Sonntag, 1. Mai 2011

Seeleninfarkt der Kinder: Neue Studien müssten Politiker zum Umdenken zwingen – doch diese ignorieren weiter alle Fakten

Es mutet wie ein Albtraum an: Da gibt es auf der ganzen Welt eine wachsende Zahl renommierter Forscher, die klar und deutlich dringend davor warnen, kleine Kinder zu früh in die Fremdbetreuung zu geben. Denn die Seele eines jeden Menschen leidet unter zu früher Fremdbetreuung. Doch die Politiker der Europäischen Union sowie explizit Deutschlands weigern sich beharrlich, diesen Experten auch nur ein einziges Mal Gehör zu schenken.



Sie hecken weiter ihre politischen Programme aus, die einzig und allein in den globalisierten Markt passen müssen: Frauen sollen schon früh nach der Geburt ihres Kindes zurück in die Erwerbstätigkeit, um brav eigene Steuern zu zahlen, um auch den Pleitekassen des Sozialstaates nicht etwa zur Last zu fallen. Deswegen erfinden diese Politiker eine Lüge: Fremdbetreuung für die Kleinsten sei wichtig für die Bildung. Das stimmt definitiv nicht! Fremdbetreuung für Kinder unter drei Jahren hat entscheidend mehr Nachteile als Vorteile – jedenfalls, was die Entwicklung der Kinder angeht. Für das Säckel des sozialistischen Kapitalismus allerdings ist es günstiger, wenn die Kleinen schnell in Staatshände genommen werden, klar.
Die Bürger, die Eltern, die Mütter und Väter im Lande scheinen dieses alte Urwissen, trotz jahrelanger Medienmanipulation und Politpropaganda, allerdings noch nicht verloren zu haben. Das zeigt eine aktuelle Studie des Allensbach-Institutes im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Ende Februar erstaunliche Ergebnisse zutage förderte, die so gar nicht in die derzeitigen, ehrgeizigen Politikpläne europäischer, vor allem auch deutscher Gender-Ministerinnen passen wollen: Danach wünschen sich lediglich 18 Prozent der Mütter, vollberufstätig zu sein. Wie bitte? Hatte Ursula von der Leyen, ebenso wie Kanzlerin Merkel und auch jetzt die werdende Mutter Kristina Schröder nicht immer hervorgehoben, wie gerne ein Großteil der bundesdeutschen Mütter schnell wieder arbeiten gehen wollen?
Aber es kommt noch besser: Beinahe gleich groß ist die Zahl jener Frauen, die »Hausfrau und Mutter« sein wollen, über 14 Prozent sind es. Und beinahe 60 Prozent der Mütter wünschen sich lediglich eine Teilzeitbeschäftigung. Die  Allensbacher Befragung zeigte darüber hinaus, dass Mütter ihre Kinder unter drei Jahren grundsätzlich nicht gern in fremde Hände geben wollen. Meinungsforscherin Renate Köcher: »Den Zeitpunkt, von dem an Kinder unbesorgt in eine Betreuungseinrichtung gegeben werden können, setzt die WESTdeutsche Bevölkerung bei knapp drei Jahren an, die Ostdeutsche bei anderthalb Jahren. In Ostdeutschland wird die ganztägige Betreuung von Kindern im Hort oder in der Schule von 60 Prozent der Eltern positiv gesehen, in WEST-Deutschland nur von 24 Prozent.« Und die Meinungsforscherin fügt hinzu: »Dies ist jedoch die Bilanz einer Minderheit, die Mehrheit hingegen hält eine Betreuung in der Familie für überlegen.«

Hallo, ALLE Politiker, AUFWACHEN!!! Frau Merkel, Frau Schröder, Frau von der Leyen, alle Grünen und Linken und Roten und Schwarzen! Ihr habt Unrecht! Die Menschen wollen etwas anderes als Ihr! Die WEST-Deutschen plädieren für familiäre Nähe der Kleinkinder! Wenn es doch nur möglich wäre. Die Gesetze sprechen eine andere Sprache. Kaum jemand kann es sich heute noch leisten, daheim zu bleiben, das Geld reicht einfach nicht. Warum gebt Ihr den Müttern, die zuhause bleiben wollen, nicht einfach die Summe, die ein Kippenplatz kostet? Das wären monatlich zwischen 1.000 Euro und 2.000 Euro, je nach Region. Selbst für die Demoskopin Renate Köcher bleibt die Einstellung der Westdeutschen, die sie selbst als rückständig einordnet, ein Rätsel.

Doch damit nicht genug. Würden die Politiker wirklich am Wunsch und Willen des Volkes interessiert sein, anstatt  allein ihre politischen Globalziele der Gewinnmaximierung auf Teufel komm raus durchzupeitschen, würden sie spätestens aufhorchen bei der nächsten, aktuellen Untersuchung: Der Biologe und Autor Peter Spork führt jetzt die Epigenetik ins Feld, nach der Umwelteinflüsse ererbte Vorgaben bleibend verändern können: Eine besonders liebevolle Erziehung oder eine gesunde Ernährung können krank machende Gene zeitlebens ausschalten. Misshandlungen, Traumata oder eine ungesunde Ernährung können dagegen negative epigenetische Prozesse anstoßen und uns noch Jahrzehnte später krank werden lassen. Dachte man bislang, allein die Gene würden im Zusammenspiel mit der gerade erlebten Umwelt festlegen, welche Eigenschaften ein Mensch hat, sieht die Sache nach neuesten Forschungen ganz anders aus. Spork: »Man dachte bislang, Dinge wie Aggressivität, Bindungsfähigkeit und die Anfälligkeit für Krankheiten wie Herzinfarkt, Depression oder Krebs seien zum Großteil vom Erbgut vorgegeben und stünden damit schon direkt nach unserer Zeugung unverrückbar fest.« Dank der Epigenetik sei nun aber klar, dass die Einflüsse des Umfelds, vor allem in den ersten Jahren, sich entscheidend auf den Rest des Lebens auswirken.

Der Neurobiologe Peter Spork fasst die Forschungsergebnisse der weltweit forschenden Epigenetiker folgendermaßen zusammen: »Entscheidend scheinen die Schwangerschaft und die ersten drei Lebensjahre der Kinder zu sein. Wenn die Lebensumstände der Eltern eine halbwegs belastungsfreie Zeit garantieren, wenn sich Mutter und Vater viel Zeit für … ihre Kinder nehmen, dürfte die Chance ihrer Töchter und Söhne auf ein langes und gesundes Leben steigen.«

Während der Schwangerschaft und in den ersten Monaten nach der Geburt gelte es, extremen Stress (dazu gehören vor allem auch die täglichen Trennungen von Mutter und Kind) zu vermeiden. Nach der Geburt sollten die Eltern auch darauf achten, dass die Kinder nicht bereits in jungen Jahren übergewichtig würden. Das gelinge zunächst am besten, wenn die Mutter das Kind stille.
Wieder einmal wird durch eine weitere Wissenschaftsdisziplin das bestätigt, was jede Katzen- oder Hundemutter instinktiv weiß: Die Kleinsten brauchen die Nähe der Mama. Und sie gehen ein, wenn die Mutter weggeht und sie stundenlang alleine lässt.
Neben internationalen Bindungsforschern wie John Bowlby, Steve Biddulph, Gordon Neufeld und vielen anderen setzt sich auch die inzwischen 86-jährige Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Christa Meves seit Jahrzehnten für die Mutter-Kind-Zeit in den ersten drei Jahren ein. In einem aktuellen Artikel schreibt die Wissenschaftlerin zu den neuesten Ergebnissen aus der Epigenetik: »Dieses Ergebnis entsprach eben bereits vor 40 Jahren meiner praktischen Arbeit mit verhaltensgestörten Kindern und ihren Eltern. Die biologische Gesetzmäßigkeit, die die Epigenetiker jetzt in der Phase der Hirnkonstituierung bei Mensch und Tier feststellen, habe ich zu einer Anthropologie ausgearbeitet in der Absicht, positive Schicksalsweichen zu verstärken und vor Fehlprägungen zu warnen.« Meves hatte unter Einbeziehung biologischer Forschungsergebnisse nicht nur zwingend notwendige elterliche Umgangsformen empfohlen, sondern vor allem auch Prognosen für den gesellschaftlichen Zustand der jungen Generation im nächsten Jahrhundert gestellt, wenn diese Entfaltungsbedingungen mehrheitlich nicht beachtet werden würden. »Da dies durch einen anhaltenden leichtfertigen allgemeinen Trend erkennbar war, ließ sich der elende Zustand, in dem sich heute unsere Kinder befinden, voraussagen. Heute sind die lebensbeschwerenden dysregulierten Gehirne in der jungen Generation Legion.«

Christa Meves ist hoch alarmiert und warnt: »In der Tat – hier ist nun offenbar dringender Handlungsbedarf – werden doch bereits die Kleinkinder heute in einer bedenklichen Zahl übermäßig unruhig und lassen sich oft schon im Grundschulalter nicht mehr bändigen. Aber dazu muss als Erstes geklärt werden: Was müssen wir uns denn an Verhaltens- und Pflegemaßnahmen als ›Stress‹ für das Kind vorstellen?«
Für die Fötalzeit sei diese Frage relativ leicht zu beantworten, denn der Stress des ungeborenen Kindes sei messbar: Sein Herzschlag und seine Motorik beschleunigten sich, wenn die Mutter in Angst, Aufregung und Überforderung gerate.
»Hat das Kind das Licht der Welt erblickt, kann es darüber hinaus bereits missliche Stressgefühle laut zum Ausdruck bringen. Über das, was Kinder hier als ›Stress‹ erleben, gibt es bereits ein breites Erfahrungswissen, das wir in mühsamer Einzelarbeit in Büchern und Vorträgen sowie mit einem Verein gegen den die Forschung unterdrückenden Mainstream zu verbreiten suchen, denn für jedes einzelne Schicksal kann Wissen hier lebensentscheidend sein«, so die Forscherin.

Und so mahnt auch Christa Meves, wie zahlreiche andere Wissenschaftler weltweit, zu später Stunde die zwingende Notwendigkeit an, dass die neuen wissenschaftlichen Bestätigungen endlich Gehör bei den politischen Entscheidern finden mögen. Die seelische Gesundheit eines ganzen Kontinents steht inzwischen auf der Kippe. Und, wie man leicht beobachten kann, der Umgang formt den Menschen: So ist die Anzahl der ostdeutschen Bürger um ein Vielfaches höher, die Krippenbetreuung ohne Probleme betrachten, während es im westlichen Teil Deutschlands noch viel weniger Menschen sind, wo Margot Honecker mit ihren sozialistischen Familientrennungs-Maßnahmen nicht schon vor Jahrzehnten schalten und walten konnte, wie sie wollte.
Wem Deutschland und Europa wirklich am Herzen liegt, wer nicht nur behauptet, das Wohl des Volkes zu wollen, während er es in Wahrheit finanziell und menschlich ausplündert, der MUSS sich jetzt endlich darum kümmern, seine Hausaufgaben ordentlich zu erledigen! Wenn dies kurzfristig nicht geschieht, dann wird auch in diesem Bereich der Unmut der Menschen wachsen, den sie mit Sicherheit zum Ausdruck bringen werden. So wie es derzeit auf nahezu der ganzen Welt geschieht: Unterdrückung und Ausbeutung wollen sich die Völker des Planeten zunehmend weniger gefallen lassen.
Die dramatischen Folgen einer Politik, die nicht das Wohl der Menschen in den Mittelpunkt stellt, sind derzeit bereits überall erkennbar.

Eva Herman


Quelle: http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/eva-herman/seeleninfarkt-neue-studien-muessten-politiker-zum-umdenken-zwingen-doch-diese-ignorieren-weiter-a.html

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