Mittwoch, 22. Juni 2011

Regionalwährung / Regiogeld als Alternative zum Euro

Ein grober Überblick:

  • Regionalwährungen bilden regionale Märkte
  • Regionalwährungen formen regionale Wirtschaftsstrukturen
  • Regionalwährungen fördern den Mittelstand, das freie Unternehmertum und regionale Wirtschaftskreisläufe
  • Regionalwährungen verbessern die Finanzlage von Unternehmen, verbilligen Kredite, binden Kaufkraft an die Region und haben eine Vielzahl nützlicher "Seiteneffekte" ...
Regionalgeld ist ein Zahlungsmittel, welches zusätzlich zum gesetzlichen Zahlungsmittel (Euro) von Unternehmen, Angestellten und Institutionen benutzt wird.
Regionalgeld gilt nur in der Region, für die es konzipiert wird, was beispielsweise durch den Namen deutlich gemacht wird: "Chiemgauer", "Berliner", "Waldviertler", "Elbtaler". "Lausitzer".
Regionalgeld ist ähnlich einem Werbe-Gutschein, nur daß Regiogeld nicht von einem einzelnen Unternehmen herausgegeben und genutzt wird, sondern von einem Zusammenschluß von Unternehmern und Verbrauchern. Genau wie Gutscheine sind auch die meisten Regionalgelder zeitlich befristet gültig, um den flüssigen Umlauf des Geldes zu fördern.

Wie wirkt eine Regionalwährung?

Aufgrund der regionalen Begrenzung kann Regionalgeld im Gegensatz zu überregionalem Geld nicht aus der Region abfließen und hält die Kaufkraft der Bevölkerung in der Region. Es fördert somit regionale Wirtschaftskreisläufe, besonders zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen. Von der Förderung der Unternehmerschaft profitieren die Angestellten ebenso wie die gesamte Region. Die zeitliche Begrenzung verhindert, daß es zu Störungen im Wirtschaftskreislauf aufgrund von Zahlungsstockungen-Stockungen durch Geldhortung kommt ("schlechte Zahlungsmoral").

Welche Vorteile haben Unternehmer durch eine Regionalwährung?

Durch die zeitliche Befristung erhöht sich die Zahlungsmoral der Kunden, da ein Verzögern der Zahlungen teurer wird. Regionalgeld stellt zusätzliche Kaufkraft in der Region zur Verfügung, welche den teilnehmenden Unternehmen zusätzliche Umsätze verschafft. Regionalgeld hilft, vorhandenen Produktions- und Leistungskapazitäten besser auszunutzen.

Welche Vorteile hat die Region durch eine Regionalwährung?

Regionales Geld fördert die regionale Wirtschaft und macht sie unabhängiger von außerregionalen Ereignissen. Höhere Kaufkraft der Bevölkerung bedeutet höhere Umsätze der Unternehmen, bedeutet Rückgang der Arbeitslosigkeit und Verminderung der Bevölkerungsabwanderung. Die Kommunen können mit höheren Steuereinnahmen (in Regionalgeld) rechnen, der Wohlstand der Region steigt durch die angestoßene Konjunktur. Regionalwirtschaft verringert den überregionalen Transport und damit den Schadstoffausstoß sowie das Verkehrsaufkommen, was der strapazierten Umwelt in Zeiten des Klimawandels zugute kommt.
Überregionaler Handel wird weiterhin mit dem überregionalen Zahlungsmittel abgewickelt. Mit dem Regionalgeld wird jedoch der Handlungsbereich der regionalen Akteure um einen regionalen Markt erweitert.
Regiogeld oder auch Regionalgeld ist ein relativ junges Phänomen in der Ökonomie. Seitdem im Jahr 2003 der Chiemgauer am Chiemsee gestartet ist, hat das Projekt zahlreiche Nachahmer gefunden und die Vorstellungen davon, wie Geld funktionieren kann, enorm bereichert. Regiogeld ist ein für eine Region konzipiertes Zahlungsmittel, welches zusätzlich zum Euro eingesetzt wird.
*********************************************************************************************

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Alternative Medien

Blog-Archiv