Sonntag, 5. Juni 2011

Demokratie kurz erklärt

Es gibt in der heutigen Welt kaum einen Begriff, der mehr missbraucht wird als "Demokratie". 
Wir -in der westlichen Welt- leben in Demokratien? 
Jedenfalls sind wir mit dieser Vorstellung aufgewachsen.
Doch glauben Sie das wirklich? 


Tatsächlich leben wir in einem System, in dem das Volk nichts zu sagen hat!


Die Demokratie erschöpft sich ausschließlich darin, dass wir alle vier Jahre zur Wahl gehen dürfen. Wir haben dann die Wahl zu entscheiden, welche Farbe ein Zaun erhält, den die Parteien um uns als Wahlvieh errichtet haben. Wir geben mit dieser Wahl den so genannten „Volks“vertretern ein ungebundenes Dauermandat, das diese längst an die mächtigsten Interessengruppen “verscherbelt” haben. Die Geschicke unseres Gemeinwesens werden dadurch nicht mehr vom Volk, sondern von den stärksten Interessengruppen bestimmt.


Dies führt zu der absurden Situation, dass das Volk zwar keinen Krieg in Afghanistan führen möchte, der Staat aber dort dennoch Krieg führt - noch dazu einen Angriffskrieg, bei dem es nur um wirtschaftliche Interessen geht.


Dies führt weiterhin zu der absurden Situation, dass der Staat die “grüne” Gentechnik sät, obwohl über 80 Prozent der Deutschen dagegen sind. Bei der Atompolitik ist es genau dasselbe. Die große Mehrheit der Deutschen ist für den Ausstieg aus der Atomenergie und dennoch werden die Laufzeiten für Atomkraftwerke von Frau Merkel & Co. verlängert (stand vor Fukushima Katastrophe). 


Daran sieht man schön, dass Demokratie auf bundesstaatlicher Ebene nicht funktionieren kann; noch viel weniger auf transnationaler Ebene wie GUS, USA oder EU. Demokratie kann nur auf lokaler oder regionaler Ebene gelebt werden, weil Demokratie zwei Dinge zwingend voraussetzt. Das ist zum einen die Betroffenheit der Entscheider, d.h. diejenigen, die entscheiden, müssen auch von den Folgen der Entscheidung betroffen sein. Zum anderen müssen die Entscheider auch Kompetenz haben. Und diese beiden Voraussetzungen können nur auf lokaler und regionaler Ebene sicher gestellt werden. Wenn dann über überregionale Angelegenheiten entschieden werden muss, können Landes- oder Bundesgremien einberufen werden. Diese Gremien werden wieder aufgelöst, sobald das Projekt abgewickelt ist. Die Politiker, die diesen Gremien angehören, werden von den jeweiligen Regionen und deren Bürgerschaften gewählt und dorthin entsandt. Halten sich diese Politiker nicht mehr an den Willen ihrer Bürgerschaft, so können sie wieder abberufen und neue Politiker können entsandt werden. Somit wäre sicher gestellt, dass sich die Politiker an den Willen ihrer Bürgerschaft halten. Dieses kommunale Modell einer lebbaren Demokratie folgt im Übrigen auch aus dem Begriff “Demokratie” selbst. 


Denn “Demos” ist der altgriechische Begriff für das Dorf bzw. Gemeinde. Diese dörfliche Vision einer völlig neuen Form tatsächlich demokratischen Zusammenlebens mag den meisten Menschen heute noch wie eine Utopie erscheinen. Das macht aber nichts, denn immerhin beschreibt eine Utopie nichts Unmögliches, sondern einen Zustand (noch) außerhalb des bisher Existierenden.

Diese „Utopie“ wird früher oder später Wahrheit werden.


__________________________________________________


Siehe auch: Real gelebte Demokratie - Vision oder Illusion?




**************************************************


Quelle: buergeranwalt.com

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Alternative Medien

Blog-Archiv