Montag, 20. September 2010

Vitamin D verhindert Grippeinfektionen wirksamer als Impfstoffe

David Gutierrez

Die zusätzliche Einnahme von Vitamin D reduziert wirksamer das Risiko von Grippeinfektionen als Impfstoffe oder antivirale Medikamente, heißt es in einer Studie von Wissenschaftlern der medizinischen Fakultät der Jikei-Universität in Tokio, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde.



Die Forscher führten im Winter 2008/2009 eine randomisierte Doppelblindstudie an 354 Kindern im Alter zwischen sechs und fünfzehn Jahren durch. Die Hälfte der Kinder erhielt täglich eine Dosis von 1200 IE (30 µg) Vitamin D, der anderen Hälfte wurden Placebos verabreicht.



Nach einem Monat war die Infektionsrate in beiden Gruppen noch gleich hoch. Aber im zweiten Monat sank das Infektionsrisiko bei den Kindern, die Vitamin D erhielten, um die Hälfte im Vergleich zur Kontrollgruppe. Diese Verringerung der Infektionsrate ging mit einem Anstieg des Vitamin-D-Anteils im Blut einher.



Im Gegensatz dazu verringern antivirale Medikamente wie Oseltamivir und Zanamivir die Infektionsrate nur um acht Prozent. Selbst bei Impfstoffen liegt die Erfolgsrate deutlich niedriger als die 50 Prozent, die mit Vitamin D erreicht wurden.



Wenn bei der Analyse Kinder herausgenommen wurden, die ihre Vitamin-D-Zusatzgabe zu Hause erhalten hatten, verringerte die zusätzliche Gabe das Infektionsrisiko sogar um 67 Prozent.



Da Vitamin D ein lebenswichtiger Nährstoff ist, treten bei angemessener Dosierung auch keine Nebenwirkungen auf. Im Gegensatz dazu rufen Medikamente und Impfstoffe bei vielen Menschen oft negative Nebenwirkungen hervor.



Darüber hinaus kräftigen höhere Vitamin-D-Anteile Knochen und Zähne, führen zu einem gut ausbalancierten Immunsystem und senken allgemein das Risiko von Infektionen, Herzerkrankungen, Krebs und Autoimmunstörungen.



Der Körper baut Vitamin D natürlicherweise unter Einfluss von Sonnenlicht auf, aber da viele Menschen immer weniger Zeit draußen verbringen und aufgrund der Angst vor Hautkrebs immer mehr Sonnencreme eingesetzt wird, kommt es weitverbreitet zu Vitamin-D-Mangel. Im Winter, wenn die Sonne schwächer und kürzer scheint, sinkt der Vitamin-D-Anteil im Blut in der Regel auf seinen niedrigsten Wert. Genau in dieser Zeit steigt die Zahl der Grippeinfektionen sprunghaft an.

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