Mittwoch, 2. November 2011

Libyen-Krieg: Fidel Castro verurteilt USA und NATO wegen Genozid


Übersetzung John Schacher
Der frühere kubanische Staatschef Fidel Castro verurteilte US-Präsident Barack Obama wegen der Aussagen, die dieser letzte Woche vor der UN-Generalversammlung in New York City gemacht hatte.
Castro sagte Obama stelle die Kriege, in die Amerika derzeit verwickelt ist völlig falsch dar und nannte dessen Ansprache vor den Vereinten Nationen (UN) von letzter Woche ‘Geschwafel‘. Er beschuldigte USA und NATO, Massenmorde am libyschen Volk verursacht zu haben.
“Trotz des schamlosen Monopols im Bereich Massen-Informationsmedien und den faschistischen Methoden der Vereinigten Staaten und ihrer Alliierten, mit dem sie die Meinung der ganzen Welt verwirren und betrügen, wächst der Widerstand der Leute. Dies kam in den bei den Vereinten Nationen geführten Debatten der letzten Woche zum Ausdruck,” schreibt Castro auf der Website cubadebate.cu.
Bei seiner Ansprache vor der UN-Vollversammlung letzte Woche nannte Präsident Obama die symbolische Führerschaft von Muammar Al-Quadhafi, der seit seiner Machtübergabe 1977 an das libysche Volk kein öffentliches Amt ausübt, eine “Greueltat”.
Castro glaubt deshalb berechtigterweise, dass Obama und NATO den Überfall auf Libyen vorbereitet haben und dessen Realitäten mithilfe der Erklärungen des obersten Kriegsherren extrem verdrehen.
“Wer versteht diese Geschwafel des Präsidenten der Vereinigten Staaten vor der Generalversammlung?” fragte der frühere kubanische Führer in einem Editorial der Regierungs-Website.
“Welche Position ist angesichts des Völkermordes der NATO in Libyen einzunehmen? Möchte sich irgend jemand von Ihnen erinnern, dass unter ihrer Führung die Regierung ihres Landes die monströsen Verbechen der Vereingten Staaten und ihrer NATO-Alliierten unterstützte?” fuhr er fort.
Castro ist nicht der Einzige, der die Motive Amerikas in Frage stellt. Auch der US-Kongress selbst griff Obama kürzlich wegen der fortdauernden Kriege gegen Libyen und Afrika scharf an. Schon früher in diesem Sommer bezichtigte der Jurist Dennis Kucinich den Präsidenten, einen Krieg ohne Zustimmung des Kongresses begonnen zu haben.
“Seit wann übertrumpft die NATO die Verfassung der Vereinigten Staaten?” fragte Kucinich damals.
Der Reporter Jerrold Nadler aus New York stichelte ähnlich: “Sollte der Präsident – wie der König von England – in seiner Aussenpolitik ein Diktator sein?”
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