Sonntag, 8. April 2012

Kriegslügen: Mit erfundenen Behauptungen wurde der Überfall auf Libyen legitimiert



Dass die westliche Kriegskoalition, die ihren Krieg bis heute mit angeblichen Flächenbombardements der libyschen Regierung gegen die eigene Bevölkerung rechtfertigt, ganz offenkundig gelogen hat, ist mittlerweile amtlich – zumindest in Deutschland: Auf eine Kleine Anfrage (pdf-Datei) der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen, Wolfgang Gehrcke und Christine Buchholz gibt die Bundesregierung unumwunden zu, dass ihr "keine detaillierten Informationen über Angriffe der libyschen Luftwaffe auf Zivilisten" vorliegen!


Bereits kurz danach berichteten Medien darüber, dass der russischen Militärführung, die seit Beginn des Rebellenaufstandes in den östlichen Provinzen die Lage überwacht, nach dem ihr vorliegenden Bildmaterial aus dem Weltall keine systematischen Bombardierungen oder Massaker an der Zivilbevölkerung bekannt seien. Zwar bezogen sich westliche Militärs und Medien mehrfach auf angebliche Bombardierungen, gleichwohl legte die westliche Kriegsallianz weder vor noch nach Beginn der Bombardierungen entsprechendes Bildmaterial auf den Tisch, das ihre Behauptungen stützen würde. Dies ist umso verwunderlicher, als es in einer Zeit geschieht, in der vermittels Google Earth jedermann (zwar zeitlich verzögert) sogar den Inhalt des umzäunten Gartens seines Nachbarn ausspähen und permanent jeder Quadratmeter der Erdoberfläche abfotografiert werden kann.


Sukant Chandan war Teil einer internationalen Delegation, die die zivilen Opfer in Libyen untersuchen sollten. Die Delegation bestand aus einer Mischung verschiedener Briten, z.B. Ärzte, Journalisten, etc. Sukant Chandan erklärt, dass die Grundlage für die UN-Resolution 1973 die Behauptung war, dass Gaddafi drei bestimmte Stadtviertel in Tripolis von der Luft aus bombardiert hätte. Die Delegation wäre in diesen Stadtvierteln gewesen und hätte absolut überhaupt keine Anzeichen von irgenwelchen Luftangriffen gefunden. Er sagt, wenn eine Behauptung aufgestellt wird, dann müsste diese ordentlich überprüft werden, was nicht getan worden ist. 


Die NATO hat also einen Krieg gegen eine souveräne Nation auf der Grundlage von Anschuldigungen begonnen, die ohne Grundlage waren, nach dem zu urteilen, was seine Delegation gefunden hat. Chandan betont, dass bisher kein internationales Untersuchungsteam vor Ort war, um die Vorfälle zu untersuchen, auch nicht die Folgen der NATO-Angriffe. Während die britischen Journalisten, die bereits einen Monat vor Ort waren, nur ein zivilies Opfer der NATO-Angriffe fanden, hatte die Delegation innerhalb eines Vormittags 7 zivile Opfer der NATO-Angriffe gefunden, bestätigt durch Krankenhausaufzeichnungen und Totenscheine.


Er weist darauf hin, dass dies alles von unabhängigen Kommissionen untersucht werden müsste, was sowohl die libysche Regierung als auch verschiedene Länder gefordert hatten. Er berichtet, der Delegationsführer wäre nach Ankunft ihrer Maschine in London von der Polizei in Gewahrsam genommen worden und würde aktuell noch verhört. Er stellt die Frage, warum die britischen Journalisten, die Zugang zu Bengasi hatten, die massenhaften Lynchmorde der Rebellen an schwarzen Libyern nicht untersucht haben.


Beitrag von RussiaToday von 23.04.2011 
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Quelle: uweness.eu

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