Montag, 13. Juni 2011

Alternativmedien contra Massenmedien: Interview mit Christoph Hörstel

Im Zuge von Net-News-Radio hat Jürgen Apitszsch ein Interview mit Christoph Hörstel geführt, welches wir nun veröffentlichen. Für den Inhalt und die Fragen sind die Einsender selbst verantwortlich und müssen nicht zwingend mit der Meinung von uns übereinstimmen.
Christoph Hörstel

Massenmedien verlieren an Boden. Während Illustrierten wie dem Spiegel oder dem Stern die Leser in Scharen weglaufen, gewinnt hingegen das Netz an Bedeutung. Dort entsteht schon seit Jahren ein neuer Journalismus, unabhängig von Werbekunden, politischer Einflussnahme und Lobbyverbänden. Einer der Hauptgründe für das wachsende Misstrauen gegenüber den bisherigen Qualitätsmedien ist deren fehlende Transparenz gegenüber ihren Rezipienten, also Lesern, Hörern und Zuschauern. So gut wie nie dringt nach außen, welche Ziele und Absichten Redaktionen bei ihrer Berichterstattung tatsächlich verfolgen. Die Redakteure halten dicht, bis auf einen.
Christoph Hörstel, ehemaliger Sonderkorrespondent und Chefredakteur der ARD hat jahrelang zum Treiben seiner Kollegen geschwiegen. In vierzehn Jahren als Nachrichtenredakteur und Moderator hat er einen genauen Einblick erhalten in die Arbeit und hinter die Kulissen der Fernsehanstalten. Heute, als selbstständiger Journalist keinem Sender mehr verpflichtet, kann er hingegen auspacken – und tut dies. Im Interview mit Jürgen Apitzsch (denkbonus) plaudert er 50 Minuten lang aus dem Nähkästchen und erlaubt Einblicke in eine Welt, die viel mit Manipulation, jedoch wenig mit Journalismus zu tun hat.
Hörstel stellt den Vergleich auf zwischen den Leistungen von Blogbetreibern und denen der Qualitätsmedien, gibt Tipps zum richtigen Umgang mit Information, nennt einige seiner wichtigsten Quellen und rät angesichts der sich überschlagenden Weltereignisse zur Gelassenheit. Unbewiesene Verschwörungstheorien stoßen bei ihm auf wenig Gegenliebe, umso mehr hingegen saubere Recherche und die Nennung guter Quellen.
In seinem Gespräch gibt der Profijournalist den Hörern wertvolle Ratschläge und Anregungen, wie journalistische Profession tiefer in die Netzgemeinde hineingetragen werden kann, um so vor allem Bloggern weiterhin den Rücken zu stärken während diese den Leitmedien zusehends den Rang ablaufen.
Das Interview :
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