Sonntag, 5. Dezember 2010

Was ist Genderismus?

Schon länger wollte ich mich tiefgehend mit dem Genderismus beschäftigen um deren faule Natur mit ihren schrecklichen Konsequenzen für uns alle aufzuzeigen.

Obwohl ich schon mehrfach darauf eingegangen bin, kratzte ich doch lediglich an der Oberfläche. Deshalb werden wir uns heute die genauen Mechanismen dieser verkappten feministischen Ideologie anschauen und sie mit der Wirklichkeit und dem Verstand konfrontieren.

Ich bin nicht der Erste, der gegen den Genderismus schreibt. Volker Zastrow tat dies schon eindrücklich in seinem Buch. Auch im Spiegel und in der FAZ erschienen Artikel gegen Gender Mainstreaming. Diese äusserst lehrreiche Homepage, welche sich auf die Widerlegung des Genderismus auf Prozessebene spezialisiert hat, kann ich jedem nur empfehlen. Der Blog "Geschlechterverwirrung" konzentriert sich auf die Widerlegung genderistischer Positionen. Der Blog "Alles Evolution" widmet sich einem kritischen Dialog mit Genderisten und Feministinnen.

Generell ist Gender unter unseres Gleichen ein Begriff, doch was genau dahinter steht und vorallem, wie man es argumentativ auseinandernimmt, möchte ich heute schriftlich niederlegen. 

Definition

Zuerst möchte ich den Begriff Genderismus genauer beschreiben.

Genderismus ist ein staatlich oder staatsnahe getragenes, linksideologisches, pseudowissenschaftliches Bündel aus Dogmen, Programmen und Massnahmen, die alle darauf abzielen, die Geschlechtlichkeit von Menschen durch Pathologisierung, Umerziehung und Zwang zu relativieren ("dekonstruieren"), deren Auswirkungen mit künstlichen Eingriffen nicht zur Geltung kommen zu lassen und das dem Gleichstellungsfeminismus einerseits als Legitimationsquelle und andererseits als politisch wirksames Instrument dient.

Auffallend am Genderismus ist, dass er einerseits nicht dem politischen Willen des normalen Bürgers entspringt - die meisten Menschen auf der Strasse wüssten nichts mit den Begriffen Gender Studies, Gender Mainstreaming oder Doing Gender anzufangen - sondern er wird von Universitäten, feministischen Organisationen und staatlichen Institutionen von oben herab dem Volk aufgedrängt.

Die Zusammenhänge mit unter anderem auch linken Ideologien werden wir später fundierter betrachten. Die Verwandtschaft beruht im Wesentlichen auf der Tatsache, dass totalitäre Gleichheit mittels Umerziehung zum neuen Menschenideal angestrebt und dazu eine Opfergruppe mit Forderung auf Ausgleich konstruiert wird. 

Die pseudowissenschaftliche Natur dieser Ideologie werden wir weiter unten noch genauer beleuchten. Bezeichnend ist hier, dass Fakten und die Realität nicht wertneurtal gehandhabt werden, sondern überdehnt und verzerrt auf die eigenen Absichten hin missbraucht werden. Echte Wissenschaftlichkeit ist somit bei den Gender Studies nicht gegeben.

Zwang und Umerziehung ergeben sich aus der Tatsache, dass sich Genderisten vorallem auf Kinder (Genderpädagogik) und Jugendliche stürzen, die wesentlich leichter zu manipulieren sind, als erwachsene Menschen. Der Zwang verweist auf den leidenschaftlichen Missbrauch staatlicher Macht und Vollzugsinstrumente, um genderistische Anliegen durchzusetzen - ohne dass der Bürger dazu etwas zu sagen hätte.

Dabei werden individuelle Beschränkungen und Mängel nicht aus eigener Kraft überwunden (was wahrer Emanzipation entspräche), sondern mittels staatlichen Hilfsgriffen zugunsten von Klientelgruppen umgangen. Dabei fällt die zwanghafte Pathologisierung des Natürlichen zur Rechtfertigung solcher Eingriffe auf.

Der Genderismus wird vom Feminismus forciert (Frauenkongress 1995 in Peking) und einseitig zu Gunsten von Frauen und auf Kosten der Männer durchgeführt - dies bestätigt sogar der Genderist und Musterpudel Thomas Gesterkamp in seiner "Expertise":

"Dass Frauenpolitik manchmal einfach nur mit dem Wort "Gender" neu etikettiert wird, ist auch nicht völlig falsch."
 
Da die Wörter Feminismus und Gleichstellung schon jetzt überall Misstrauen und Argwohn hervorrufen, das Wort Gender jedoch noch frisch, unbelastet und unverbraucht daher kommt, wechseln immer mehr Feministinnen zum Genderismus.

Positionen und Forderungen

Doch was vertritt der Genderismus eigentlich genau? Dazu schauen wir uns das sogenannte "Gender-Manifest" des Politbüro Moskaus Genderbüro Berlins etwas genauer an. Übrigens wird auch dort bereits schon auf der ersten Seite der feministische Ursprung des Gender Mainstreamings betont.

Der Genderismus stellt die "Norm der heterosexuellen Zweigeschlechtlichkeit" und deren "Reproduktion" in Frage und möchte eine langfristige Lösung für deren Überwindung erarbeiten. Dabei behauptet er, dass das biologische Geschlecht ("Sex") nicht das soziokulturelle Geschlecht ("Gender") beeinflussen würde und es stattdessen unzählig viele verschiedene soziale Geschlechter gäbe.

Daraus leiten Genderisten ab, dass das biologische Geschlecht und somit die Zweigeschlechtlichkeit und deren Unterschiede sozial konstruiert seien und nicht biologisch veranlagt. Es werden gesellschaftlich konstruierte, ungerechte Geschlechterhierarchien postuliert. Die aktuelle Gesellschafts- und Geschlechterordnung wird als ungerecht und als zu überwinden betrachtet.

Deshalb fordern die Genderisten, dass diese geschlechtlichen Hierarchien und die aktuelle Geschlechterordnung mitsamt deren Wirkungen überwunden werden. Geschlechtliche Privilegstrukturen müssten verändert werden und das Geschlecht müsste aufgelöst ("dekonstruiert") werden, damit "Spielräume für vielfältige geschlechtliche Existenz- und Lebensweisen" eröffnet werden könnten.

Sie unterstreichen dies mit der Forderung nach Frauenquoten, neuen Gleichstellungsprogrammen, Umerziehungsmassnahmen ("Genderkompetenz-Training") und sie schrecken auch nicht vor Menschenversuchen zurück. Dabei fällt bei manchen von ihnen das gestörte Verhältnis zum eigenen Geschlecht auf. Die einseitige Natur des Genderismus fällt dadurch auf, dass zum Beispiel Quoten nur für Frauen und nur in Topjobs gefordert werden. Dies tritt kombiniert mit einem gestörten Verhältnis von Gleichberechtigung auf, welches mehr Wert legt auf Prozente dort wo es den Frauen passt, als auf gleiche Rechte und Pflichten, welche lediglich gleiche Chancen, jedoch nicht gleichen Zieleinlauf zu garantieren hat.

Diese Standpunkte und Absichten widerspiegeln sich deutlich in einem anderen Text, den ich hier unter den Comments gefunden habe und der von einer Genderistin stammt:

"Soweit ich da Einblick habe, ist Evolutionsbiologie vor allem eine Theorie, die versucht menschliches Verhalten in der Gegenwart als Ergebnis evolutionärer Prozesse zu erklären und das Geschlechterverhältnis auf diese Weise enthistorisiert. Als Historikerin und Feministin bin ich davon einfach nicht zu überzeugen. Und zwar nicht nur wegen meiner intellektuellen Verortung, sondern auch aus strategischen Gründen:

Wenn die ‘Natur’ oder ‘Evolution’ für die Geschlechterdifferenz verantwortlich gemacht wird, bleibt für gesellschaftliche Veränderungen kein Raum. Den braucht es aber dringend, denn so wie es ist, ist nichts gut. Es geht nie darum, die Geschlechterdifferenz und ihre Wirkungsmacht abzustreiten, sondern um eine Analyse und Unterwanderung der Verhältnisse in unserer Gesellschaft. Da sind Konstruktivismus und Dekonstruktivismus mE die besseren Grundlagen für feministische Interventionen.

PS: Zeitmanagement – ich lese kein Buch, über das ich mich eh nur aufrege und das mich auf meinen eigenen Baustellen nicht weiter bringt. Evolutionsbiologie gehört gerade nicht dazu, falls sich das ändert, gebe ich dir Bescheid."


Dieser Text enthält alle Elemente, die wir bisher mit Genderismus identifiziert haben und lässt tief blicken.

Den Genderismus kann man auf zwei Ebenen entkräften und delegitimieren. Einerseits auf der Sachebene, indem man diesem verqueren Weltbild die gewaltige Fülle biologischer Fakten entgegensetzt und andererseits auf der Prozessebene, indem man die unzähligen Logikfehler und Widersprüche - die typisch sind für feministische Ideologien - angreift.

Widerlegung auf Sachebene

Da Genderisten behaupten, dass das biologische Geschlecht und Geschlechterdifferenzen nur "konstruiert" seien, verweise ich hier erst einmal einerseits auf ein riesiges Kompendium an wissenschaftlich fundiertem Material bezüglich Geschlechterunterschiede und andererseits auf eine spezielle Artikelreihe von Nature, die sich nur um das Y-Chromosom dreht. Auch die Natur und Entstehung der Zweigeschlechtlichkeit und deren Abweichungen haben wir auf diesem Blog schon intensiv behandelt.

Diese zahllosen Fakten decken sich mit unserer alltäglichen Erfahrung und Beobachtung, dass es einerseits nur zwei verschiedene Geschlechter gibt und diese sich grundlegend voneinander unterscheiden. Dabei wird deutlich, dass sich die Geschlechter komplementär zueinander ausgeprägt haben, um gemeinsam das Überleben zu sichern.

Auch Genderisten haben dies erkannt und damit begonnen, all den zehntausenden von Wissenschaftlern der letzten dreihundert Jahre Androzentrismus, Heteronormativität, Sexismus, Rückschrittlichkeit und Voreingenommenheit zu unterstellen. Sie werfen den Wissenschaftlern gerade das vor, was sie selber machen, nämlich mit einer wertenden Einstellung (Biologie böse, Genderismus gut) und einem festen ideologischen Programm (Überwindung der Zweigeschlechtlichkeit) an das Geschlechterverhältnis heranzugehen.

Diese Art von Vorwürfen fällt dann unter dem Stichwort "Biologismus" und einer "Rebiologisierung der Geschlechterdebatte". Dabei unterstellt man dem ernsthaften wissenschaftlichen Betrieb mit dem Kürzel "-ismus", dass es genauso wie die Gender Studies politische Absichten verfolgen würde. Doch es ist nicht die Biologie, welche die Geschlechter umerziehen möchte, sondern der Genderismus. Denn eine Wissenschaft kann nicht Menschen umerziehen - nur politische Programme (wie sie der Genderismus massenweise lanciert hat) können das indem sie wissenschaftilche Erkenntnisse verzerren und missbrauchen.

Dazu liefere ich gerne ein konkretes Beispiel wie kognitiv simpel die Genderisten dabei vorgehen. Sie lesen ein Biologiebuch und erfahren dabei, dass Regenwürmer und gewisse Fischarten entweder Zwitter sind oder ihr Geschlecht wechseln können. Man kann jedoch nicht von der Geschlechtlichkeit eines Regenwurms auf die Geschlechtlichkeit eines Säugetiers schliessen.

Auch die Trennung zwischen "sex" und "gender" ist unsinnig. Denn warum sollten unsere Gene, unsere Umwelt und die Evolution menschliche Körper so dermassen prägen, dass man von blossem Auge Unterschiede erkennen kann, jedoch unser Gehirn und somit unser Bewusstsein (= Gender) völlig unberührt lassen? Das ist unrealistisch. Ein Mensch hat somit nur ein Geschlecht und das umfasst einerseits biologische, als auch mentale Komponenten. Dieses aufzutrennen macht schlichtweg keinen Sinn.

Es stellt sich allgemein die Frage, ob es aus Sicht der Evolution sinnvoll wäre, dass der Mensch unendlich viele Geschlechter entwickelt. Denn zusätzliche Geschlechter würden nur zu einem evolutionären Nachteil führen, da diese zusätzlichen Invididuen eine unnötige Mehrbelastung an Ressourcen mit sich bringen würden, so dass der Mensch aussterben würde. Ein einziges Geschlecht hingegen würde dazu führen, dass sich der Mensch aufgrund langer Generationsdauer (Dauer bis zur Geschlechtsreife) sich zu langsam an seine Umwelt anpassen könnte.

Eher peinlich ist wohl auch das beharrliche Schweigen der Genderisten zur menschlichen Reproduktion, welche einzig und alleine den Frauen obliegt und somit ein unverrückbarer Beweis für die Unterschiedlichkeit der Geschlechter darstellt. Das wirkt auch extrem unplausibel, denn viele Genderisten bezeichnen sich grossmäulig als Geschlechterforscher - dabei gehen sie dem Elementarsten beschämt aus dem Weg.

Es zeigt sich anhand all dieser Fakten deutlich, wie sehr der Genderismus den Kontakt zur Wirklichkeit verloren hat.

Widerlegung auf Prozessebene

Der Genderismus steckt voller interner Widersprüche, Unwissenschaftlichkeit und krasser Unlogik.

- Normativität:

Indem die Genderisten wertend und voreingenommen an die Geschlechterordnung herangehen, verzerren sie das Resultat zu ihren Gunsten. Die Grundlage jeder wissenschaftlichen Arbeit ist jedoch eine rein deskriptive (unvoreingenommene) Einstellung. Gerade bei Geisteswissenschaften ist die Gefahr gross, dass eine normative (voreingenommene) Position die Resultate stark verfälscht - denn deren Resultate basieren nur eingeschränkt auf vollwertige Experimente.

Dazu ein konkretes Beispiel. Wenn eine Person es für enorm wichtig und toll erachtet, dass die Sonne um die Erde kreist und davon ihr ganzes Weltbild abhängig macht, dann wird sie ungeeignet sein um den Aufbau des Sonnensystems vorurteilsfrei zu erforschen, denn das Resultat steht für diese Person schon von vornherein fest.

Genauso ist es mit den Genderisten. Indem sie von vornherein wollen, dass es keine Geschlechterunterschiede gibt, weil sie befürchten, dass diese benutzt werden um Frauen auszugrenzen, wird die Geschlechterforschung in eine für sie günstige Richtung gelenkt und das "Resultat" bestätigt ihre Ansprüche. Doch ihre politische Voreingenommenheit lässt sie nicht neutral sein, wenn es um die Beschreibung von Geschlechterverhältnissen geht.

Selbst merken sie nicht, dass der Vorwurf der Normativität, den sie immer den Biologen, der Geschlechterordnung und ihren anderen Gegnern machen, viel mehr auf sie selbst und ihrer unwissenschaftlichen Voreingenommenheit zutrifft, als auf andere. Ihr selektives Weltbild filtert alle störenden Fakten.

- Überbewertung von subjektiven Beobachtungen:

Im Gender-Manifest findet man folgendes:

"Diese fusst auf der Beobachtung, dass eine Vielzahl sozialer Geschlechter sowie verschiedenste Begehrensweisen unterschieden werden können und auch das "biologische Geschlecht" Produkt sozio-kultureller Konstruktionen ist."

Ganze Dogmenkonstrukte ruhen auf subjektiven, empirischen Beobachtungen voreingenommener Personen, die nicht mit harten Fakten (Beweisen) unterlegt werden, sondern im Gegenteil im Widerspruch zu allen anderen Fakten stehen. Dabei werden noch so kleine deskriptive Indizien, die dem politischen Ziel der Überwindung der Geschlechtlichkeit dienen könnten, zu zwingenden Argumenten hochgejubelt (siehe Regenwurm-Affäre oben).

Doch die Beobachtung, dass "sex" nicht "gender" beeinflusst ist nicht wahrer oder bedeutender als die Beobachtung, dass die Geschlechter sich massiv unterscheiden. Nur weil man der einen Beobachtung ein politisches Gewicht beimisst und die andere Beobachtung dämonisiert heisst dies nicht, dass diese richtiger sein kann als die andere.

Der fehlenden Zusammenhang zwischen "sex" und "gender" müsste erst einmal gründlich und fundiert bewiesen und nicht nur mit voreingenommenen "Beobachtungen" und verzerrt gebrauchten Indizien gerechtfertigt werden, bevor man damit politische Programme legitimiert. Denn Beobachtungen sind keine Beweise.

- Zirkuläre Logik:

Wenn ein Evangelikaler sagt, dass die Erschaffung des Menschen wie in der Bibel beschrieben stattfand, weil in der Bibel steht, dass dies die Wahrheit ist, dann spricht man von zirkulärer Logik. Wenn man sich auf ein selbst geschaffenes System von Dogmen bezieht, die nicht in Frage gestellt werden dürfen und somit für die Betroffenen Richtigkeit aufweisen, dann muss alles andere falsch sein.

Man wird niemals einen Genderisten dabei erwischen, dass er die Grundsätze seines Glaubenssystems kritisch hinterfragt und auch die Frage zulassen würde, ob die Biologie nicht doch Einfluss auf das Geschlecht haben könnte. Denn wenn er dies täte, wäre er kein Genderist mehr. 

Wer zu viele Annahmen als nicht hinterfragbar deklariert wird schnell unwissenschaftlich und läuft damit Gefahr, nicht die Realität, sondern seine eigenen Wunschvorstellungen zu beschreiben. 

- Selektive Berücksichtigung von Fakten:

Wir haben bereits angedeutet, wie Genderisten die richtige Wissenschaft und deren Ergebnisse denunzieren. Doch wenn man alle Fakten, die gegen ein Weltbild sprechen, für ungültig erklärt, wie kann man dann ernsthaft auf die Gültigkeit befürwortender Fakten pochen? Wie kann man den Fakten, die einem nicht passen Bedeutung absprechen, während man sie den genehmen Fakten willkürlich zuteilt? Dies ist mit keiner Logik rechtferrtigbar.

Es läuft auf eine selektive, politisch gesteuerte Beliebigkeit von seiten der Genderisten bezüglich den berücksichtigten Fakten hinaus..

- Sonstige Widersprüche:

Wenn man den Genderisten Glauben schenken würde, dass "sex" das "gender" nicht beeinflusst, warurm müssen dann biologische Unterschiede überhaupt überwunden werden? Offenbar hat das biologische Geschlecht doch Auswirkungen auf die Gesellschaft und auf die Individuen, weil sonst müssten sie ja nicht korrigiert, überwunden und ausgeglichen werden. Das könnte doch den Genderisten am Allerwerstesten vorbei gehen, ob es nun biologische Unterschiede gibt oder nicht, wenn diese doch so oder so keinen Einfluss auf das "gender" hätten.

Ihre korrigierende politische Aktivität (Gleichstellung, Gender Mainstreaming, ...) deutet indirekt auf die Existenz von biologischem Einfluss auf das Geschlecht hin, welche sie so eifrig in einem ihrer wichtigsten Glaubenssätze leugnen.

Konklusion

Wir haben nun gesehen, dass der Genderismus nicht nur von den Fakten, sondern auch von seinen inneren Mechanismen her inkonsistent ist. Aufgrund des fehlenden Bezugs zur Realität und der ideologisch gefärbten Ansichten ist jegliche Legitimität für eine Geschlechterpolitik basierend auf Genderismus strikt abzulehnen. 

Dies deckt sich mit der Erfahrung, dass sich Genderisten als fanatische Erlöser sehen, welche einen Kampf zwischen Gut und Böse austragen. Dabei weisen sie eine Gehirnwäsche wie in Sekten und Diktaturen auf, indem sie Kritiker und Andersdenkende verleumden, auf die normative Ebene ziehen, sie als Frauenfeinde und Rückständige deklarieren und nicht auf sachliche Argumente eingehen. Sie rechtfertigen dieses unangemessene Vorgehen mit der Meinung, dass sie selbst konstruierte Ungerechtigkeit beseitigen wollen.

Dabei übersehen sie, dass sie neue Ungerechtigkeit am Laufband erschaffen. Denn Frauenquoten führen zu Ungleichbehandlung aufgrund von Geschlecht. Etwas, was sie ja gerade immer dem "Patriarchat" vorwerfen.

Sie sind vom Wahn befallen, dass biologische Unterschiede automatisch eine repressive Gesellschaftsstruktur zuungunsten von Frauen hervorrufen würde. Durch diese Furcht und der daraus abgeleiteten Forderung, diese Unterschiede zu vernichten, lassen sie harmlose Zusammenhänge zu bedrohlichen Szenarien heranwachsen, die der Realität nicht gerecht werden.

Deshalb wehren Feministinnen, welche den Genderismus als Präsentierplakette benutzen, Fragen nach biologischen Geschlechtsunterschieden so entschieden ab, da sie dazu dienen könnten, Frauen auszugrenzen. Doch dadurch glauben sie indirekt selbst an einer rechtfertigbaren Niederstellung der Frau unter dem Mann, welche in einer modernen Welt nicht gegeben ist.

Indem sie den Genderismus propagieren, zweifeln sie unbewusst selber an der Gleichwertigkeit der Geschlechter - und dies ist die wahre Quelle von Sexismus.

Vortrag von Inge M. Thürkauf über Genderismus bei der Anti Zensur Koalition (AZK)


2. AZK - Inge M. Thürkauf - Genderismus
Hochgeladen von ANTI-ZENSUR-KOALITION. - Sieh die neuesten Nachrichten Videos an.

Inge M. Thürkauf - "Von der biologischen Revolution zur Gefahr des Genderismus"

Der Begriff "Gender" (auf deutsch Geschlecht) beinhaltet ein neues Menschenbild und unterstellt, dass jede sexuelle Orientierung – heterosexuell, schwul, lesbisch, bisexuell und transsexuell – unabhängig vom biologischen Geschlecht gleichwertig ist und sowohl von der Gesellschaft als auch in der Politik akzeptiert werden muß. Wer sich diesem, dem gesunden Menschenverstand widersprechenden Weltbild widersetzt, muß mit strafrechtlicher Verfolgung rechnen.
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Quelle: www.sonsofperseus.blogspot.com

1 Kommentar:

  1. Hallo lieber Leser,
    die direkt oberhalb befindliche Begriffs- und inhaltliche Definition klingt eigentlich vernünftig, ja - ist sogar das, was die Gesellschaft schon lange anstrebt: - die Anerkennung der oben beschriebenen sexuellen Orientierungen im Zuge des Toleranz-Gebots mit dem Zusatz "solange dadurch niemand anderer belästigt resp. geschädigt wird".
    Das wiederum kann aber nicht heißen, dass man darauf "verpflichtet" werden müsse, sogar unter Strafandrohung! - Bei irgend wem (den Befürwortern oder Gegnern, oder beiden) sind da die Pferde durchgegangen... bzw. hat dieser ominöse "gesunde Menschenverstand" einen gewaltigen Knacks.
    Wenn es aber nun so ist, dass dieses gewiss sehr entscheidende Thema von ehemaligen "Emanzen" dominiert (feminiert?) wird, dann sehe ich für eine vernünftige, wissenschafts-nahe Lösung schwarz(er) und muss befürchten, dass da mal wieder mit einem neuen engstirnigen Dressur-Furz über die abhängigen Kinder hergefallen wird, denn die Streitereien um diese Sache wird auch vor den Kindern nicht versteckt werden können. Also wird auch das dazu beitragen, dass weiteres Vertrauen zu unseren Nachkommen beschädigt wird. Das schaffen 'wir' lässig mit links und mit rechts... und vermischt...

    Notwendig wäre es aber schon, dass der wissenschaftlich eruierte Fakt überhaupt erst einmal ausgiebig diskutiert werden müsste, nämlich, dass die gängige 'Normal'-Zweierbindung in ihrer Ausschließlichkeit eben NICHT unserer Natur (vor allem der Männer!) entspricht, sondern tatsächlich religiösem und gesellschaftlichem Überwachungs-Wahn plus der damit verbundenen 'Verrechtlichung' entspringt.
    Soweit ich sehe, ist von einer solchen Diskussion nichts zu sehen. Und ich selbst klopfe mir dabei an die Brust, denn dieses 'Gender'-Zeugs ist für mich so neu, dass ich mich erst hier mal damit beschäftigt habe. Und wenn das so ist, dann ist zu befürchten, dass da "von oben her" eine Überrumpelung stattfinden soll. Ein Wunder wäre das nicht - bei der Globalisierung 'auf Teufel komm raus' - mit dem Ziel einer polizei-staatlichen Weltherrschaft über ein völlig durchmischtes Leibeigenen-Volk. Das heißt also, dass, wer schlau ist, sich schnellstens als Polizei-Büttel verdingen sollte, bevor er vergenderisiert werden soll...(!?) Die Wirklichkeit ist wieder mal bizarrer, verrückter und spannender als jeder nur gestellte Film... - Prost Mahlzeit!

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