Montag, 16. Mai 2011

China soll künftig die Rolle der Al-Qaida bin Ladens spielen, das Drehbuch schrieb George Orwell

Von Dr. Paul Craig Roberts
Global Research, 11.05.11
( http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=24715 )

Eric Blair, der unter dem Pseudonym George Orwell bekannt wurde, war entweder ein
Prophet, oder er hatte einfach nur Glück. In seinem 1949 veröffentlichten Roman "1984"
(s. http://de.wikipedia.org/wiki/1984_%28Roman%29 ) beschrieb er nämlich die heutige
USA und – wie es scheint – auch sein Heimatland Großbritannien, das nicht mehr besonders
"groß" ist, denn es leckt Washington die Stiefel und hat sich mit anderen europäi -
schen Ländern der Vorherrschaft der USA unterworfen; es hat sich nicht nur finanziell,
sondern auch moralisch übernommen, weil es die USA bei der Unterjochung der ganzen
Welt kräftig unterstützt.

In Orwells prophetischem Roman herrscht die Regierung des Großen Bruders über ein zu
blindem Gehorsam gezwungenes Volk, das unfähig zu eigenständigem Denken ist und
ständig scharf überwacht wird. 1949 gab es zwar noch kein Internet, kein Facebook, kein
Twitter, kein GPS (oder andere moderne Überwachungsinstrumente), aber der Große Bruder
lässt sein Volk schon mit Kameras und Mikrofonen auf öffentlichen Straßen und Plät -
zen überwachen, wie das in England heute tatsächlich geschieht, und verfolgt das Treiben
seiner Untertanen durch in die Fernseher eingebaute Kontrollgeräte sogar in deren Wohnungen.
Weil fast alle denken, was die Regierung wünscht, ist es leicht, die wenigen zu
identifizieren, die sich nicht mehr konform verhalten.
Durch Einschüchterung (der eigenen Bürger) und ständige Kriege (mit Nachbarstaaten)
werden die Menschen in Schach gehalten. Aber selbst Orwell sah nicht voraus, dass im
Auftrag des US-Heimatschutzministeriums (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Heimatschutzministerium_der_Vereinigten_Staaten ) einmal die Genitalien von Flugreisenden und Kunden von Einkaufszentren abgetastet würden. In Orwells Staat Ozeanien wird den Menschen täglich der Fernseh-Spot "Zwei Minuten Hass" gezeigt, damit sie sich das Gesicht Emmanuel Goldsteins einprägen. Dieser Propaganda-Popanz des Wahrheitsministeriums wird als Ozeaniens Feind Nummer eins verkauft. Der nicht existierende "Staatsfeind" führt angeblich die nicht existierende Terrororganisation "Die Bruderschaft", die Ozeanien angeblich
bedroht. Mit der angeblichen Bedrohung durch Goldsteins nicht existierende Organisation
wird der "Heimatschutz" gerechtfertigt, der sämtliche Bürgerrechte außer Kraft setzt,
damit Ozeaniens Bürger "sicher" leben können.

Seit dem 11. September 2001 spielte Osama bin Laden, das "Superhirn des 11.09.", den
Emmanuel Goldstein des 21. Jahrhunderts; nur manchmal wurde seine Rolle von Chalid
Scheich Mohammed (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Chalid_Scheich_Mohammed ) oder
Mohammed Atta (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Atta ) übernommen. Nachdem
das Obama-Regime den Emmanuel Goldstein unserer Tage sterben ließ, muss nun
ein neuer Dämon her, damit die Kriege (US-)Ozeaniens auch weiterhin zu rechtfertigen
sind.

Hillary Clinton, die leicht schwachsinnige US-Außenministerin, bemüht sich nach Kräften,
China zum neuen Feind (US-)Ozeaniens aufzubauen. China ist zwar der größte Gläubiger
der USA, das hinderte die Idiotin Hillary aber nicht daran, hohen Repräsentanten Chinas,
vor denen sie in dieser Woche eine Rede gehalten hat, "Menschenrechtsverletzungen"
und Demokratiedefizite vorzuhalten.

Während Hillary mit der unsäglichen Überheblichkeit einer US-Amerikanerin den Chinesen
Vorhaltungen machte, hetzten Schergen des Heimatschutzes in der kleinen Stadt (Macomb),
in der die Western Illinois University (s. http://www.wiu.edu/ ) zu Hause ist, örtliche
Polizisten und Sheriffs auf friedliche Studenten, die ihr jährliches Straßenfest feierten. Obwohl
nicht randaliert wurde und keine Sachbeschädigungen zu befürchten waren, rückten
das Überfallkommando der Polizei und Schlägertrupps des Heimatschutzes mit Schallkanonen
an und gingen mit Tränengas und Schlagstöcken auf die Studenten los.



Jeder, der die heutigen Zustände in den USA verfolgt, kann live miterleben, wie die immer
militanter vorgehende Polizei und die Heimatschutz-Behörden die von der Verfassung garantierten Bürgerrechte der Versammlungs- und Redefreiheit außer Kraft setzen.
Praktisch gilt unsere Verfassung überhaupt nicht mehr. Die Polizei kann ungehindert
Schlagstöcke und Elektroschocker einsetzen, Rechtsverstöße begehen und US-Bürger mit
erfundenen Anschuldigungen einsperren, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Auch die Exekutivorgane der Bundesregierung (in Washington), die uns eigentlich vor
Übergriffen auf der Ebene der Bundesstaaten und der Kommunen schützen sollen, begannen
unter dem Bush-Regime sowohl die Gesetze der USA als auch das Völkerrecht zu
missachten und sich über die von der Verfassung garantierten Rechte des Kongresses
und der Justiz hinwegzusetzen. Im "Kriegszustand", der seit Beginn des endlosen "Krieges
gegen den Terror" herrscht, maßt sich die Exekutive Befugnisse an, die gegen geltendes
Recht verstoßen und lässt sich auch nicht dafür zur Verantwortung ziehen. Die USA sind
schon lange keine Demokratie mehr, sie werden von einer Exekutive beherrscht, die über
die Machtfülle Cäsars verfügt.

Hillary wurde natürlich wie die anderen Mitglieder der US-Regierung von der Aussage in
dem Bericht des Internationalen Währungsfonds / IWF aufgeschreckt, dass China in fünf
Jahren die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt sein wird.
Der militärisch-sicherheitstechnische Komplex drängte schon den Präsidenten John F.
Kennedy dazu, die Krise um die Stationierung sowjetischer Raketen auf Kuba (s. dazu
http://de.wikipedia.org/wiki/Kubakrise ) zum Anlass für einen Krieg gegen die Sowjetunion
zu nehmen, weil die USA damals bei den interkontinentalen Atomraketen noch im Vorteil
waren. Jetzt versucht Hillary, die Chinesen als (neue Bruderschaft) Emmanuel Goldsteins
zu dämonisieren. Bevor Washington die unwissenden patriotischen Massen zum Krieg
(gegen China) bewegen kann, muss erst der Hass geschürt werden.
Nach dem Tod Osama bin Ladens braucht (US-)Ozeanien dringend einen neuen Erzfeind.
Der Große Bruder musste sofort einen anderen "Staatsfeind" erfinden.

Aber Hillary, diese komplette Idiotin, hat einen Staat ausgewählt, der nicht nur über militärische
Waffen verfügt. Während sich US-Amerikaner für chinesische "Dissidenten" einsetzen,
die dumm genug sind, zu glauben, die USA seien eine Demokratie, ist die (von der
US-Außenministerin) beleidigte chinesische Regierung im Besitz von Dollar-notierten Wertpapieren im Gesamtwert von 2 Billionen US-Dollar. Wenn sie die abstößt, kann sie
den Wechselkurs des Dollars ins Bodenlose abstürzen lassen; dann wäre der Dollar nicht
mehr die Reservewährung der Welt, und die USA hätten die Hauptstütze ihrer Macht eingebüßt.
Hillarys Vorwurf, China begehe "Menschenrechtsverletzungen", war ein Akt beispielloser
Heuchelei. Sie ist die Außenministerin eines Staates, der die Menschenrechte von Millionen
Opfern in der ganzen Welt verletzt hat und immer noch verletzt: im Irak, in Afghanistan,
in Pakistan, im Jemen, in Libyen, in Somalia, in (dem Foltergefängnis) Abu Ghraib, in
Guantanamo, in den über die ganze Welt verstreuten Geheimgefängnissen der CIA, in
US-Gerichtshöfen und durch die Festnahme von Kriegsgegnern und die Beschlagnahme
von Protest-Flugblättern in den USA. Auf diesem Planeten verletzt niemand die Menschenrechte
häufiger als die US-Regierung, und die ganze Welt weiß das auch.

Die Hybris und Arroganz von US-Politikern und die Lügen, mit denen sie die US-Amerikaner
aufhetzen, treiben die USA in einen Krieg mit dem bevölkerungsreichsten Land der
Erde, einem Land, das eine Militärallianz mit Russland eingegangen ist und genügend
Atomwaffen hat, um alles Leben auf der Erde auszulöschen. Die aufgeschreckten Idioten
in Washington sind so bescheuert, dass sie nach Osama bin Ladens Al-Qaida mit zweiminütigen
Hasstiraden in jeder Nachrichtensendung China als neues Schreckgespenst aufzubauen
versuchen, weil die einzige Supermacht der Welt verhindern will, dass China die
USA als Weltmacht Nummer eins ablöst.

Kein Staat der Erde hat eine verantwortungslosere und unzurechnungsfähigere Regierung
als die USA. Trotzdem werden die US-Amerikaner ihre eigene Unterdrückung und die Unterjochung der Welt bis zum bitteren Ende gutheißen.


Quelle: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_11/LP08111_130511.pdf

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