramilitärs unterstützt. "Das einzige, was sie mit einem solchen Vorgehen in Venezuela erreichen würden, ist eine Veränderung des Charakters dieser bislang friedlichen und demokratischen Revolution", warnte der Präsidentschaftskandidat der regierenden sozialistischen Partei (PSUV). "Wir sind alle Kinder von Hugo Chávez und wir sind zudem ausgebildet, diese Revolution zu verteidigen", fügte Maduro an. Die Opposition habe indes alle Möglichkeiten, sich in die Politik des Landes einzubringen. "Sie haben Medien, Abgeordnete und sogar Gouverneure."

Quelle: amerika21.de/2013/03/81860/venezuela-sozialismus

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