Freitag, 22. März 2013

Irak am Rand eines Bürgerkriegs – Feindseligkeiten verschärfen sich


Am Stadtrand von Kirkuk im Norden Iraks stehen lange Reihen von grauen Betonhäusern, an denen Wäsche zum Trocknen hängt und dabei vom Rauch der umliegenden Ölförderanlagen geschwärzt wird. Nur die türkisfarbenen Flaggen an Laternenpfählen und Balkonen sind Farbtupfer, die daran erinnern, dass Turkmenen hier die größte Bevölkerungsgruppe sind.
Die 230 Kilometer nordwestlich von Bagdad liegende Stadt, unter der sich eines der größten Erdöldepots der Welt befindet, wird gleichermaßen von Kurden, Arabern und Turkmenen für sich beansprucht. Der rechtliche Status von Kirkuk muss in einem Referendum geklärt werden, das seit 2007 immer wieder verschoben wird, weil noch keine Volkszählung durchgeführt worden ist.
Seit der US-geführten Invasion im Irak 2003 verharrt Kirkuk in einem rechtlichen Schwebezustand. Selbstmordanschläge und gezielte Morde sind unterdessen an der Tagesordnung. Der kurdische Parlamentsabgeordnete Khalid Shawni sieht Kirkuk “an der Schwelle zu einem neuen Krieg.”

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