Samstag, 18. Juni 2011

Bildungskonzept der D-PERSPEKTIVE

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Warum brauchen wir ein neues Bildungskonzept? 


Unser veraltetes Bildungssystem drückt sich nicht nur in schlechten PISA-Studien  aus, die schockieren, sondern vor allem in der wirtschaftlichen  Lage Deutschlands. Dazu gehört auch der schlechte Ruf: „Deutschland, das Land der Jammerer“. Wenn Bildung wieder mehr umfasst als nur Wissensanhäufung; wenn zu einer ganzheitlichen Bildung die Persönlichkeitsentwicklung zählt; wenn wir es schaffen, wieder Individuen zu werden, die bereit sind, Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft zu tragen; wenn wir dadurch wieder eine Grundlage schaffen, in der 
Demokratie nicht nur ein Wort ist,  sondern gelebt wird,  dann haben wir auch das Potential, uns aus der Misere Deutschlands herauszuholen. 
Deutschlands wichtigster Wert liegt nicht in Bodenschätzen wie Öl und Gold. 
Deutschlands Wertvollstes ist der Mensch und seine Bildungskompetenz.  
Und genau das gilt es –  individuell und ganzheitlich – zu fördern. 
Kein „Reförmchen“,  sondern eine neue Basis! 
Statt hektischen und nur mehr Verwirrung als Nutzen bringenden Aktionismus` wird das künftige Bildungskonzept auf eine vollkommen neue Basis gestellt. Ausgangspunkt dafür ist das ausführliche Bildungskonzept, das unter folgendem Link geöffnet werden kann.
Die nachfolgenden Ausführungen  stellen somit eine Essenz  und erste Schritte des neuen Bildungskonzeptes dar. 
Was wollen wir erreichen? 
Lernen und lehren soll und darf wieder Spaß machen! 
In der Bildungsbereitschaft eines Menschen spiegelt sich seine eigene Lebensfreude und Kraft. Schauen wir uns die Bildungsbereitschaft unserer Bevölkerung an, dann erkennen wir unschwer, dass von Lebensfreude und Kraft kaum die Rede sein kann. 
Kinderaugen sollen wieder leuchten – Lehreraugen auch! 
Bildungspolitik verstehen wir als Wiege der Form unseres Zusammenlebens. 
Statt Wissensanhäufung soll die Fähigkeit entwickelt werden, Zusammenhänge zu erkennen und diese in die Praxis umzusetzen.  
Soziale Kompetenz ist die Grundvoraussetzung für ein friedvolles Miteinander und ermöglicht, sich aktiv und selbständig am sozialen Leben zu beteiligen. 
Bildung soll nicht mehr von außen aufgezwungen werden, sondern von innen heraus Spaß machen, dem Schüler wie dem Lehrer. Lernen soll neugierig machen auf Hintergründe, auf Zusammenhänge, auf  Neues. Bildung soll den eigenen Pioniergeist und die Kreativität wecken und Mut machen für das Leben.

Bildung soll bedeuten, die Stärken eines Menschen zu fördern und die Schwächen abzufangen. 
Unser Ziel ist erreicht, wenn Bildung wieder mit Lebensfreude, Interesse, Neugier und Handlungskompetenz in enger Verbindung lebt!


Maßnahmen: 
-Ganztagsschulen (ähnlich wie in Finnland)  
-Ganzheitliche und umfassende Betreuung der Schüler 
-Die heutige Trennung zwischen Schule  und „Freizeit“ entfällt. Beides kann Spaß machen. 
-Ganztagsbetreuung bedeutet nicht nur Hausaufgaben unter Aufsicht 
-Fördergruppen, AGs am Nachmittag in Form einer  „Kinder-VHS“ 
Inhalte: Vertiefung des klassischen Lehrstoffes, Themen aus dem
„richtigen Leben“, Gesundheit, Ernährung, Kreativkurse, Entspannung u.a. 
-Flexibler Schuleintritt zwischen 5 und 7 Jahren.  
-PAEDS – ein lebenslanges Bildungskonto. Mit seiner  Geburt erhält jeder ein
-Bildungskonto. Diese PAEDS (v.  Pädagogik) werden wie ein Zahlungsmittel eingesetzt, um Bildungsinhalte „einzukaufen“, egal in welchem Alter und welcher Art. Indem man selbst als Bildungspartner tätig ist, kann man sein eigenes PAEDKonto auffüllen. Dies führt zur Schaffung  von Arbeitsplätzen im Bildungssektor, vor allem deshalb, weil zusätzlich erworbene (wie auch nicht verwendete) PAEDS später z.B. in die Altersversorgung eingebracht werden können.  Das schafft eine kohärente Motivation, die eigene Bildung zu fördern,  um – selbst lehrend – 
PAEDS zu erwerben. Der Verbrauch der  PAEDS wird von der Bildung und der besuchten Bildungseinrichtung abhängen. Hier werden  Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen. Da jeder bei Geburt gleich viele PAEDS erhält, entscheidet nicht mehr Abstammung und  Geldbeutel über eine mögliche Bildung. In einer Übergangszeit werden die PAEDS nach  einem noch festzulegenden Schlüssel dem Alter entsprechend verteilt.  
-Klassengrößen von max. 15 Schülern und  damit einhergehend auch eine gezieltere Förderung gemäß der unterschiedlichen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten der Schüler. 
-Begleitung und Unterstützung durch pädagogische Betreuer (Assistenz und Supervision) 
-Feste Zuordnung Kinder – Betreuer  
-Vermittlung von Basiswissen in allen Fächern, darüber hinaus freie Fächerwahl. Mehr
praktische Wahlfächer  wie Schreibmaschine schreiben, Kochen, Werken etc. Nachweise durch freiwillige Prüfungen und Tests. 
-Schulpraktika sind Pflicht. Firmen stellen außerdem den Schulen Projektthemen und Praktika zur Verfügung, sodass die Schüler einen Eindruck von den verschiedenen Berufstätigkeiten erhalten.
-Pädagogische Ausbildung für alle Unterrichtenden! 
Alle Menschen, die pädagogisch tätig sind  –  unabhängig davon in welcher Form und zu welchem Thema – werden mit den Fächern Pädagogik, Psychologie, Kommunikation, Methodenlehre, Rhetorik und Didaktik auf ihre Unterrichtstätigkeit vorbereitet und nach neuesten Erkenntnissen in engem Austausch mit privaten Instituten für Pädagogik  fortgebildet. 
-Vom Lehrer zum Bildungspartner
Das Selbstverständnis eines Lehrers muss sich vom  Wissensvermittler zum Pädagogen  wandeln. Der Methodenmix als Unterrichtsform löst den Frontalunterricht ab. Daher kann eine Bildungsreform nicht von oben nach unten diktiert werden. Sie kann nur in praxisnaher Zusammenarbeit mit den Lehrern entstehen. 
-Klare Definition des Lernzieles. Am Anfang einer Lektion, eines Buches, eines Schuljahres soll klar definiert werden, was das Lernziel ist. Wer ein Ziel klar vor Augen hat, hat auch eine größere Motivation, es zu erreichen.  
-Der Weg ist das Ziel, und den bestimmen die Schüler – je nach Alter – durch teilweise selbst erstelltes Lehrmaterial selbst. Dazu wählen sie auseinem „Baukastensystem“ die Inhalte und bestimmen die Lehrmethode. 
-Demokratie und Eigenverantwortung von Anfang an.  
-Zeugnisse ohne Noten!  
Zeugnisse sollten nicht aus Noten bestehen, sondern konkret die Stärken und Schwächen eines Schülers benennen. In Zusammenarbeit mit dem Lehrer, den Schülern und den Erziehungsberechtigten wird eine Anleitung/Planung für die nächsten Lernschritte und -ziele erstellt,  um Talente zu fördern und Schwächen abzufangen. 
Die Firmen haben damit eine wesentlich bessere Möglichkeit, die richtigen Bewerbungskandidaten zu finden. Um den tatsächlichen Wissensstand abzufragen, kann zusätzlich sehr wohl ein Notensystem in einer Art Gesamtklausur gelten. Dies verhindert auch die sozialistische Gleichmacherei des heutigen Gesamtschulsystems. 
-Flexibles Gleiten zwischen  den einzelnen Schultypen wird ebenso möglich wie das Studieren ohne Abitur.  
-Dessen ungeachtet bleibt der Leistungsgedanke erhalten. Menschen brauchen den natürlichen und ehrlichen Wettbewerb, um ihre wahren Leistungen entfalten zu können.  
-Stures Pauken – ade! Projektarbeiten und das Ausarbeiten von Referaten fördern
Teamfähigkeit und Eigenverantwortung. Gesamtzusammenhänge werden klarer.  
-Mündliche Noten machen mundtot! Sie sollten, wenn überhaupt, nur nach Ankündigung, wie z.B. bei einem angekündigten Test, erteilt werden. Damit wird die aktive Teilnahme am Unterricht gefördert, denn „dumme Fragen“ oder „Anmerkungen“ werden nicht benotet.  Dadurch werden Versagensängste wesentlich reduziert.
-Dauerhaftes Lernen! Am Ende eines Schuljahres könnte eine Gesamtklausur stattfinden. Das setzt selbständiges Lernen voraus, welches den Schülern vermittelt wird. Breit und dauerhaft angelegtes (lebenslanges) Lernen ist dasErgebnis.  
-Entwicklung pädagogischer Verantwortung!  Um Verantwortungsbewusstsein zu fördern, können AGs und Förderstunden  eingerichtet werden, die von den ‚Großen’ für die ‚Kleinen’ (Ältere für Jüngere) gegen Taschengeld gegeben werden können. Damit vertiefen die Großen ihr Wissen und gewinnen das Gefühl, ihr Wissen anwenden zu können.  
-Mitwirkungsmöglichkeiten an der Schule. Es kann auch in jeder Schule ein eigenes „Schulgesetz“ geben, in dem Lehrer, Schüler und Erziehungsberechtigte festhalten, wie z.B. Sanktionen aussehen könnten oder die Möglichkeit der Schüler, auf den Unterricht einzuwirken etc. 
-Schüler bewerten Lehrer! Schüler sollten ein Recht darauf haben, Lehrer zu evaluieren. In Supervisionen könnten  Lehrer wiederum ihr pädagogisches Potential verbessern. 
-Schülergerechte Tagesgestaltung! 
Die Bildungseinrichtungen haben die Freiheit, die Tagesgestaltung den individuellen Bedürfnissen der Schüler und den Bildungsthemen anzupassen. 
Dem Bewegungsdrang und dem biologisch natürlichen Bedürfnis nach Sauerstoff
wird mit geeigneten Übungen/Sport entsprochen. 
-Die alte Rechtschreibung bleibt!  
-Die sogenannte „Neue Rechtschreibung“ wird in einem überschaubaren Zeitraum 
auf die alten Regeln zurückgeführt.  
-Für die Zukunft gilt: Nicht eine erfundene, staatlich verordnete Reform bestimmt
die Rechtschreibung, sondern die zeitgemäße Rechtschreibung bestimmt den Duden. 
-Schüler werden nur mit entsprechenden Kenntnissen um Sprache und Kultur aufgenommen. 
-Das gilt für alle Kinder, auch Deutsche. 
-Vermittlung bereits in Vorschule/Kindergarten 
-Die eigene Kultur und Sprache der Kinder sollen dennoch erhalten bleiben. 
-Religion nur als Bestandteil im  Fach Ethik und unabhängig von den Kirchen. 
-Das neue Fach ‚Sozial- und Lebenskunde’
-Psychologie 
-Kommunikation, Rhetorik, Didaktik 
o-Motivationstraining, Entspannungstechniken, Yoga 
o u.a. 
-Lernen will gelernt sein!  Die Methoden dazu sollten spielerisch bereits in den 
verschiedenen Kinderbetreuungsstätten im Vorschulalter vermittelt und geübt werden. 
-Bildung beginnt mit der Elternerziehung und darf nicht alleine der Schule überlassen bleiben!
Eine Elternschule oder begleitende Seminare in Kindergärten und Schulen befähigen Eltern zur Erziehung. Unter  Erziehung verstehen wir die vorbildhaft vorgelebte Einführung in die Sozialgemeinschaft, Entwicklung der eigenen Persönlichkeit und Erarbeitung individueller Kompetenzen. 
-Forschung wird wieder Mittelpunkt!  
-Das ‚Offene Lernen’ zieht sich durch alle Bildungsbelange. Auch die Universitäten sind nicht mehr notenorientiert, sondern ergebnisorientiert. Dadurch wird Forschen an den Universitäten wieder in den Mittelpunkt gestellt. Die Studenten können hier wieder aus einem Baukastensystem (z.B. Forschungsarbeiten) auswählen, die Firmen zuvor in einen Pool gestellt haben. 
-In der Übergangszeit, in der Studenten noch nicht in den Genuss des Faches ‚Sozial- und Lebenskunde’ gekommen sind, wird ein Vorsemester geschaltet, in dem Lernmethoden, Rhetorik etc. vermittelt und trainiert werden. 
-Regelstudienzeiten werden in Abhängigkeit von  Fächern, Inhalten und Forschungsthemen gemeinsam mit Professoren und Studenten festgelegt. Mithilfe des daraus resultierenden Wettbewerbs ist eine kurze Studienzeit möglich - im Sinne der Studierenden.  
-Universitäten finanzieren sich selbst (ähnlich den USA), entweder durch Studiengebühren oder über Forschung, Industrie, Mäzene,  etc. Auch hier  steht der Wettbewerbsgedanke im Vordergrund. 
-Die bisherige Trennung zwischen FH und Universität entfällt. 
-Größere Forschungsvolumen, ein klares Nein zu Versuchen, bei denen Tiere 
gequält werden, und ein klares Ja zu verantwortungsbewusstem Umgang mit der Forschung. 
-Der Zugang ist auch ohne Abitur  möglich – entscheidend ist die Qualifikation/Beschreibung  der Stärken und Schwächen im „Abschlusszeugnis“.
-Die Anforderungen an einen Sportstudenten sind andere als an einen Ingenieur!  
-Deutschland, das Land der Dichter und Denker! Auf Grund der individuellenFörderung von Anfang an und der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ist davon auszugehen, dass die Berufsfindung wesentlich stringenter funktioniert als heute. Entsprechend wird der  Beruf wieder als  Berufung und nicht als lästige Pflicht angesehen. Durch die daraus resultierende hohe Motivation werden wir ein zunehmend innovatives und optimistisches Land erleben.


Fazit:
1) Eingefahrene und offenkundig in die Sackgasse führende Wege werden verlassen.
2) Die Bereitschaft, neue Wege zu  gehen, muss in allen Teilen der Bevölkerung Akzeptanz finden, da jeder als Erziehender, Vorbild, Schüler und Lehrer in diesem Leben unterwegs ist.
3) Keine sozialistische Gleichmacherei im Sinne der heutigen Gesamtschulen. Leistung muß sich auch in Schulen wieder lohnen
– Sowohl für Schüler als auch für Pädagogen.
4) Schnelle Umsetzung – nicht erst  bei den Erstklässlern beginnen und hoffen, daß in zehn Jahren etwas passiert. Auch Schüler und Lehrer höherer Klassen sollten  sich mit den neuen Konzepten sofort auseinandersetzen.
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An dieser Initiative ist u.a. Rechtsanwalt Dominik Storr beteiligt


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Quelle: d-perspektive.de.pdf

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