Dienstag, 1. Mai 2012

Das ist das Leben..?


Wir sind eine tote Generation. Ohne Ideale, ohne Moral, ohne Helden, ohne Sinn und Zweck. Naja, ohne Sinn und Zweck nicht ganz: Der Sinn unserer Existenz ist schlichtweg die Existenz des Systems sicherzustellen. Dinge wie „Selbstverwirklichung", „höheres Selbst" oder „Erleuchtung" sind nur Schlagworte einer nicht erreichbaren Wunschvorstellung!
Nachdem wir die ersten Jahre unseres Lebens noch in gnädiger Ruhe verbringen konnten, geht es spätestens zur Einschulung schon los. „Ihr lernt fürs Leben“ erzählen uns Lehrer und Eltern jahrelang. Doch in Wirklichkeit werden wir auf das System vorbereitet, als Konsum-, Zins- und Steuersklaven! Wir lernen für ein "Leben", in dem man nach „Schlüsselqualifikationen“ bewertet wird und nicht nach gesundem Menschenverstand. Eine humanistische Bildung findet in den Modernen Anpassungsfabriken (Schulen) nicht statt. Es geht schlichtweg darum, so kompatibel für das System der Arbeit zu werden, wie möglich. Es geht NICHT darum ein selbstständig denkendes, verantwortungsbewusstes Individuum zu werden. Daher werden wir angepasst, getrimmt und mit sinnlosem Fachwerk gefüttert, um uns so gut wie möglich an die Anforderung der Arbeitsmaschinerie anpassen zu können.
Im nächsten Schritt kommt die Eingliederung in das System. Mit den angelernten Attributen von willenloser, sinnloser, moralfreier und stumpfer Pflichtsamkeit findet jedes Rädchen ein Platz im System. Sei es in der Produktion von Konsumgütern, in der Rodung und Vernichtung unseres Ökosystems, oder selbst im genialsten Radkasten des Systems. Hier hat sich das System nämlich ein Auffangbecken und einen Schutzmechanismus gegen seine Feinde und Ungereimtheiten geschaffen. Ein Millionen Menschenseelen verschlingendes Ungetüm, das einzig und allein dem Selbsterhaltungszweck dient: Die Bürokratie.
Unsere Arbeit besteht meist in einer stupiden Abfolge einstudierter Drills, die sich über unsere Standartarbeitszeit von 8,5 Stunden erstrecken. Nach dieser Stumpfsinnigkeit verschlägt es nach hause… Fertig und abgearbeitet von der täglichen Opferung ans System sind wir meist viel zu müde und geschafft, um noch kreativ, aufrührerisch, erfinderisch agieren zu können. Wir sind so getrimmt worden, dass jede unsere Tätigkeiten eine Produktivität aufweisen muss. Alles andere sehen wir schon als Verschwendung unserer Zeit an. Ausgenommen natürlich Dinge, die uns der Propagandaapparat des Systems als Allheilmittel verspricht: KONSUM, Konsum und noch mals Konsum ist hier das Zauberwort: Wir brauchen natürlich immer die teuersten Marken. Egal, ob Kleidung, Möbel, Autos und selbst sinnlose Konsumartikel. Wie niedrig die Produktionskosten und der Realwert eigentlich ist, spielt für uns keine Rolle, solange ein bekannter Markenname darauf abgedruckt ist. (Ein sehr schlauer Trick des Systems, um uns etwas für mehr Wert zu verkaufen, als es eigentlich ist) Wir sind zu erwachsenen Ü-Ei Sammlern geworden, die ein Stück Plastik, welches einen Wert von 0,1 Cent hat, für 100 Euro zu handeln.
Dazu kommt das Fernsehen und die Medienwelt. Wie viele Stunden verbringt man sabbernd, nichts- denkenden vor der Flimmerkiste, ohne sich eine Stunde später noch an den eigentlich Inhalt des Gesehenen erinnern zu koennen. Das Fernsehen raubt unserer Generation den Willen und die Triebhaftigkeit. Gleichzeitig wirkt es als Progagandamaschine Nr.1 für das System! Minütlich wird uns gezeigt, was wir besitzen (konsumieren) müssen, um glücklich zu werden. Dies wird nicht nur auf subtil direkte Weise praktiziert, sondern auch durch sublime Nachrichten in Filmen, Werbespots und anderen Sendungen. Das hierbei auch gleich die jeweilig dominante Kriegstreibernation der Erde ihre Siegerpropaganda über die ganze Welt verstreut, möchte ich nur der Vollständigkeit halber ansprechen.
Meldet sich in unseren Körpern doch nach Jahren der unnatürlichen Betätigung doch mal ein evolutionärer Überlebenstrieb hat auch das System hierfür die perfekte Lösung gefunden! Will man nämlich eine Familie gründen, Kinder in die Welt setzen usw. wird man unweigerlich zum abhängigen Sklaven vom System. Um heutzutage ein Haus zu bauen, muss man sich bei seiner Bank des Vertrauens verschulden. Diese Schulden werden oft sogar noch an die nächste Generation weitergegeben. Grossartig gespart hat man sein Leben lang ja sowieso nicht, weil es viel zu viel zu konsumieren gab, oder man viel zu viele alternative Ablenkungen zum täglichen  Trott gebraucht hat. Natürlich verlangt die Bank auch Zinsen und so kann sich das Bankensystem immer weiter und weiter von seinen Zinsknechten ernähren. Auch für unseren Lebenspartner ist es ungemein wichtig eine(n) reiche(n) Ehemann/frau zu haben. So wird sichergestellt, dass der Nachwuchs auch gedeihen kann. Ob der Partner dabei durch seinen materiellen Erfolgsflug auf soziale Kompetenz verzichten muss, ist zweitrangig. Auf diese Weise hat das System eine doppelte Schnippe geschlagen. Man muss in den Konsumkreis einsteigen, um eine Familie zu gründen. Wenn man die Familie gegründet hat, muss man sie durch Aufwendungen die das System einem bietet, finanzieren. Dabei verschuldet man sich so weit, dass man auf keinen Fall aus dem System aussteigen kann!
Jetzt bleibt unserem arbeitswilligen Systemling natürlich nichts weiter übrig, als immer weiter den Sklaven zu spielen. Selbst wenn es ihm eines Tages klar wird, dass seine Existenz einen völligen Nullwert hat, kann er nicht aussteigen. Wo will er hin gehen? Was will er machen? Wie will er seine Lieben ernähren? Also versucht er sich so weit es geht abzulenken. Er pilgern sonntäglich ins Fussballstadium, um den Gott der Moral und der Werte, durch den Gott des Konsums und der Stumpfsinnigkeit zu ersetzen. Er betäubt sich mit so vielen Drogen, wie ihm zu Verfügung stehen und spielt weiter das Spiel des Systems- ein Spiel in den ihn seine Eltern geboren haben und in die er wieder neue Rädchen setzt, rein zur Steigerung der Produktivität und der Selbsterhaltung des Systems.
„Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. Wir sind die Zweitgeborenen dieser Geschichte, Leute. Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein Spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten.“ -Tyler Durden

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