Freitag, 24. Juni 2011

Nahost: Alarmstufe Rot in Israel - vorbereitungen für einen großen Krieg werden getroffen


Israel ist in Alarmzustand und bereit für einen Krieg



Wie ich im vorgehenden Artikel berichtet habe, übt der israelische Zivilschutz und die Armee seit einigen Tagen hektisch den Alarmzustand im Lande. Es gibt viele Anzeichen dafür und es stellt sich die Frage, warum jetzt? Wie wir aus sicherer Quelle vernommen haben, rechnet Israel mit einem Vergeltungsschlag und bereitet sich darauf vor. Nur, Vergeltung wofür? Einen eigenen Präventivangriff auf ein Nachbarland? Uns ist gesagt worden, man soll Israel ab August nicht mehr bereisen, denn der ganze Nahe Osten könnte in einer kriegerischen Auseinandersetzung verwickelt sein. Zufällig fällt auch der diesjährige Ramadan genau in den Monat August. 

Laut tönende Alarmsirenen haben die Bevölkerung von ganz Israel in die Schutzräume am Mittwoch um 11:00 Uhr flüchten lassen. Um 19:00 Uhr wurde die Übung wiederholt. Sogar die Mitglieder der Knesset mussten ihre Debatte unterbrechen und den Bombenkeller aufsuchen, während Premierminister Benjamin Netanyahu und sein Kabinett in einem geheimen Untergrundbunker ihre Sitzung abhielten. 




Die Sirenen waren teil einer landesweiten Zivilschutzübung mit dem Namen „Turning Point 5“ oder "Wendepunkt 5". Die Übungen fingen am vergangenen Sonntag an und werden die ganze Woche andauern. Es wird der Angriff durch ballistische Raketen simuliert und ein "regionaler Krieg" als Szenario angenommen. Die 3'100 Sirenen des Landes wurden getestet und die Reaktion der Bevölkerung beim Aufsuchen der Schutzräume. Das ist das erste Mal, dass zwei solcher Test am selben Tag durchgeführt wurden.

Als Schreckgespenst wird ein Angriff der Hizbollah aus dem Libanon und der Hamas aus dem Gaza-Streifen an die Wand gemalt. Ausserdem wird behauptet, Syriens Bashar Assad könnte in letzter Verzweiflung, um an der Macht zu bleiben oder als finales Ende, einen Angriff auf Israel starten. 

Wie kann jemand auf den Gedanken kommen Israel zuerst anzugreifen, wenn man dann mit der sicheren Vernichtung sogar mit Atombomben rechnen muss. Die Panikmache ist grundlos, denn mit so etwas muss Israel nur rechnen, wenn sie selber jemand zuerst angreifen und das könnte durchaus der wirkliche Grund für die Übung sein. 

Heimatschutzminister Matan Vilna’i erzählte den Medien am Mittwoch, Israel war noch nie so gut für eine totalen Krieg vorbereitet wie jetzt, einen Krieg der im Gegenzug tausende Raketen auf das Land regnen lassen könnte. 
Die Übung ist sehr gut in jedem Aspekt verlaufen und wir arbeiten an Lücken die wir entdeckt haben,“ sagte Vilna’i. „Das ist die fünfte Übung und wir sind heute besser vorbereitet wie vor fünf Jahren.“ Bald soll die gesamte Bevölkerung mit Gasmasken ausgestatt sein.

Der Generalstabchef der israelischen Armee (IDF), Generalleutnant Benny Gantz hat bereits vorhergesagt, ein Konflikt mit der Hizbollah und Syrien könnte bald stattfinden. Er sagte, „Die Realität ist sehr ungewiss und die Lage kann sich sehr schnell innerhalb von Stunden ändern.

Generalmajor Amos Yadlin, ehemaliger Chef des militärischen Geheimdienstes, warnte am Mittwoch, Raketen die auf Israel gerichtet sind könnten nicht nur die Randgebiete wie Sderot und Kiryat Shmona treffen, sondern auch Tel Aviv und Jerusalem.

Der Sprecher der Knesset, Reuven Rivlin, sagte, die Parlamentarier “legen speziellen Wert auf die Wichtigkeit der Teilnahme der Knesset an der Übung – nicht nur als Staatsbürger, sondern weil wir unter der Gefahr eines Angriffs stehen.

Um sich vor einem Raketenangriff zu wappnen, hat Israel das sogenannten “Iron Dome” Verteidigungssystem mit Hilfe der USA entwickelt, sowie das „David’s Sling“ System, welches anfliegende Raketen abwehren soll.

Das „David’s Sling“ System soll Raketen mit einer Reichweite von 70 bis 250 Kilometer abfangen, die von der Hamas, Hizbollah oder Syrien abgefeuert werden können. Für Langstreckenraketen die angeblich aus dem Iran gestartet werden hat Israel das Arrow 2 System, das bald durch das Arrow 3 abgelöst wird. Damit sollen Raketen bereits hunderte Kilometer vom Ziel zerstört werden.

Diese ganzen Übungen und Vorbereitungen zeigen, Israel ist bereit für einen Krieg und auf mögliche Vergeltungsmassnahmen die dann eintreffen. Der geheime Bunker für die Regierung in den Bergen von Judea ist neu fertiggestellt worden und wurde zum ersten Mal am Mittwoch benutzt.

Warum diese Alarmübungen für das ganze Land, einschliesslich Parlament und sogar Regierung? Eine gut unterrichtete Quelle in Israel hat uns informiert, ab August könnte ein grösserer Konflikt losgehen und deshalb hat er uns den Rat geben, den Nahen Osten für Reisen zu vermeiden.

Im folgenden Video benutze der Abgeordnete des Likud, Danny Danon, die Gelegenheit um der Bevölkerung mitzuteilen, im Falle eines Krieges werden wohl die Feinde Israels in Damaskus und Amman ihre Schutzbunker aufsuchen müssen. „Die Lektion die in allen Ländern rund um Israel gelehrt werden soll lautet, Israel ist bereit für Frieden und für Krieg zur gleichen Zeit,“ sagte Danon.




Nachtrag:


Erwähnenswert ist auch der Bericht vom Magazin-Focus von Januar dieses jahres , darin heißt es: 
"Israels Generalstabschef Gabi Aschkenasi hat laut von Wikileaks veröffentlichten US-Dokumenten erklärt, die Armee seines Landes auf einen größeren Krieg im Nahen Osten vorzubereiten. Es sei leichter, einen größeren Einsatz „zu einer kleineren Operation zurückzufahren als umgekehrt“, wird Aschkenasi in einer Depesche der US-Botschaft in Tel Aviv zitiert, wie die norwegische Zeitung „Aftenposten“ am Sonntag berichtete."

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Quelle: alles-schallundrauch.blogspot.com

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