Sonntag, 5. Juni 2011

Cyberkrieg: Amerika´s verdeckte Kriegsdohung gegen China

Kaum jemandem dürfte entgehen, dass die Spannungen zwischen den USA und China merklich zunehmen. Verständlich wenn man den Umstand berücksichtigt, dass die USA kurz vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch stehen. Erst kürzlich erklärte das US-Verteidigungsministerium, dass man schwere Hackerangriffe in Zukunft als Kriegsgrund werten werde, unter der Berücksichtigung der Gleichwertigkeit. Was ist unter dieser Androhung zu verstehen?

Besonders die USA, welche mit dem Cyber Command eine der größten militärischen Einrichtungen zur elektronischen Kriegsführung besitzen, dürften sich eigentlich kaum beschweren. Bei Wikipedia wird die Personalstärke dieser Truppe auf 90.000 Mitarbeiter beziffert, wobei die Dunkelziffer sicher noch erheblich höher ist. Wozu ein solcher Aufwand, wenn man nicht selbst am prüfen ist, wo man dem Gegner entsprechend die Infrastruktur zerstören kann?
Selbstverständlich ist all dies nur zu Verteidigungszwecken, schließlich sind die USA ja die “Guten”. Wenn die Bösen identifiziert sind, hat der Tag Struktur.
Zuerst einige Zeilen aus Standard.at :

USA: Cyber-Attacken könnten Krieg bedeuten

US-Verteidigungsminister Robert Gates betonte, notfalls auch gewaltsam gegen Computer-Hacker vorzugehen.
Die USA wollen Verteidigungsminister Robert Gates zufolge notfalls auch gewaltsam gegen Computer-Hacker vorgehen. “Wir nehmen die Cyber-Bedrohung sehr ernst”, sagte Gates am Samstag in Singapur. Solche Angriffe seien verschiedensten Ursprungs. Sollten sie als kriegerische Handlungen betrachtet werden, seien die USA zum Einsatz von Gewalt bereit, betonte Gates bei einem Sicherheitstreffen.
[...]
Doch das Washingtoner Außenministerium forderte die Pekinger Regierung zu Ermittlungen auf. Neben Google waren zuletzt auch der US-Militärriese Lockheed Martin und der japanische Unterhaltungskonzern Sony Opfer von Hacker-Angriffen geworden.[1]
Logischerweise gibt es auch direkt das passende Salz zu der Suppe, das Handelsblatt schreibt folgendes:

Hacker-Krieg : US-Regierung besorgt über chinesische Cyber-Angriffe

Die Angreifer stammen vermutlich aus China, doch die Chinesen weisen jede Schuld von sich. Außenministerin Clinton kündigt Untersuchungen an.
[...]
US-Regierungsmitarbeiter hat es dieses Mal getroffen. Und schon wieder sollen Chinesen dahinterstecken. Die Regierung in Peking reagierte empfindlich auf die neuerlichen Vorwürfe aus den USA. US-Außenministerin Hillary Cinton äußerte sich “sehr besorgt”. Das Verhältnis zwischen dem Regime in Peking und dem weltumspannenden Internetkonzern ist ohnehin angespannt.[2]
Interessant ist auch dieser Artikel aus dem März:
Es wirkt ein wenig, als wolle man seitens der USA den Chinesen eine eindrückliche Warnung auf den Weg geben. “Wir können behaupten was wir wollen und dieses zur Not auch militärisch untermauern.” Das die USA Protagonisten sind im erfinden von Kriegsgründen und Behauptungen ist schon lange kein Geheimnis mehr. Wer sich dort etwas informieren möchte, braucht sich nur unsere Artikel zu Curveball etc anzusehen.
China steht kurz vor der Vollendung seiner notwendigen Maßnahmen, um den Dollar den Gar aus zu machen. Das die USA, deren Macht sich überwiegend auf die Flugzeugträger stützt (neben Atomaren Langstreckenwaffen), China angreifen, ist eigentlich nicht sehr wahrscheinlich. Ein Interessanter Artikel zur Verschiebung des Machtgefüges erschien bei uns im Dezember 2010 :
Zumindest aber sieht es so aus, als wolle man aus Washington den erhobenen Zeigefinger Richtung Peking zeigen und nur Gott weiß, zu was der angeschossene Tiger USA tatsächlich im Stande ist.


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