Montag, 6. Juni 2011

Es ist höchste Zeit ein Freidenker zu werden



Aufstände in Afrika, soziale Proteste in Spanien, Kernschmelze Fukuschima, scheinbar gefährlicher EHEC Virus grassiert in Deutschland, das Ganze angereichert mit Wahlkämpfen sowie Wirtschaftskrise, umhüllt von europäischen Völkern auf der Suche nach ihrer eigentlichen Identität. Was klingt wie ein „politisches Krimibuch“, ist unlängst Realität. Verändert hat sich lediglich der „Propagandarahmen“, denn all diese Unruhen, Bedrohungen umgeben die Menschheit bereits seit langem, werden allerdings erst jetzt intensiviert. Setzten Systeme früher auf reine mediale Spaßbetäubung, wird inzwischen das Mittel verschiedener Dramainszenierungen bevorzugt.

Warum dieser Wandel? Ganz einfach, wo Angstwellen pulsieren, braucht kein Verantwortlicher um seine Position fürchten, denn kritisch aufbauende Stimmen gehen im abstrusen Klang der Zeit klanglos unter. Beobachter am Wegesrand analysieren seit geraumer Zeit diverse Matrixverbindungen – Bürger zeigen Interesse an diesen Beobachtern. Nichts ist für politische Klassen schlimmer als ein nachdenkliches Volk, denn aus klaren Erkenntnissen entstehen konstruktiv kinetische, unabhängige, zwischenmenschliche Verbindungen, welche der Steuerung durch Fremdeinwirkung gänzlich entsagen.

Da Beobachter aus diesem Grund mitunter trotzdem weiter aktiv versuchen Menschenmassen aufzuklären, bleibt den Globalplayern nur die Existenzblockierung freier Wanderer. Zweifelsohne verfügen Beobachter durch strategisches Hintergrundwissen inzwischen jedoch ebenfalls über harmonisch, dynamische Strukturen, um genau solche Art Blockaden umgehen zu können. Beobachter haben einen konspirativen Wandel im Innern vollzogen, bauen Konstrukte keineswegs mehr aus Unzufriedenheitsimpulsen heraus auf, sondern dem Streben nach vollkommen neuen Basiswerten. Einzige Bedingung sogenannter Beobachter ist, dass sie selber nicht ins direkte Geschehen eingreifen dürfen, was wiederum neue Hürden entstehen lässt, da zwischenmenschliche Dimensionen über Jahrzehnte hinweg durch „Brot und Spiele“ nach Statusmanier gänzlich zerstört wurden. Vom projizierten Angstbild geleitet, lehnen daher viele Bürger das wahre Wort ab, üben lieber erniedrigende Kritik gegen ihren Nächsten.

Wer glaubt, das Kritikprinzip unter Bürgern sei neu, irrt gewaltig. Schon im Mittelalter freute sich der Pöbel, wenn einer Ihresgleichen zur Belustigung an den Pranger gestellt wurde. Im Buch Der Fürst von Niccolò Machiavelli findet man die seit Jahrhunderten umgesetzte simple Strategie.
Dort steht im fünften Kapitel „Wie Stadtstaaten oder Monarchien zu regieren sind, die vor der Eroberung ihre eigene Verfassung hatten“ folgendes: „Denn es gibt in Wahrheit kein sichereres Mittel zur Beherrschung als die Zerstörung.“

Genauer betrachtet setzen Bürger die Saat der Zerstörung unlängst dankend um. Ob im Bezug auf Umwelt, Mitmenschen, Tiere oder sonstige Faktoren, überall machen sie das Leben schwerer, als es wirklich ist, schaffen Hürden, wo keine sein müssten, um wieder ein Ticket für „kurzfristige Sicherheit“ zu erhalten. Der Run auf etwas, was aus der Logik heraus unnötig, führt letztendlich zum Systemüberlauf, einer von Dritten kontrollierten Kollision, denn wo wieder aufgebaut werden muss, lockt schnelle Kapitalvermehrung für gewisse Systemläufer.

Neustarts gibt es fortlaufend, ohne dass Menschen es merken, sie dienen dazu, gewisse Auswirkungen einer jahrelang desolat herrschenden Politik hinauszuzögern, lukrative Ausverkäufe zu ermöglichen bis zum endgültigen Systemkollaps, an welchem umgehend wieder verdient wird. Denn das Volk ist motiviert, mehr zu leisten, da wieder alles zerstört wurde, bekommt aber nicht mehr soziale Sicherheit, weil das Argument, „wir müssen alle mehr leisten aufgrund der Zerstörung“, bestens in Szene gesetzt wird.

Doch wie lange geht es noch so weiter? Warum baut sich die Masse nicht endlich einen eigenen, unabhängigen Weg auf? Wenn die Erde untergeht, ist es zu spät, dann nützen unsere menschlichen Phrasen rein gar nichts mehr, und wir stehen kurz davor, wenn wir nicht endlich Verantwortung für unser Dasein im Hier und Jetzt übernehmen. Von Generation zu Generation wurde die Verantwortung weitergegeben, ohne dass je eine Generation jener wichtigen Verantwortung jemals nachkam.
Es ist höchste Zeit sich aus dem Politischkorrektsein zu befreien und ein Freidenker zu werden, denn nur Freidenker haben die Welt Positiv verändert.


Ihr
Joachim Sondern

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