Montag, 16. Juli 2012

Die Wahlfarce in Libyen: Alle Kandidaten sind Erfüllungsgehilfen der Neo-Imperialisten


Wall Street-Favorit Dschibril wird vermutlich gewinnen


Von Tony Cartalucci: Land Destroyer Report, 08.07.12


Der Westen würde am liebsten in allen Staaten, die er während des von ihm inszenierten
„Arabischen Frühlings“ destabilisiert und zerstört hat, "liberale" pro-globalistische Kandidaten an die Macht bringen. Nachdem (der vom Westen favorisierte) Mohammed El-Baradei in Ägypten gescheitert ist und seine Ambitionen auf das Präsidentenamt aufgeben musste, nehmen ebenfalls vom Westen gelenkte Erfüllungsgehilfen aus den Reihen der  Muslimbruderschaft  einen erfolgversprechenden zweiten Anlauf. 


Zur Machtergreifung in Libyen wird ein ähnliches zweigleisiges Szenario umgesetzt – mit
dem in den USA ausgebildeten pro-globalistischen Technokraten Mahmud Dschibril Elwarfally und seiner Partei "Allianz der Nationalen Kräfte" an erster Stelle und mit den terroristischen
Ablegern der NATO in der Muslimbruderschaft und dem mit ihnen zusammenarbeitenden
Al-Qaida-Ableger,  der  Libyan  Islamic  Fighting  Group  /  LIFG unter dem Warlord Abd al-Hakim Balhadsch an zweiter Stelle. 


In Ägypten, wo nach den kurzen chaotischen, teilweise gewalttätigen Protesten Anfang
2011 wieder ökonomische und soziale Stabilität einkehrte, waren die alternativen Medien
im Stande, den "liberalen“ Kandidaten ElBaradei bloßzustellen und zu verhindern. Libyen
wurde durch das gesetzlose Handeln militanter Opportunisten, durch Gewalt, Stammeskonflikte und von extremistischen Rassisten begangene Morde ins Chaos gestürzt. Die
Menschen in Libyen waren zu sehr damit beschäftigt, sich selbst zu verteidigen und verzweifelt um ihr eigenes Überleben zu kämpfen, um sich Gedanken um eine andere Staatsform zu machen und eigene Kandidaten zu der vom Westen arrangierten Wahlfarce aufzustellen. 


Mit anderen Worten, gleichgültig, wer die so genannte „freie Wahl“ im kriegszerstörten Libyen gewinnen wird, der Westen hat sichergestellt, dass alle Kandidaten loyale Erfüllungsgehilfen sind und dass der Sieger aus deren Reihen Libyen nach den Vorstellungen des
Westens und nicht zum Wohle des libyschen Volkes führen wird. 


Die New York Times hat in ihrem Artikel "Party Led by Pro-Western Official Claims Lead in
Libya" (Von prowestlichem Vorsitzenden geführte Partei beansprucht Führung in Libyen) bereits verkündet, dass Dschibrils Partei wahrscheinlich gesiegt hat. Mancher Leser erinnert sich vielleicht noch daran, dass Dschibril im Mai 2011 eine Pilgerfahrt zurück in die USA unternahm, wo er seine Hochschulbildung erhalten und jahrelang in Pittsburgh gelehrt hat, um vor der von US-Konzernen finanzierten Brookings Institution darüber zu reden, dass er Libyen in einen "See" verwandeln wolle, um Afrika nach den Bedürfnissen der Märkte der Europäischen Union entwickeln zu können. 


Dschibril wird nicht als "gewählter Vertreter" des libyschen Volkes agieren, sondern als
technokratischer Erfüllungsgehilfe bei der Durchsetzung westlicher Interessen in Libyen
und bei der Rekolonisierung und Ausbeutung der afrikanischen Völker und des ganzen
afrikanischen Kontinents. Dschibril oder wer auch immer vom Westen an die Macht gehievt wird, muss versuchen, die in ihn gesetzten Erwartungen unter der „Maske des demokratischen Reformers“ zu erfüllen. Obwohl gutgläubige oder heuchlerische Leute in der
ganzen Welt die Wahlen in Libyen beklatschen, sind sie eigentlich nur ein leicht durchschaubarer Versuch der NATO, ihre durch Völkermord betriebene Zerstörung eines der
entwickeltsten Staaten Afrikas zu tarnen. 


Trotz dieser Wahlen wird Libyen weitgehend gesetzlos und ein sicherer Hafen für Terroristen bleiben, damit es die vorgesehene Rolle als Transitland für Waffen, Kämpfer und Geld
spielen kann, mit denen die NATO ihre Erfüllungsgehilfen in der ganzen Region und besonders in Syrien versorgt. 


Schon Libyens  von Abdel Rahim el-Kib, einem Repräsentanten westlicher Ölkonzerne, geführte "Übergangsregierung", hat bereits eine bedeutende Rolle bei der Unterstützung geopolitischer Ziele des Westens in Nordafrika und im Nahen Osten gespielt, weil sie Waffen und Kämpfer nach Mali und Syrien schickte, um von der NATO unterstützten Terroristen bei der Bekämpfung der Regierungen beider Staaten zu helfen. Unter el-Kib hat Libyen auch bereits
wichtige Beiträge zur Durchsetzung der westlichen Agenda in der Arabischen Welt geliefert. Zusammen mit der Regierung Tunesiens, die derzeit von dem von den USA bezahlten  "Aktivisten“  Moncef  Marzouki geführt wird, hat Libyen der jetzigen Regierung Syriens die Anerkennung entzogen. Auch die von den USA installierte Muslimbruderschaft in Ägypten unterstützt die Absichten des Westens in der Region und hat erst kürzlich ein Eingreifen
der USA in Syrien gefordert. 


Die uninformierte Öffentlichkeit glaubt, die ganze Arabische Welt sei "auf dem Weg in die
Demokratie", und die bereits "demokratisierten" Staaten würden ihren noch nicht befreiten
Nachbarn helfen, ihre Diktatoren zu vertreiben. Sie glaubt irrtümlicherweise auch, die USA
würden auf diesen sich (angeblich) von selbst entfaltenden Prozess nur "reagieren" und
ihn fördern. 


In Wirklichkeit wurde der so genannte "Arabische Frühling" bereits 2008 vom Westen in
Gang gesetzt – mit Hilfe von angeworbenen Aktivisten, die in die USA geflogen und dort
ausgebildet wurden; sie erhielten Geld und die nötige Ausrüstung, damit sie nach der
Rückkehr  in  ihre  Heimatländer  koordinierte  Destabilisierungskampagnen  inszenieren
konnten. 


Nach zunächst legitim erscheinenden friedlichen Protesten begannen gewalttätige Elemente, die bereits ab 2007 – und in Libyen sogar noch viel früher – angeworben worden waren, gewaltsame Reaktionen der jeweils ins Visier genommen Regierungen zu provozieren. General Wesley Clark von der US-Army hat über die bereits seit 1991 laufende Planung von Umstürzen in bestimmten Ländern berichtet, die 2001 sogar in einer Liste zusammengefasst wurden. Auf dieser Liste, die General Clark während einer Rede preisgab, die am 3. Oktober 2007 im Commonwealth-Klub in Kalifornien gehalten hat, stehen sieben Staaten deren Destabilisierung und Zerstörung das Pentagon seit langem plant: der Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, der Sudan und der Iran. 


Im Rahmen des geplanten militärischen Feldzuges des Westens gegen die gesamte Arabische Welt sind die Wahlen in Libyen eine reine Farce, die nur dazu dient, der Schaffung
eines dem Westen hörigen Marionettenregimes ein demokratisches Mäntelchen umzuhängen und die Libyer und die Weltöffentlichkeit zu täuschen. 


Quelle: luftpost-kl.de


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