Montag, 18. Juni 2012

Das Kapitalismus-Komplott der Finanzmafia

Kapitalismus
Ein Betrug?
Ein Mittel zum Zweck?
Ein Werkzeug in den Händen gewissenloser Menschen?


Regierungsbeteiligung beim Betrug

Niemand hat bemerkt, daß dieser zerstörerische Prozeß von der US-Regierung und speziell dem IMF gefördert wurde. Dies wurde stillschweigend getan, indem die Anleihen von US-Anlegern in Mexiko garantiert wurden und indem Länder wie Rußland und Argentinien unverantwortlicherweise ermuntert wurden, unbezahlbare Schulden zu machen. Dies war in der Tat eine offiziell geplante, kriminelle Verschwörung, die darauf abzielte chronisch schwache Wirtschaften dazu zu bringen, Schulden zu unhaltbar hohen Zinssätzen zu machen und es dadurch westlichen Spekulanten und finanziellen Institutionen zu erlauben, extrem hohe Profite zu machen. Dies funktioniert, so lange der IMF den lokalen Wechselkurs gegen den Dollar stützt. Diese Maßnahme hat stark zur Massenverarmung in Rußland, Argentinien und in anderen Ländern beigetragen.
Im Jahr 2003 deutete die Nachricht, daß der in Italien ansässige, multinationale Nahrungsmittelkonzern Parmalat ein Loch in der Größe von vier Milliarden Euro in seiner Bilanz hatte, zuerst auf einfachen Diebstahl durch die Topmanager der Gruppe hin. Danach hat sich jedoch herausgestellt, daß ein großer Teil der Verluste der Firma (die über dreissig Jahre angesammelt wurden) das Ergebnis von politischer Unterstützung war, die an hohe Regierungsmitglieder in der ganzen Welt ausgegeben wurde
Jeder finanzielle Abschwung ist heute viel drastischer, da die finanzielle Wohlfahrt der meisten Bürger nun direkt mit der Leistung der finanziellen Märkte verbunden ist. Die daraus folgende Bedrohung der Renten von so vielen Menschen ist ein soziales und politisches Problem von potentiell katastrophalem Ausmaß.

Zunehmende Macht der Konzerne

Es ist wichtig, sich der gewaltigen und wachsenden Macht der Konzerne bewußt zu werden, welche die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen in einer zunehmend deregulierten Welt beeinflußt.
In einer Welt mit zunehmendem Wettbewerbsdruck und schwindenden Möglichkeiten, echte Gewinne zu machen, werden wenige Konzernführer bezweifeln, daß kontinuierliche Täuschung beim Berichten ihrer finanziellen Ergebnisse an die Öffentlichkeit notwendig ist.
Die herrschenden, politischen Interessengruppen in der Westlichen Welt waren seit den 1970ern fest entschlossen, sich jeder Änderung der globalen Wirtschaftsordnung und der Machtstrukturen zu widersetzen, welche ihre eigene Überlegenheit und ihren überproportionalen Anteil am Reichtum der Welt verringern könnten.
Seit der Französischen Revolution im Jahr 1789 (in welcher der Zusammenbruch der französischen Monarchie durch wirtschaftliches Versagen ausgelöst wurde) gab es eine generelle Neigung unter den westlichen Eliten, zumindest minimale Konzessionen an jene Kräfte zu machen, die andernfalls einen viel stärkeren soziale und politischen Umsturz auslösen könnten.
Daher haben traditionelle Monarchien oder aristokratische Gesellschaften in den darauffolgenden 150 Jahren den Revolutionen der Bourgeoisie nachgegeben und das Wahlrecht schrittweise auf die gesamte Bevölkerung ausgedehnt.
Die derzeitige Starrheit der herrschenden Elite ist in direktem Gegensatz zum Geist des liberalen Pragmatismus, der es der vorherigen herrschenden Elite erlaubte, sich dem Wandel im neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts anzupassen. Dies mag auf den Erfolg des vorhergehenden Nachkriegsaufschwunges zurückzuführen sein, der dem Großteil der Bevölkerung die Illusion gab, daß das System andauernde Verbesserung des Lebensstandards garantieren kann.
Diese verblüffende Starrheit wird durch die zunehmend entscheidende Dominanz der Konzerne bewirkt, welche mit ihren riesigen, finanziellen Ressourcen die politischen Prozesse und so auch die Handlungen und Erklärungen der öffentlichen Organisationen (wie etwa der Weltbank) kontrollieren. Sie wissen, daß jede Bestrebung, ihre immensen Privilegien zu reduzieren, zu einem effektiven Abbau der Strukturen führen könnte, auf die sich ihre parasitische Macht stützt, speziell der Strukturen der finanziellen Märkte.

Doppelspiel der Regierungen

Jeder Zweifel am Doppelspiel der herrschenden Elite wurde beseitigt als klar wurde, daß sowohl die Magnaten der Wall Street sowie auch die Regierungen in Washington Komplizen bei den Verbrechen von Enron und World Com waren.
Die Tatsache, daß die Busch-Regierung bereit war, inmitten einer solchen riesigen Finanzkrise sowohl massive Steuererniedrigungen (die den Reichen nützen) durchzusetzen als auch den kostspieligen und unprovozierten Krieg im Irak zu beginnen zeigt, daß sie sich nicht um das Allgemeinwohl kümmert und bereit ist alles zu tun um eine kurze Atempause zu erhalten oder um die Öffentlichkeit vom aktuellen Geschehen abzulenken
Es ist ein äußerst beunruhigender Schluß aus diesen Erscheinungen des Verfalls, daß eine Kraft, die sich durch nichts vom organisierten Verbrechen unterscheidet, die Kontrolle über die mächtigsten Regierungen der Welt erworben hat.
Der spektakulärste und am besten dokumentierte Fall war der Skandal der neu deregulierten, amerikanischen Spar- und Kreditindustrie in den 1980ern, einer beispiellosen Orgie von betrügerischen Krediten und Bankrott, in welcher die Familie von Präsident George H W Busch in bedeutendem Maß verwickelt war. Dies führte zu einer Rettungsaktion durch dem selben Präsidenten im Jahr 1989, die dem US-Steuerzahler auf lange Sicht etwa 1.4 Billionen Dollar kosten wird.
Es ist ein weiterer Beweis für die Annahme, daß die US-Regierung kriminell unterwandert ist, daß die zweite Busch-Regierung im Jahr 2001 versuchte, die internationalen Regeln zur Beschränkung der Geldwäsche zu lockern. Solche Bemühungen passen auch zum Versagen der USA und von anderen westlichen Führern, entschlossen zu handeln und die Verbrecher in Fällen wie Enron der Gerechtigkeit zuzuführen.
Es ist genauso schwer, sich die offizielle Sorglosigkeit erklären, trotz der Gefahr die eine so katastrophale Politik wie der freie Fluß von internationalem Kapital für die wirtschaftliche und soziale Stabilität bringt, außer wenn man Beihilfe zum Betrug auf höchster Ebene vermutet. Die Tatsache, daß Washington darauf besteht diese Struktur schwachen Wirtschaften aufzuzwingen, für welche sie nur den Ruin bedeuten kann, läßt sich nur als wirksame Verschwörung der finanziellen Konzerne verstehen, die willens und fähig sind ihre eigenen Interessen auf Kosten der Öffentlichkeit durchzusetzen.
Selbst wenn es nun von den Führern des Westens akzeptiert wird, daß das Problem des zunehmenden, globalen Chaos nicht länger ignoriert werden kann, so scheint ihre Reaktion dennoch völlig planlos zu sein. In ihrer Phantasiewelt wird das derzeitige Problem der globalen Ordnungslosigkeit auf “Versagerstaaten” zurückgeführt, die sich als unfähig erwiesen haben, ein Mindestmaß an Strukturen zu etablieren, die den Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprechen und die für Ordnung und Stabilität erforderlich sind. Als Lösung dieses Problems wird nun vorgeschlagen, daß die stärkeren Nationen eine Art von imperialer Hegemonie über die schwachen oder zusammengebrochenen Staaten etablieren.
Es ist höchst erstaunlich, daß diese Vorschläge auf der Ablehnung der fundamentalen Prinzipien der modernen internationalen Beziehungen beruhen (siehe Philip Bobbitt “The shield of Achilles” (Der Schild des Achilles) und Robert Cooper “The New Liberal Imperialism” (Der neue, liberale Imperialismus) im Observer, 7. April 2002.)
Es scheint daher nicht übertrieben anzunehmen, daß die herrschende Oligarchie in Washington versucht ein Klima zu schaffen, in dem militärische Konflikte verschiedener Art als Normalzustand betrachtet werden, und im dem die Menschenrechte in einem mehr oder weniger permanenten Ausnahmezustand aufgehoben werden können.
Man kann sich fragen wie lange es wohl noch dauert, bis die unverantwortlichen und parasitären Kräfte, die das System dominieren, den Körper zerstören von den sie sich ernähren.
Leider ist der Durchschnittsmensch hauptsächlich damit beschäftigt seinen eigenen Platz in der Welt zu verbessern und macht sich daher wenig Gedanken darüber, woher all der Überfluß kommt und welche Folgen er hat.
Es ist daher notwendig darüber nachzudenken, ob eine solche, bösartige Verschwörung in der Tat existiert, ob das System nur außer Kontrolle ist oder ob es einem detaillierten Plan folgt, der zu Chaos und schließlich zur Herrschaft über die ganze Welt fährt.
Quelle: doeda.com

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