Montag, 20. September 2010

Vitamin-D Mangel ist die Ursache für Grippe

Lange haben die Wissenschaftler gerätselt, wieso die Grippewellen fast immer in der ?dunklen Jahreszeit? über das Land schwappen, warum der Virus sozusagen das Licht scheut.
Eine Gruppe englischer, kanadischer und US-Forscher, darunter so bekannte Namen wie die Profs. R. Vieth, M. F. Holick, C. F. Garland, W. B. Grant und E. Giovanucci, glauben jetzt, die Antwort gefunden zu haben:


Vitamin-D Mangel durch mangelnden Sonnenschein auf der Haut.


Die Forscher greifen in ihrer Studie auf Untersuchungen zurück, die belegen, dass Vitamin D an der Reifung von Zellen des Immunsystems beteiligt ist.
Schon 1981 hatte der britische Wissenschaftler R. Edgar Hope-Simpson die Vermutung geäußert, dass es da einen ?saisonalen Auslöser? gäbe und hatte ihn bereits in Sonnenstrahlen, oder besser, dem Mangel daran vermutet.
Eine Review-Studie von Prof. Vieth und anderen gehen jetzt einen Schritt weiter: Aus früheren Studien ist der Einfluss des Vitamin D (genauer des Hormons 1,25(OH)2D) auf das Immunsystem bekannt. Einerseits hilft das Vitamin bei der Produktion der antimikrobiotischen Peptide, die die Viren bekämpfen, andererseits sorgt es aber auch dafür, dass der Kampf nicht aus dem Ruder läuft und z.B. Lunge und Atemwege zerstört.


Da etwa 90 Prozent der Vitamin D-Bildung in der menschlichen Haut durch die Sonnenseinstrahlung gebildet wird, wird das Vitamin D auch ?Sonnenschein-Vitamin? genannt.
Schon vor Jahrzehnten hatten Wissenschaftler nachgewiesen, dass Kinder, die Vitamin D-Defizite aufweisen, eher an Infektionen der Atemwege erkranken. Eine weitere Studie zeigt, dass junge Männer, denen ein abgeschwächtes Influenzavirus gespritzt wurde, im Winter eher erkrankten als im Sommer.
Durchschnittlich sterben jedes Jahr rund eine Million Menschen an den Folgen einer Grippeinfektion. Bei der bislang schlimmsten Pandemie im Jahr 1918 starben sogar mehrere Millionen Menschen.


Im "Vitamin D-Winter" wird die Viren-Abwehr löcherig


In unseren Breiten beginnt bereits Anfang Oktober der ?Vitamin D-Winter?, wo die Produktion von Vitamin D im Körper durch die Sonneneinstrahlung immer geringer wird und schließlich ganz aufhört. In dieser Zeit können die Grippeviren die natürlichen Verteidigungsbarrieren des menschlichen Körpers durchbrechen und sich massenhaft ausbreiten. Hinzu kommt, dass der moderne Mensch, vor allem der Stadtbewohner, ohnehin durch seine Lebens- und Arbeitsweise mit Sonne ?unterversorgt? wird.


Die Standard-Behauptung in Medien und selbst in Fachorganen , ein paar Minuten täglich mit bloßen Händen und Gesicht in der Wintersonne genüge für eine ausreichend Vitamin D Produktion im Körper ist gleich aus mehreren Gründen Unfug?, so Dr. Norbert Schmid-Keiner, Mediziner und Vorsitzender des Photomed-Verbands: ?Die normale Wintersonne ist nicht stark genug, überhaupt die Vitamin D-Synthese in der Haut in Gang zu setzen. Zudem scheint nun einmal die Sonne im Herbst und Winter nicht täglich und nicht alle Menschen haben die Zeit und Gelegenheit, sich in der Mittagszeit zu sonnen. Hier wird eine bewusste Verharmlosung zum Nachteil der Gesundheit breiter Bevölkerungsschichten betrieben.?


Mehr Sonne, weniger Grippe


Mehr Sonne (egal ob natürliche oder künstliche) gegen die Grippe? Ganz so weit gehen die Forscher in ihren Aussagen (noch) nicht. Eine begründete Vermutung aber führt die Wissenschaft oft genug auf die Spur einer wirkungsvollen Therapie. Und die Sonne hat sich als heilende Kraft bereits an vielen Fronten bewährt - in den letzten Jahren zunehmend auch von der Wissenschaft (wieder-)entdeckt.


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Studie: J.J. CANNELL1, R. VIETH, J.C.UMHAU, M.F.HOLICK, W.B.GRANT,
S. MADRONICH, C.F.GARLAND, E. GIOVANNUCCI, Epidemiology and Infection, Online-Vorabveröffentlichung

1 Kommentar:

  1. Meinten Sie diese Studie:
    Cannell JJ, Vieth R, Umhau JC, Holick MF, Grant WB, Madronich S, Garland CF, and Giovanucci E. Epidemic Influenza and Vitamin D. Epidemiol Infect. 2006 Sep 7;:1-12

    Inzwischen gibt es einen Reihe neuerer Studie mit ähnlichen Ergebnissen.

    Tagesaktuell zu diesen Themen:
    http://www.SonnenNews.de

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