Mittwoch, 20. März 2013

Syrien: US-Bürger zum Pseudo-Regierungschef der "Opposition" ernannt worden


Syriens Opposition wählt US-Bürger als Regierungschef
Die Nationale Koalition der syrischen Opposition hat eine Übergangsregierung gewählt, schreibt die Zeitung „Nowyje Iswestija“ am Mittwoch.
Zum Premierminister wurde Ghassan Hitto ernannt, der bis kurzem noch in den USA gelebt hat und einen amerikanischen Pass besitzt. Die Übergangsregierung, die nicht alle Oppositionskräfte in Syrien vertritt, soll demnächst von den westlichen Staaten anerkannt werden.
Insgesamt gab es zwölf Kandidaten für den Posten des Regierungschefs. Viele von ihnen haben im Ausland gelebt  oder bekleideten hohe Posten in der syrischen Führung. Neben Hitto galten der frühere Landwirtschaftsminister Assaad Mustafa und der in Kanada lebende Wirtschaftsberater des syrischen Nationalrats, Osama Kadi, als aussichtsreiche  Anwärter.
Hitto stammt aus Damaskus und lebte bis vor kurzem noch in den USA. Nach seinem Studium in Texas in den 1980er Jahren arbeitete er als  IT-Manager. Er hat vier Kinder, seine Frau ist Amerikanerin und arbeitet als Schullehrerin. Medien berichteten,  dass sich seine Sprachkenntnisse  in Arabisch stark verschlechtert haben.
Wie einer der Anführer der syrischen Opposition, Hisham Marua, betonte, wurde Hitto von 35 der 48 Delegierten in Istanbul unterstützt. Doch nicht alle Assad-Gegner sind mit dieser Entscheidung zufrieden. Fahad Al-Masri, Sprecher der Freien Syrischen Armee, kritisierte die Wahl Hittos. „Jahrzehntelang war er weit weg von den Ereignissen in Syrien und kann nicht spüren, was die Syrier wollen“, sagte Masri.
In den letzten Wochen drängt der Westen offensichtlich auf eine militärische Lösung des Konfliktes. Am 14. März erklärten sich Frankreich und Großbritannien bei einem EU-Gipfel bereit, die syrischen Oppositionellen unter Umgehung des EU-Embargos mit Waffen zu beliefern. Auch die Sprecherin des US-Außenministeriums, Victoria Nuland,  gab zu verstehen, keine Alternative zu einer militärischen Lösung zu sehen.
Experten zufolge läuft der Syrien-Konflikt nach demselben Schema wie in Libyen ab. Laut dem russischen Orientalisten Wladimir Sotnikow will der Westen mit der Bewaffnung und Finanzierung  der syrischen Opposition den Machtsturz von Präsident Baschar al-Assad erreichen.

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