Donnerstag, 16. Juni 2011

Die NATO-Rüge des Mr.Gates und die US-Freiheitsmedaille an Merkel



Die Mitglieder der NATO seien derzeit in eine Zweiklassengesellschaft gespalten; die einen seien nur Nutznießer der von den anderen garantierten Sicherheit, sagte der US Verteidigungsminister Robert M. Gates heute in Brüssel. Gates sprach auf der NATO-Konferenz zu Sicherheits- und Verteidigungsfragen, die einen Tag nach dem Treffen der Verteidigungsminister der Allianz stattfand: 
"Schon in der Vergangenheit habe ich die (drohende) Aufspaltung der NATO in eine
Zweiklassengesellschaft offen kritisiert. Es gibt Bündnispartner, die sich auf 'weiche' humanitäre Einsätze, auf Entwicklungshilfe, Friedenssicherung und Verhandlungen beschränken und anderen Mitgliedern die 'harten' Kampfmissionen überlassen; die einen sind bereit und willig den Preis zu zahlen und die Lasten der Operationen des Bündnisses zu tragen, die anderen genießen nur die Vorteile und Sicherheitsgarantien der NATO-Mitgliedschaft und stellen lediglich Offiziere für die Hauptquartiere ab, wollen die Risiken und die Kosten aber nicht mittragen", führte der Verteidigungsminister aus.

Weil die USA dem Staatsbankrott eigentlich näher als Griechenland sind und jetzt auch ihren Militäretat zusammenstreichen müssen, hat US-Verteidigungsminister Robert Gates kurz vor seinem Ruhestand und der zu erwartenden Übernahme eines lukrativen Postens in der um ihre Höchstprofite bangenden US-Rüstungsindustrie die NATO-Partner der USA dazu vergattert, schleunigst mehr modernste US-Waffentechnologie zu kaufen, damit seine jetzigen Auftrag- und künftigen Arbeitgeber auch weiterhin aus dem Vollen schöpfen können. 


Da die bereits weitgehend ausgeplünderten kleinen US-Steuerzahler die Milliarden für neue Hightech-Waffen und neue völkerrechtswidrige US-Angriffskriege nicht mehr allein aufbringen können, sollen die schon längst als US-Marionetten vereinnahmten, noch etwas flüssigeren europäischen NATO-Staaten nicht nur noch mehr Soldaten stellen, sondern vor allem mehr US-Waffen kaufen. Die von Gates selbst mit 300 Milliarden US-Dollar bezifferten jährlichen Rüstungsausgaben der NATO-Partner sind schließlich kein Pappenstiel; da lohnt es sich schon, noch den ein oder anderen neuen Konflikt anzuzetteln und Europa, das endlich in Frieden leben könnte, mit hineinzuziehen.


Die Schelte des Herrn Gates galt natürlich hauptsächlich der Bundesrepublik Deutschland, auch wenn er sie nicht beim Namen nennt. Wenn die Milliarden, die jetzt noch in die Entwicklung fragwürdiger europäischer Rüstungsprojekte wie den Eurofighter, einen viel zu kleinen Militärtransporter und einen immer noch nicht einsatztauglichen Kampfhubschrauber fließen, für bereits vorhandene US-Konkurrenzprodukte ausgegeben würden, wäre die US Rüstungsindustrie auch weiterhin ausgelastet und müsste sich nicht vor einem plötzlichen Auftragsmangel fürchten. 


Während Gates in Brüssel die Peitsche schwang, fütterte Präsident Obama die Bundeskanzlerin in Washington mit Zuckerbrot. Mit der von den US-Medien kaum beachteten
Verleihung der Freiheitsmedaille sollte die als FDJ-Propagandistin bewährte "Freiheitskämpferin" Angela Merkel nicht nur belobigt, sondern auch für die teuren Wünsche des Herrn Gates gefügig gemacht werden. 


Bei der Ordensverleihung hat die Kanzlerin ja auch prompt den erwünschten Kotau vollzogen und dem US-Präsidenten feierlich die unverbrüchliche Bündnistreue der Bundesrepublik Deutschland zu einem Staat versichert, der mit immer neuen Kriegen das Völkerrecht aushöhlt und die Gefahr eines Dritten und letzten Weltkrieges heraufbeschwört. Bei der mit großem Pomp inszenierten Zeremonie Washington sagte sie:

"Ja, Deutschland und die Vereinigten Staaten teilen dieselben Werte: Demokratie und Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und universell gültige Menschenrechte. Weil das so ist, ist eine enge Partnerschaft und Freundschaft mit den Vereinigten Staaten ebenso eine Grundessenz deutscher Staatsvernunft wie die europäische Integration. Beide gehört zusammen. Beides ist und bleibt der Grundpfeiler deutscher Außenpolitik."

Außer dem wohlfeilen Orden hatte Frau Merkel vermutlich auch knallharte US-Forderungen im Gepäck, als sie zur vorübergehenden "Beerdigung" der Kernenergie nach Berlin zurückreiste: Neben der Entsendung einer "Bundeswehr-Friedenstruppe" zur Absicherung des Wiederaufbaus im zerbombten Libyen dürfte wohl auch von ihr verlangt worden sein, künftig mehr Ausrüstungsgüter für die Bundeswehr in den USA einzukaufen – bezahlt mit deutschen Steuergeldern, die dringend zur besseren Finanzierung von Sozialausgaben gebraucht würden.




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Quelle: luftpost-kl.de

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