Montag, 9. April 2012

Medien Dämonisieren Putin - weil er Russland nicht dem Westen unterwirft



Die Dämonisierung des designierten russischen Präsidenten Wladimir Putin im Westen ist dem US-amerikanischen Russland-Experten Stephen F. Cohen zufolge die Rache für Washingtons gescheiterten Plan, Russland zu unterwerfen, schreibt die Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ am Montag.
Diese Auffassung äußerte der Professor auf einer Konferenz an der New Yorker Columbia University über die Rolle der Medien in den russisch-amerikanischen Beziehungen. Nach seinen Worten werden von den Medien die Ereignisse in Russland in den vergangenen 20 Jahren weniger objektiv als in Zeiten des Kalten Kriegs beleuchtet. Die Berichte seien allzu ideologisiert und hängen von der offiziellen Position Washingtons ab, stellte Cohen fest. „Unbewiesene Behauptungen, unbegründete Urteile und zweifelhafte Pauschalisierungen in Bezug auf Russlands Geschichte und Politik werden als absolute Wahrheit dargestellt“, kritisierte der Experte.
„Seit den frühen 1990er Jahren richteten sich die Medien nach der Meinung der Clinton-Administration und stellten Boris Jelzin als Führer dar, der die Bewegung zur Schaffung eines solchen Russlands verkörperte, wie man es in Amerika sehen wollte“, betonte er. „Wie Cheerleader begrüßten unsere Reporter alles, was der Kreml damals unternahm. So löste er 1993 das legitim gewählte Parlament unter Gewaltanwendung auf, ordnete die Medien den Interessen der Oligarchen unter, fälschte die Ergebnisse der Präsidentenwahl 1996 und löste einen Krieg in Tschetschenien aus. Das alles wurde von den US-Medien als `russische Demokratie in Aktion´ dargestellt.“
Dabei seien Dinge wie das „wilde Plündern der Staatskasse unter dem Vorwand der Privatisierung“, die Entstehung eines kleinen Kreises von Oligarchen, der Zusammenbruch des Sozialsystems, die dadurch verursachte Verarmung der Bevölkerung und die grassierende Korruption übersehen worden, konstatierte Cohen. Das alles habe als „normal für die Übergangszeit in Russland“ gegolten. Jelzin sei zum unentbehrlichen Demokraten und Reformer erklärt worden, obwohl er sich mit „Dieben und Gaunern“ umgeben habe, lange bevor dieser Begriff vom Enthüllungsblogger Alexej Nawalny eingeführt wurde, ergänzte der Professor.
US-Journalisten seien in den vergangenen Jahren nicht gerade professioneller geworden, aber Wladimir Putin werde jetzt für alles kritisiert, wofür Jelzin früher gefeiert worden sei, fuhr Cohen fort. „Jetzt heißt es, Russland hätte unter Putin die Demokratie abgeschafft. War der Panzerbeschuss des Parlaments demokratisch?“ Falsch sei auch, dass die Ermordung von Journalisten in Russland ein Merkmal der Putin-Regierung sei. In der Amtszeit Jelzins seien mehr Journalisten als in der von Putin getötet worden, sagte er unter Berufung auf das Komitee für Journalistenschutz.
Das Verhalten der US-Medien gegenüber Putin bezeichnete Cohen als „Dämonisierung“. Für die Amerikaner sei er für alle Sünden verantwortlich, die unter Jelzin begangen worden seien. In der „Washington Post“ sei Putins Team vor kurzem als „korrupt und böse“ bezeichnet worden, erläuterte er. Dabei sei aber Russlands wirtschaftlicher und kultureller Aufschwung unter Putin übersehen worden. „Unter Putin wurden in Russland die Löhne und Renten stark angehoben. Egal ob es dem Westen gefällt, Putin hat mehr als 60 Prozent der Stimmen bei der jüngsten Präsidentenwahl erhalten“, ergänzte der Professor.
Quelle: de.rian.ru

Kommentare:

  1. ich sage nur: Danke Herr Präsident für Woronesh und von Herzen kommende Gratulation für die gewonnene Wahl!!
    I love Putin - i am deutsch!

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  2. Es ist sehr wichtig, die politischen Gegebenheiten aus der Nähe zu betrachten. Denn aus der Ferne lassen sich die Zustände und Entwicklungen in Russland nur immer schwer beurteilen.

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  3. Die Medien pushen generell alles etwas mehr auf, so auch Putin. Aber es gibt immer ein Stück Wahrheit an den News in den Medien.

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