Samstag, 14. Mai 2011

Elektroauto gibt es schon seit 1905, mit 80 km Reichweite!

Auf dem Potsdamer Platz in Berlin zeigt Siemens einen originalgetreuen Nachbau der Elektrischen Viktoria, eines E-Taxis, das bereits 1905 seine Runden durch Berlin drehte.


Mitten in der Hauptstadt präsentierte Siemens im Rahmen des E-Auto Gipfels auf dem Potsdamer Platz die Ausstellung "105 Jahre Elektromobilität". Im Mittelpunkt stand der originalgetreue Nachbau des elektrisch betriebenen Hoteltaxis, das bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in Berlin nahezu lautlos Fahrgäste von A wie Akazienallee nach B wie Brandenburger Tor beförderte.


Elektrische Viktoria kostete damals bis zu 17.000 Mark

 

Einst existierten rund 50 Exemplare der Elektrischen Viktoria, die als Hoteltaxi und als Lieferwagen zum Einsatz kam und im damaligen Siemens Automobilwerk in Berlin gefertigt wurde. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h reichte eine Ladung der aus 44 Zellen zusammengesetzten Bleibatterie für eine Strecke von 80 Kilometern. Später verfügte das Modell sogar über Bremsenergierückgewinnung. Der Nachbau des Elektroautos bringt 1.530 Kilogramm auf die Waage. Allein 480 Kilogramm entfallen auf die Blei-Gel--Batterie. Der Elektromotor bringt es auf eine Leistung von 4,8 PS, ein Ladevorgang an einer 220 Volt-Steckdose dauert rund sechs Stunden. Die Räder der Elektrischen Viktoria bestehen aus Holz, sie wurden anno 1905 wahlweise mit Luft- oder Vollgummireifen bespannt. Der Preis für eines der ersten Elektroautos betrug zu Beginn des 20. Jahrhunderts zwischen 11.000 und 17.500 Mark. Zum Vergleich: Ein Arbeiter hatte zur damaligen Zeit am Ende des Monats zwischen 60 und 120 Mark in seiner Lohntüte.


Quelle: http://www.initiative.cc/Artikel/2011_05_09_kurz_notiert_elektromobil.htm

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