Samstag, 14. Mai 2011

Otpor! Inszenierte Revolutionen durch den Westen

Die Revolutionen im nordafrikanischen Raum und nahen Osten sind nicht plötzlich durch das Aufbegehren des Volkes entstanden, sondern waren penibel geplant und inszeniert. Eine serbische Organisation namens Otpor! steht bei Revolutionen mit Erfahrung und Schulung, also mit Rat und Tat aktiv zur Seite. Auch beim "arabischen Frühling"!

Otpor!, auf deutsch Widerstand (ОТПОР!), ist eine serbische Organisation, zwischendurch auch politische Partei gewesen, die in den 90er Jahren von Srđa Popović gegründet wurde und die "sanfte Revolution" gegen das Regime Slobodan Milošević initiierten und dadurch die Regierung im Oktober 2000 zum Rücktritt zwangen.


Heute steht das Logo Otpors!, die geballte Faust, für erfolgreiche Revolutionen, die anscheinend vom Volk ausgingen, aber doch penibel geplant wurden. Erfolgreiche Revolutionen mit Hilfe von Otpor! wurden in der Ukraine, Georgien und Weissrussland durchgeführt. Dadurch wuchs der Bekanntheitsgrad und auch die "Revolutionstätigkeit" der Serben. In Tunesien, Ägypten, Libyen, Bahrein und Syrien fanden sie Engagements und konnten bisher bereits zwei erfolgreich abschliessen.

Die Arbeit und Schulung von Otpor! bei Revolutionen und Umstürzen sind auf einen relativ genauen Plan, nach dem alles abläuft aufgebaut:

Zuerst kommt es zur Gründung von Widerstandsorganisationen, die medial spektakuläre Aktionen durchführen, von denen hauptsächlich ausländische Medien berichten.

Gleichzeiting kommt es zur Schaffung von Symbolen mit hohem Wiedererkennungswert. Teilweise wird das abgewandelte Otpro!-Logo verwendet, in Georgien kam die Rose und in der Ukraine die Farbe Orange als Merkmal und Symbol der Aufstände. Von den Aktivisten werden Schulungen über die "Dramaturgie der Strasse" besucht.

Weiters wird die Infragestellung eines fairen Wahlkampfes oder die scheibare nichtexistenz der Opposition unterstellt und in westlichen Medien aufgearbeitet. Diese Forderung ist danach die Grundlage eines "sanften Volksaufstandes".

Erst danach beginnen die Proteste auf der Strasse, wobei grosses Augenmerk auf friedlich organisierten Demonstrationen gelegt wird. Nach Möglichkeit versucht man bereits im Vorfeld sich Sympathien von Polizei und Militär zu sichern, deren Parteinahme ein wichtiger Faktor für jeden Volksaufstand ist.

Die Taktik besteht darin, dass die Menschen sich hinter einer politischen Idee versammeln, nicht hinter einem Führer. Die Aktivisten müssen von einem friedlichen Machtwechsel überzeugt sein. Die Bewegung muss von Studenten getragen werden, weil diese über Facebook, Twitter und andere Foren bestens vernetzt sind.

Im günstigsten Fall führt eine Otpor!-Revolution zum Sturz des Diktators oder der Regierung, im ungünstigsten Fall zu einem Bürgerkrieg oder einem Krieg zwischen Regierung und Opposition.

Das Regime lächerlich machen, kreativ sein und Ausdauer beweisen: Die serbische Demokratie-Aktivistengruppe Otpor schult weltweit Oppositionelle - auch in Ägypten, Tunesien und Iran.

Soweit, so gut, für den Geschmack der Europäer und Amerikaner mit ihrem illusionenhaften Demokratieverständnis eine gute Sache, wenn Diktatoren und autoritäre Regierungen gestürzt werden. Doch eben dies wirft Fragen auf:

Wer finanziert Otpor!? Otpor! selbst beantwortet diese Frage diese frage zunächst mit: "Wir werden von einem reichen Serben unterstützt!" Das kann durchaus sein, doch in erster Linie stehen amerikanische und europäische Finanziers hinter Otpor!. Offiziell sind das NED (National Endowment for Democracy), das NDI (National Democratic Institute), das IRI (Republican Institute), das Freedom House, Soros Open Society Institute International Renaissance Foundation, das CPD (Committee on the Present Danger) und natürlich auch die CIA (Central Intelligence Agency). Wobei Soros Open Society das meiste Geld zur Verfügung stellt. Vermutet wird auch, dass von europäischen Staaten Geld zur Finanzierung fliesst.

Denn eben jene Länder, in denen Otpor! aktiv ist, liegen im Interesse des Westens. So wurde Russland mit Revolutionen in Nachbarstaaten geradezu eingekreist. Auch in Nordafrika und im Nahen Osten sind besondere Interessen der Amerikaner wie auch der Europäer nicht von der Hand zu weisen!

Doch was kommt nach einer Revolution?

Wie man jetzt anhand von Tunesien und Ägypten sehen kann, wurden durch die Revolution nicht nur die Regierung samt Diktator zum Rücktritt gezwungen, es wurden auch bestehende Strukturen und Wirtschaftszweige geschädigt bzw. lahmgelegt. Eine politisch funktionierende Opposition gab es kaum, entsprechend auch danach keine funktionierende politische Infrastruktur. Es muss alles mehr oder weniger neu aufgebaut werden. Ebenfalls ein Manko sind auch die fehlenden internationalen, diplomatischen verbindungen. Sicher, jene Staaten die schon im Vorfeld die Revolution unterstützt haben, biedern sich als "Freunde" an, vergeben grosszügig Kredite und haben dadurch das Land im Griff. Problematisch sind auch die extremistischen kräfte, die durch eine Revolution nach oben kommen können, seien es das Militär oder fundamentalistische Organisationen. Der einzige Vorteil ist die Illusion einer vorübergehenden Demokratie, einer womöglich falsch verstanden Freiheit ... jene Freiheit, die von den "Freunden" mit Sicherheit ausgenutzt wird. Eine Praxis, wie man sie von dem "Freund" USA kennt. Es wäre nicht die erste Revolution, die von ihnen angezettelt oder unterstützt wurde, danach das Land mit Krediten gefesselt wurde. Freiheit ist spätestens dann wirklich Illusion!



Die Umsturz GmbH - Das Regime lächerlich machen, kreativ sein und Ausdauer beweisen: Die serbische Demokratie-Aktivistengruppe Otpor schult weltweit Oppositionelle - auch in Ägypten, Tunesien und Iran. (suedeutsche.de)

Otpor - oder wie wird man Revolutionär? In Serbien geschah es im Jahr 2000, in Georgien 2003, in der Ukraine ein Jahr später: Die Abläufe zum Sturz der Diktatoren waren ähnlich, augenscheinlich spontan, in Wirklichkeit aber gut geplant und vorbereitet. Mitgeholfen hat Otpor, die einstige serbische Studentenbewegung, die jetzt Beratung zur gewaltfreien Revolution exportiert. Auch Oppositionelle in Weißrussland, wo am Sonntag Diktator Alexander Lukaschenko zur Wiederwahl antritt, wollen von Otpor lernen. (tagesschau.de)

Die Revolutions-Profis: Wie das Know-How für politischen Umsturz in alle Welt exportiert wird - Volkszorn im Nahen Osten, der Massen unzufriedener Menschen gegen ihr Regime auf die Straße treibt, ist nicht spontan entstanden. Der Regimewandel wurde bereits Jahre zuvor geprobt. Die arabischen Revolutionäre erhielten eine Gebrauchsanweisung, die bereits bei der "Orangen Revolution" in der Ukraine und in anderen osteuropäischen Staaten zum Einsatz kam. Die Revolutionen waren geplant wie eine gut geführte Werbekampagne. (tvthek.orf.at)

Otpor (wikipedia.org)







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Quelle: http://schnittpunkt2012.blogspot.com/2011/05/otpor-geplante-revolutionen.html
 

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