Donnerstag, 23. September 2010

Federal Reserve - Wie eine Bankenclique die Macht in den USA übernahm



Im Jahre 1913 gelang es einem privaten Bankenkartell, mittels eines konspirativ vorbereiteten Handstreichs, das amerikanische Parlament zu überlisten und die Kontrolle über die Währung zu erlangen.
»Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.« Diese prophetischen Worte des Großbankiers Mayer Amschel Rothschild sollten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts recht unheilvoll in den Vereinigten Staaten bewahrheiten.
Quelle: Kopp Verlag - Michael Grandt


Ausbeutung des Volkes durch räuberische Geldverleiher

Der »Federal Reserve Act« von 1913 war für eine Clique Privatbankiers ein großer Erfolg: Er autorisierte eine private Zentralbank (bestehend aus zwölf Kreditmonopolen), Geld für Darlehen praktisch aus dem Nichts heraus zu drucken und gegen Zinsen an die Regierung zu verleihen, sowie die nationale Geldmenge zu kontrollieren bzw. zu vergrößern oder zu verkleinern.
Der Kongressabgeordnete Lindberg nannte dieses Gesetz »das schlimmste Gesetzesverbrechen aller Zeiten. Das Finanzsystem ist einer Gruppe übergeben worden, die nur auf Profit aus ist. Das System ist privat und wird nur zu dem Zweck benutzt, aus dem Gebrauch des Geldes anderer Leute den größtmöglichsten Profit zu erzielen.«
Carter Glass, der Vorsitzende des Bank- und Währungsausschusses im Kongress, wurde noch deutlicher: »Gab es jemals eine Regierungsnote, deren Wert sich auf den Besitz einer Bank stützt? Gab es jemals Regierungsgeld, von dem kein einziger Dollar herausgegeben werden kann, außer durch Aufforderung an eine Bank? Die angebliche Einbindung der Regierung ist so weit entfernt, dass sie nicht zu entdecken ist.«
Ein paar Jahre später gab der Abgeordnete Louis McFadden vor dem Kongress zu Protokoll: »Einige Menschen denken, dass die Federal-Reserve-Banken Institutionen der US-Regierung sind. Es sind aber private Monopole, die das Volk dieser Vereinigten Staaten ausbeuten; in ihrem eigenen Interesse und dem ihrer ausländischen Kunden, im Interesse von Spekulanten im In- und Ausland und im Interesse von reichen und räuberischen Geldverleihern.«
Paul M. Warburg, einer der führenden Köpfe des Federal Reserve System, erläuterte, dass die Noten der Federal Reserve privat herausgegebenen Geld darstellen, während die Steuerzahler dabeistehen, um die potentiellen Verluste der Banken zu übernehmen. Damit hatte das Geldkartell alle sein Ziele erreicht. Aber wie konnte es der amerikanische Kongress zulassen, dass die Kontrolle der Währung an diese kleine Clique privater Bankiers überging?

Vorgeschichte: Manipulierte Bankenpanik

Die Öffentlichkeit und auch der Kongress waren im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts nicht bereit, eine Zentralbank in den USA zu akzeptieren. Dies widersprach der »freien« Marktwirtschaft und erzeugte Angst vor dem Sozialismus, der in vielen Ländern Europas bereits Einzug gehalten hatte.
Die privaten Bankiers mussten also die öffentliche Stimmung und auch die des Kongresses manipulieren. Am besten eignete sich dazu, eine Bankenpanik erzeugen, und das taten sie auch: Sie streuten Gerüchte, dass die Knickerbocker Bank und die Trust Company of America kurz vor dem Bankrott stehen würden und lösten damit die Bankenpanik von 1907 aus, weil die Öffentlichkeit den Gerüchten Glauben schenkte und beide Banken stürmte, weil jeder sein Erspartes zurückhaben wollte. Eine ganze Epidemie von Bankenzusammenbrüchen war die Folge.
»Edelmütig« war der Großbankier J.P. Morgan daraufhin bereit, 100 Millionen Dollar in Gold aus Europa zu importieren, um den Ansturm auf die Banken zu beenden. Erst jetzt war die hypnotisierte Öffentlichkeit davon überzeugt, dass das Land ein Zentralbankensystem brauche, damit in Zukunft derartige Panikattacken vermieden werden konnten, denn sie hatte genug von der »Anarchie« der Privatbanken. Dass gerade die mächtigsten Privatbanken es waren, die diese Panik zielgenau ausgelöst hatten, darüber erfuhr das amerikanische Volk lange Zeit nichts.
Robert Owens, Mitverfasser des »Federal Reserve Act«, gab später bei Anhörungen im Kongress zu Protokoll, dass das Bankenkartell ein Komplott geschmiedet hatte, um diese Finanzpanik zu erzeugen. Der amerikanische Bürger sollte dazu bewegt werden, »Reformen« zu verlangen, die den Interessen der Finanzkreise dienten.
Der Kongressabgeordnete Lindbergh erhob den Vorwurf: »Das Geldkartell hat die Panik von 1907 verursacht. Diejenigen, die dem Geldkartell nicht genehm waren, konnten dabei aus dem Geschäft gedrängt werden, während das Volk derart in Angst versetzt wurde, dass es nach Veränderungen in den Bank- und Währungsgesetzen verlangte, die das Geldkartell formulieren würde.«

Geheimtreffen auf Jekyll Island

Den Boden für die Saat so vorbereitet, kam es im November 1910 auf Jekyll Island, einer Insel vor dem Bundesstaat Georgia, zu einem »Geheimtreffen« der mächtigsten Privat-bankiers der USA, um ein Szenario zu entwerfen, das aus den ehemaligen Erzrivalen Verbündete machen und nur ihren Interessen dienen sollte.
Das hieß im Klartext: Profite maximieren, Minimierung des Wettbewerbs, die regulative Kraft der Regierung nutzen, um die im Kartell geschlossenen Abkommen durchzusetzen und die Schaffung eines Entwurfes für ein Zentralbankensystem. Sprich: Die gesamte Kontrolle des Geldes sollte auf wenige Privatbankiers übergehen, getreu Mayer Amschel Rothschilds Motto: Wer die Kontrolle der Währung hat, dem ist es egal, wer die Gesetze macht.
Gastgeber des konspirativen Zirkels war der Fraktionschef der Republikaner Nelson W. Aldrich, Vorsitzender der Nationalen Währungskommission und Schwiegervater von John D. Rockefeller. Er galt gemeinhin als »Senator der Wall-Street« und Sprecher für Großindustrie und Banken.
Die weiteren Teilnehmer waren: Abraham Piatt Andrew, Ministerialdirektor des US-Schatzamtes, Henry P. Davison, Hauptteilhaber der J.P. Morgan Company, Charles D. Norton, Präsident von J.P. Morgans First National Bank of New York, Benjamin Strong, Vorstand der J.P. Morgans Bankers Trust Company, Paul M. Warburg, Partner von Kuhn, Loeb & Company, Vertreter der Rothschildschen Bankendynastie, und Frank A. Vanderlip, Präsident der National City Bank of New York in Vertretung von William Rockefeller.
Wie pikant das Treffen war, enthüllte Vanderlip einige Jahre später: »Wenn die Öffentlichkeit erfahren hätte, dass unsere Gruppe den Entwurf für ein Bankengesetz geschrieben hätte, dann hätte dieses Gesetz im Kongress niemals eine Chance auf Verabschiedung gehabt.«
Das von den privaten Bankiers auf Jekyll-Island entworfene Gesetz (»Aldrich-Plan«) sah die Errichtung einer Zentralbank (»Federal Reserve«) vor. Zudem sollten private Banken privates Geld in Umlauf bringen dürfen und deren Kontrolle durch die Finanziers der Wall Street erfolgen.

Der Präsident musste »ersetzt« werden

J.P. Morgan und seine Bankierclique waren sich klar darüber, dass sie außer der Zustimmung im Kongress auch noch den Präsidenten dazu bewegen mussten, das heikle Gesetz zu unterschreiben, sollte es verabschiedet werden. Aber William Howard Taft, US- Präsident des Jahres 1910, war kein Mann Morgans und hatte die Wiederwahl im Jahre 1912 so gut wie in der Tasche. Taft weigerte sich, zusammen mit der Opposition, die von Aldrich entworfene Gesetzesvorlage für die Konstituierung einer Zentralbank zu unterstützen.
Der Geldtrust wünschte sich jedoch einen Präsidenten, der sich angriffslustig für die Vorlage einsetzen würde. So überlegten Morgan und seine Clique, wie sie die Person Taft im Weißen Haus ersetzen und dessen Kontrolle über das Präsidentenamt brechen könnten.
Ihr eigentlicher Wunschkandidat war Woodrow Wilson, zwar ein Demokrat, aber ihrer »Sache« eher zugetan. Doch Wilson würde die Wahl gegen den Republikaner Taft nicht gewinnen, das stand fest. Morgan kam eine geniale Idee: Ganz gezielt gründete er neue Partei, die Progressive Party, holte Teddy Roosevelt, der vor Taft Präsident gewesen war, aus der Versenkung hervor und ließ ihn als Kandidaten gegen Taft antreten, um dessen als sicher geltende Wiederwahl zu verhindern. Tatsächlich nahm Roosevelt seinem Gegner so viele Stimmen ab, dass Morgans eigentlicher Kandidat, Woodrow Wilson, schließlich mit knapper Mehrheit zum neuen Präsidenten gewählt wurde.
Wilson war von Morgan-Leuten umgeben, auch einer seiner engsten Vertrauten, »Oberst« Edward Mandell House, den er sein »alter ego« nannte, war durch und durch »Morgan-treu«. Der neue Präsident der Vereinigten Staaten stellte also kein Problem mehr dar. Nun musste nur noch der Kongress umgestimmt werden.

Unhaltbare Versprechungen an die Opposition

Um ihren Gesetzantrag durch den Kongress zu bringen, änderte die Morgan-Fraktion die »alte« Bezeichnung »Aldrich-Plan« zunächst in »Federal Reserve Act« um.
Der günstigste Zeitpunkt, um mit dem Gesetzesentwurf Erfolg zu haben, erschien ihnen kurz vor Weihnachten. Drei Tage vor Heiligabend wurde er in den Kongress eingebracht, als die Abgeordneten bereits Vorbereitungen für ihren Weihnachtsurlaub trafen. Der Antrag war so umständlich formuliert, dass nur Wenige dessen Inhalt wirklich verstanden.
Aber die Opposition, allen voran William Jennings Bryan, war nach wie vor dagegen, so dass Morgan und Aldrichs Mannschaft ihm mit scheinbarer Kompromissbereitschaft entgegenkam und so tat, als akzeptierte man seine Forderungen. Bryan durchschaute das Spiel nicht, buchte das für seinen Erfolg. Er sagte: »Das Recht der Regierung, Geld in Umlauf zu bringen, geht nicht auf die Banken über; die Kontrolle über das so geschöpfte Geld wird von der Regierung nicht aufgegeben.«
Das dachte Bryan zumindest, aber die Wahrheit sah anders aus: Zwar hatte der Finanzminister und der Chef des Bankenaufsichtsamts, die beide im Fed-Direktorium (Federal Reserve Board) vertreten waren, eine gewisse Kontrollfunktion, aber die Federal-Reserve-Banken (das »Machtzentrum« der Fed ist die Federal Reserve of New York) konnten ihre Politik weitgehend selbst gestalten, also außerhalb parlamentarischer Überwachung.
Die Geldmenge wurde zwar von der US-Bundesdruckerei gedruckt, aber in Umlauf gebracht wurde sie in Form von Obligationen oder Schulden der Regierung, und diese Schulden musste die Regierung plus Zinsen an die private Federal Reserve zurückzahlen.
Am 22. Dezember 1913 wurde der Gesetzesantrag dann im Abgeordnetenhaus mit 228 zu 60 Stimmen und im Senat mit 43 zu 23 Stimmen verabschiedet, bereits am nächsten Tag von Präsident Wilson unterzeichnet und erhielt dadurch als »Federal Reserve Act« Gesetzeskraft.
Der Kongress war von einem trügerischen wie brillanten Angriff des Geldtrusts überlistet worden.

Die Citigroup und JP Morgan Chase haben das Sagen

Die Federal Reserve ist bis heute keine Institution der amerikanischen Regierung, sondern eine unabhängige Gesellschaft in Privatbesitz, bestehend aus zwölf regionalen Federal-Reserve-Banken, die vielen kommerziellen Mitgliedsbanken gehören.
Die JP Morgan Chase & Co. (Vermögenswert 2,25 Billionen Dollar*) ist die größte US-Bank, gefolgt von der Citigroup mit einem Vermögenswert von 2,05 Billionen Dollar*, die gleichzeitig der Eckpfeiler des Rockefeller-Imperiums ist. Beide Banken sind darüber hinaus auch die zwei größten Anteilseigner der Federal Reserve of New York, die wiederum im ganzen Fed-System die Aktienmehrheit besitzt.
So regiert eine kleine Bankenclique bis heute die USA.



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