Donnerstag, 9. August 2012

China: Der Westen und die Rebellen schuld an Syrien-Krise




Für die Eskalation der Syrien-Krise sind sowohl der Westen als auch die syrische Opposition verantwortlich, hieß es am Mittwoch in einem Kommentar der chinesischen Parteizeitung „Remnin Ribao“.

„Ohne Unterstützung durch westliche Länder hätten sich vereinzelte Rebellen-Gruppen nicht in die Truppen verwandeln können, die der Regierungsarmee umfassenden Widerstand leisten. Hätte der Westen außerdem die Regierung in Damaskus nicht dauerhaft unter diplomatischen und wirtschaftlichen Druck gesetzt, hätte die Opposition nicht gewagt, auf den Friedensplan von Kofi Annan zu verzichten und das Land dadurch in den Abgrund zu stürzen“, so der Kommentar.

Die Lage in Syrien errege aus verschiedenen Gründen Besorgnis. Erstens plädiere man im Westen immer lauter für einen Militäreinsatz. Unterdessen gebe es in Syrien immer mehr Kämpfer der Al-Qaida und weiterer Terror-Gruppen. Zweitens grenze Syrien an Israel, Jordanien, den Libanon, den Irak und die Türkei und der Krieg könne sich auf diese Länder ausbreiten. Drittens gebe es in Syrien mehrere Religionen mit krassen Glaubensunterschieden. Künftig könne das Land das Schicksal des Irak wiederholen, der von religiösen Konflikten heimgesucht werde.

Obwohl sich die Lage in Syrien immer verschlechtere, sei die „Tür zum Frieden“ noch nicht zu. Es gebe noch Zeit, bis die Friedensmission von Kofi Annan am 31. August ablaufe. Die Syrien-Krise trete in eine entscheidende Phase ein: „Viele rechnen nach wie vor damit, dass es in Syrien doch zu einer politischen Regelung kommt, damit die Zivilisten nicht mehr leiden und die Flüchtlinge heimkehren können“.

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